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HLV-Kadereröffnung 2009

Am vergangenen Wochenende fand wie in jedem Jahr die offizielle Kadereröffnung des Hessischen Leichtathletik-Verbandes statt. Dabei zog es die Abteilung Leistungssport in diesem Jahr zurück an den „Ort des Geschehens“. Die Veranstaltung wurde zum ersten Mal dort gefeiert, wo zahlreiche Athletinnen und Athleten einen Großteil ihres Sportlerlebens verbringen: In der Leichtathletik-Halle in Frankfurt/Kalbach.

Ca. 130 Athleten, die in feierlichem Rahmen in die verschiedenen Elitekader des HLV für die Saison 2009/2010 berufen wurden, gaben mit ihren Trainern, Eltern und Verwandten ein eindrucksvolles Bild auf der dichtbesetzten Tribüne ab.
Nach der Eröffnungsrede von HLV-Präsidentin Anja Wolf-Blanke, die unter anderem Lutz Arndt, den Vorsitzenden des Landesausschusses Leistungssport im Landessportbund Hessen, und den Leiter des Olympiastützpunktes Hessen, Werner Schaefer, begrüßen konnte, fand Michael Siegel (HLV-Sportwart) die richtigen Worte nicht nur für die vielen neuen Nachwuchstalente, die zum ersten Mal in die einzelnen HLV-Kader aufgenommen wurden. Wie auch zuvor Anja Wolf-Blanke, hob Siegel die tollen hessischen Erfolge der vergangenen Saison hervor: Mit Betty Heidler (Silber) und Ariane Friedrich (Bronze) hat der HLV zwei Medaillengewinnerinnen der Weltmeisterschaften in Berlin in seinen Reihen. Carolin Schäfer konnte nach dem WM-Titel in diesem Jahr auch Gold bei den Europäischen Titelkämpfen der U20 gewinnen. Ebenfalls Gold konnte Felix Göltl mit der 4x100m- Staffel aus dem serbischen Novi Sad entführen. Zudem konnten sich 2009 so viele hessische Nachwuchsathleten für internationale Meisterschaften qualifizieren wie nie zuvor. Die für die Verteilung der Fördermittel unter den Landesverbänden entscheidende Punktbilanz bei den Deutschen Jugendmeisterschaften war für den HLV die beste seit Einführung dieser Erfolgsbewertung im Jahre 1994.

Anschließend stellte der leitende Landestrainer des HLV, Manfred Kehm, die neuen Kadertrainer des Verbands vor. Neben den elf Bewährten, kommen ab der neuen Schulungsperiode fünf neue Kadertrainerinnen und –Trainer hinzu: Timo Jaworr (Mörfelden-Walldorf) und Anastasija Reiberger (Groß-Umstadt) - bekannt als Hallenweltmeisterin und Deutsche Rekordlerin unter ihrem Mädchenname Ryshich - bilden die zukünftige Doppelspitze im Stabhochsprung und folgen auf Tom Weise, der sich nunmehr mit voller Kraft als Stützpunkttrainer im Leistungszentrum Nord engagieren wird. Auf diesem Weg auch nochmal herzlichen Dank für sein über zwanzigjähriges Engagement im HLV-Kader. Regine Isele (Darmstadt), Biomechanikerin am OSP Hessen, wird ab sofort Hammerwurf-Trainer Michael Deyhle auch in Trainerfunktion unterstützen, genauso wie Sophia Sagonas (Seligenstadt) Günter Eisinger im Hochsprung. Neu eingerichtet wurde der Landeskader Lauf Nord, den zukünftig Georg Lehrer (Bad Sooden-Allendorf) betreuen wird.

Die alten und neuen Kadertrainer nahmen dann gemeinsam mit Kehm und Moderator Günter Eisinger die offiziellen Kader-Berufungen vor. Alle Kaderathleten wurden einzeln vorgestellt und bekamen von ihren Trainern eine Urkunde überreicht.
Im Anschluss übernahm Dr. Gerion Berschin das Wort. Der Dozent der Uni Marburg referierte über das praxisrelevante Thema „Haltungstraining als Leistungsreserve“, dessen Übungsbatterie im Rahmen einer geplanten Kooperation mit dem HLV über möglichst viele Vereinstrainer flächendeckend in die Trainingsarbeit multipliziert werden soll. Berschin wird die erste Praxisvorstellung zum Thema im Rahmen des „1. HLV-Wurftages“ am 14. November 2009 in Frankfurt vorstellen.

Highlight für die hessischen Nachwuchshoffnungen war vermutlich die kleine Talkrunde mit Hammerwerferin Kathrin Klaas (WM-Vierte mit neuer Bestleistung) und WM-Bronzemedaillengewinnerin Ariane Friedrich. Die beiden Athletinnen berichteten aus dem harten Trainingsalltag, aber auch wie sie Sport und Berufsausbildung vereinbaren.

Abschließend gaben die Kadertrainer in ihren einzelnen Disziplingruppen ihre Grundsätze für die Kaderförderung, sowie die Terminplanung von Lehrgängen, Förderwettkämpfen und sonstiger Maßnahmen bekannt.
Mit vielen neuen Informationen und Eindrücken, sowie im Wissen, auf dem Weg zu den individuellen Zielen eine effektive HLV- Leistungssportförderung an der Seite zu haben, können die HLV-Kaderathleten gemeinsam mit ihren Trainern nun positiv in die neue Saison schauen.

Julia Nestle

 


11.10.2009