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Zusammenfassung der 5. Tagung der Breitensportwarte und Schulsportbeauftragten der Leichtathletik-Kreise am Samstag, 01. Dezember 2007, 10.00 - 15.00 Uhr in der Sportschule Frankfurt

Begrüßung
25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus insgesamt 15 Leichtathletik-Kreisen fanden sich beim Landessportbund zur 5. Tagung der Kreisbreitensportwarte und Schulsportbeauftragten ein. Als besondere Gäste konnten Ehrenvizepräsidentin Margret Lehnert, Lauftreffwartin Hannelore Bunz, die Mitglieder der Schulsport-AG (Siegfried Frühauf, Kurt Drolsbach, Dominic Ullrich), die maßgeblich bei der Organisation und Vorbereitung der Veranstaltung beteiligt waren, begrüßt werden.


Rück- und Ausblick breitensportlicher Aktivitäten
Christina König und Konny Neu-Müller berichten über die Aktivitäten des HLV im vergangenen Jahr:

Neuigkeiten aus dem HLV
· Wolfgang Schad tritt voraussichtlich am 07.12.2007 als Verbandspräsident zurück. Ggf. wird bei der gemeinsamen Sitzung der Vollversammlung der Kreise und des Verbandsrats in Buseck am 08.12.2007 ein Nachfolger berufen, der die Geschäfte bis zum nächsten Verbandstag am 19.04.2008 leiten wird
· Barbara Mayer wird ihr Amt als Walkingwartin zum Verbandstag am 19.04.08 niederlegen. Zur Zeit wird nach einem Nachfolger gesucht. Barbara Mayer ist bereit, bis Ende 2008 dem Nachfolger behilflich zu sein.
· Seit dem 01.09.2007 wird das Referat Breitensport/Schulsport halbtags durch den Diplom-Sportwissenschaftler, Felix Gerbig, unterstützt
· Das Präsidium hat zur Erprobung die Bildung von kleinen, fachbezogenen Arbeitsgruppen beschlossen. Der bisherige Breitensportausschuss wird aufgelöst. Eine endgültige Bestätigung bzw. Satzungs- und Verwaltungsordnungsänderungen erfolgen beim Verbandstag 2008:
1. Lauf-, Walking- und Nordic-Walkingtreff AG, Leitung: Hannelore Bunz/Barbara Mayer
2. Volks- und Straßenlauf AG, Leitung: Jochen Miersch
3. Senioren- und Gesundheitssport AG, Leitung: Margret Lehnert
4. Schulsport-AG, Leitung: Siegfried Frühauf


Herausragende Veranstaltungen 2007 mit Beteiligung des HLV

Bereich Laufen/Walking
· Bundesweite Auftaktveranstaltung run-up am 24.03.07 als night run in Darmstadt. Das Event wird am 29.03.08 zum vierten Mal in Folge in dieser Art im Darmstädter Herrngarten durchgeführt.
· DAK/DLV-Walking-Tour 2007: Kassel (Walkingtreff der TG Wehlheiden) war als Veranstaltungsort in der engeren Auswahl – Bewerbung aufgrund der parallel stattfindenden Documenta 2007 gescheitert. Für 2008 hat sich der 1. Hanauer Lauftreff als Ausrichter eines DAK/DLV-Walking-Days beworben
· hr4 – Walking-Day am 12./13.05.07 in Wetzlar mit Unterstützung des Lauftreffs Wetzlar 1975. Zusätzlich drei Vorbereitungsveranstaltungen „Fit in den Frühling“ in Kooperation mit hr4, der DAK und den örtlichen Treffs: 14.04.07 - 1. Hanauer Lauf- und Walkingtreff, 21.04.07 - KSV / LG Baunatal, 28.04.07 - Lauf- und Walkingtreff TG Camberg. Ob der HLV sich am hr4-Walking-Day am 27.04.08(?) in Dieburg beteiligt, ist noch offen
· In Kooperation mit der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) wurde erstmals ein DAK Lauf Cup durchgeführt: 13.07.07 Marburg, 12.08.07 Karben, 26.08.07 Egelsbach. Eine Fortführung des Cups im Jahr 2008 wird mit vier Volks- und Straßenläufen angestrebt
· Die Volks- und Straßenlauf-Terminbörsen fanden traditionell Ende September/Anfang Oktober in allen fünf Regionen statt. Der Hessische Laufkalender 2008 ist inzwischen auf dem Markt - der Deutsche Laufkalender wird Mitte Dezember erwartet


Volks- und Straßenlauf-Statistik 2007: 198.473 Teilnehmer (es fehlen aber noch ca. 30 VL-Berichte) - zum Vergleich 2006: 191.220 Teilnehmer; 2005: 205.765 Teilnehmer)
2007 knapp 400 Veranstaltungen (2006: 387, 2005: 385)

Zur Zeit sind 390 Lauf-, Walking- und NW-Treffs beim Hessischen Leichtathletik-Verband angemeldet (Stand Ende 2006: 362 Treffs)


Bereich Kinderleichtathletik
· Leichtathletik in Aktion am 23.05.07 in Gießen. Tolle Veranstaltung dank Kurt Drolsbach und seinem ehrenamtlichen Team. Schulsport-AG beteiligt. LA in Aktion wird nach 10 Jahren vom DLV an die Landesverbände abgegeben (die Schulsport-AG wird dem Präsidium vorschlagen, die Aktion auch im nächsten Jahr offiziell auszuschreiben)
· Laufabzeichenwettbewerb für Schulen 2006/2007 à Auswertung der Ergebnisse durch Konny Neu-Müller, Versand der Ergebnisse + Preise an alle Schulen durch die Geschäftsstelle
Leichter Rückgang der Teilnehmerzahlen. Insgesamt beteiligten sich 89 Schulen mit 17.830 Schülerinnen und Schülern. Den größten Anteil machten dabei die Schulen der Wertungsgruppe I mit Gesamtschülerzahlen bis 200 Schülern aus – dort nahmen immerhin 48 Schulen teil. In der Wertungsgruppe II (von 201 bis 700 Schülern) waren es 34 und in der Wertungsgruppe III (über 700 Schüler) nur 7 Schulen
· Schulwettbewerb „Bundesjugendspiele“ 2006/2007
Starker Rückgang der Teilnehmerzahlen. 180 Schulen mit 29.471 Schülerinnen und Schülern. Die größte Beteiligung lag bei den Schulen bis 200 Schülern (Gruppe 1) mit 92 Teilnehmern. Gruppe 2 (201-700 Schüler): 71 Schulen, Gruppe 3 (> 700 Schüler): 19 Schulen
· Rosbacher Leichtathletik-Aktionstage für die Gewinner der Schulwettbewerbe 06/07 am 19./20./26./27.11.07 in Hattersheim, Gießen, Dillenburg und Selters/Ts mit insgesamt 400 Kindern. Finanzierung durch Partner „Rosbacher“ - HLV für die organisatorische bzw. sportliche Umsetzung verantwortlich
· Ende August erhielten alle hessischen Schulen per E-Mail die Ausschreibungen für die Schulwettbewerbe 2007/2008. Es wurden erneut 4-6 Aktionstage ausgeschrieben



Aus- und Fortbildung im Bereich Breitensport

C-Trainer Breitensport-Ausbildung
· 3. Ausbildung dieser Art vom 2.1.-19.5.2007 mit 24 Teilnehmern
· Ausbildung wird in drei Abschnitten durchgeführt: 1. Grundkurs (40 UE), 2. Spezialkurse (60 UE) - Wahlmöglichkeit aus 3 Modulen (2 Module á 30 UE): a. Kinder- und Jugendleichtahletik, b. LA mit Erwachsenen/Senioren, c. Laufen/Walking/NW, 3. Abschlusskurs inklusive Lernerfolgskontrolle (20 UE)
· Etwa die Hälfte der Teilnehmer kommen aus den Lauf- und Walkingtreffs - die andere Hälfte arbeitet im Verein mit Kindern und Jugendlichen
· Die nächste Ausbildung findet vom 2.1. - 31.5.2008 statt (Dieter Kaboth erneut ehrenamtlich als Lehrgangsbetreuer dabei)
· Aufbauend auf den C-Trainer Breitensport kann man über den LsbH einen Übungsleiterschein „Sport in der Prävention“ machen (2. Lizenzstufe)

Aus- und Fortbildungen für Lauf-, Walking- und Nordic-Walkingtreff-Betreuer/-Leiter
· Zwei Ausbildungsstufen mit je 15 UE: Grundausbildung und Weiterbildung für Lauf-, Walking- und Nordic-Walkingtreff-Betreuer (teilw. mit Einbindung unserer Kooperationspartner: DAK, Nike)
· Zusätzlich werden eintägige Fortbildungen angeboten. Hier werden jeweils aktuelle und interessante Themen für Treff-Betreuer und -Leiter aufgegriffen und vertieft
· Nachfrage im Bereich Laufen und Nordic-Walking nach wie vor groß
· Walking rückläufig (in 2007 kam erneut nur eine Grundausbildung zustande)
· 14 Seminare im Jahr 2007 - 16 Lehrgänge für 2008 geplant

Aus- und Fortbildungen im Bereich Schulsport
· Starker Anstieg der Aktivitäten in diesem Bereich – vor allem Dank dem Engagement der Schulsport-AG à insgesamt 23 Lehrgänge im Jahr 2007
· DLV/HLV Multiplikatorenausbildung „LA in der Schule“ am 30./31.03.07
· Zentrale und dezentrale (Lehrer-)fortbildungen (HLV als Ausbildungs-Anbieter für Lehrer vom IQ akkreditiert); 6 dezentral organisierte Lehrerfortbildungen unserer neuen Multiplikatoren
· Insgesamt 5 Ausbildungen zum „Trainerassistent Kinderleichtathletik“ und „Trainerassistent Grundlagentraining“
· Schülermentorenausbildung in Kooperation mit der Hessischen Turnjugend vom 29.09.-03.10.07 in Alsfeld. Ausbildung von 14 Leichtathleten (15 UE LA spezifisch; Referenten: Dominic Ullrich und Markus Czech) à Wichtige Entscheidungen bezüglich der Fortführung der Schülermentoren-Ausbildung im Jahr 2008 wurden noch nicht getroffen (z.B. Weiterführung der Kooperation mit der HTJ; Unterstützung der dezentralen Fortbildungen).
· Versuch, die „KINDERLEICHTathletik“ auch bei „überregionalen“ Veranstaltungen bzw. „außerhalb“ des HLV bestmöglich zu präsentieren: Deutscher Sportlehrertag, Fachtagungen und Aktionstage des DLV und der Sportjugend



Expertenvortrag zum Thema „Schulentwicklung in Hessen und Auswirkungen auf den organisierten Sport“

Stephan Schulz-Algie – Referent der Sportjugend Hessen, berichtete in einem anschließenden Fachvortrag über das Thema „Welcher Sportverein wird überleben? Vereinsentwicklung und –organisation in Zeiten der Veränderung von Schule“.
Inhaltlich ging es vornehmlich um die aktuelle Schulentwicklung von G8 und Ganztagsschule. Nachdem Herr Schulz-Algie zunächst die organisatorischen Änderungen im Schulalltag (Erhöhung der Pflichtstundenzahl, Schulautonomie, Abschlussprüfungen, U-Plus, Schulprofilbildung) erläuterte, referierte er im Anschluss über die Konsequenzen im organisierten Sport. Es ergeben sich neue Chancen aber auch neue Probleme.
Als neue Möglichkeiten für Sportvereine bietet das Ganztagsprogramm verstärkte langfristige Kooperationen mit Schulen durch die Nachmittagsangebote. Diese Kooperation kann genutzt werden, um die eigene Sportart entsprechend zu platzieren und damit neue Mitglieder zu gewinnen – eine mögliche Vision ist der „Sportverein in der Schule“.
Probleme treten u.a. in der schwieriger werdenden Hallennutzung für Sportvereine auf und in der Gewinnung von Übungsleitern, die als U-Plus-Kraft eine bessere Bezahlung erhalten und damit für den Verein „verloren“ gehen könnten.

Aus den Gesichtspunkten des Vortrags ergaben sich drei Themenschwerpunkte für die anschließende Arbeit in drei Kleingruppen, deren Ergebnisse am Ende der Tagung dem Plenum vorgestellt wurden

1. Best Practice Beispiele (Leitung: Siegfried Frühauf)
· Einrichtung von Sportklassen ab Klasse 5 (Talente zusammenfassen, um die Organisation in der Schule zu vereinfachen, bei Kooperation mit Sportvereinen ist ein sportartspezifisches Training auch am Vormittag möglich)
· Personalunion von Lehrer und Vereinstrainer fördern – Kinder können direkt akquiriert werden
· Einsatzstelle eines FSJ-lers mit Trainerlizenz schaffen (Freiwilliges Soziales Jahr), die vom Verein getragen wird (Kosten 350 € monatlich, am Besten durch Sponsor finanzieren): Kooperation zwischen Schule und Verein dringend erforderlich
· Verein in der Schule (eine Abteilung im Verein ist ausschließlich für die Kooperation mit der Schule zuständig)
· Transportproblematik (Vereinstraining in ländlichen Region war z.T. schwierig, durch Ganztagsschule leichter, da Transportbusse auch am späten Nachmittag fahren)
· Hallenbelegung: Kapazitäten am Nachmittag knapp. Tipp: Verein sollte das Sportprogramm als Schulangebot anmelden)

2. Aktivitäten, Fragen und Forderungen der LA-Kreise (Leitung:Stephan Schulz-Algie)
· Gedankenaustausch der Gruppenmitglieder, da die Aktivitäten in jedem Kreis unterschiedlich sind
· Schüler sollten bei Meisterschaften für Ihre Schulen starten können
· Kooperationsarbeit ist weiterhin personenbezogen
· Kommunikation ist nicht genügend ausgeprägt – Kommunikationsstrukturen entwickeln bzw. wiederbeleben
· In kleinen regionalen Zirkeln Absprachen mit Schulen treffen
· Kontakt zu Schulsportkoordinatoren pflegen
· Auch andere Zielgruppen berücksichtigen: Wettkampfsport + Breitensport
· Erfahrungsaustausch und Information über das Thema „Ganztagsschule/G8“ sollte in den Kreisen auch selbst organisiert werden
· Forderung: Hauptamtliche Koordinierungsstelle für den Sport im Ganztagsschulbereich schaffen

3. Aus-/Fortbildung – Qualifikation (Leitung: Dominic Ullrich)
· Was kann der Verband leisten, um die Übungsleiter auf die neuen Aufgaben in der Schule vorzubereiten?
· Übergang für ältere Schüler von der „Spiel-Leichtathletik“ zur wettkampfspezifischen Leichtathletik schwierig, neue Angebote für diese Zielgruppe schaffen
· Trainerausbildung muss durch „Schulthemen“ erweitert bzw. ergänzt werden; evt. Weiterqualifizierungsmodul „Schule“ schaffen, das Themenbereiche des Schulalltags beinhaltet (Fachdidaktik/Fachmethodik/ Elternarbeit/Umgang mit heterogen Gruppen...)
· Trainerausbildungen sollten nachbegleitet werden (z.B. Fortbildungsangebote sollten ausgeweitet werden, um Trainern eine Plattform für den Erfahrungsaustausch zu ermöglichen)
· Die Ausbildung von Schülermentoren ist ein wichtiger Schritt, um eine Kooperation mit einer Schule zu beginnen


Konstanze Neu-Müller (Breitensportwartin) & Christina König (Breitensportreferentin)

 


07.12.2007