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Im Porträt: Regine Isele - Kadertrainerin Hammerwurf

Wer sind die Köpfe im Hintergrund, die dafür sorgen, dass die hessischen Athletinnen und Athleten im Wettkampf gute Leistungen abrufen? Vielen dürften die Namen und Gesichter kein Begriff sein. Deshalb stellen wir an dieser Stelle die Kadertrainer des Hessischen Leichtathletik-Verbands (HLV) in einer Fragen-Antworten-Rubrik vor. Teil zwei widmet sich Hammerwurf-Landestrainerin Regine Isele.



Regine Isele über...

... Wurzeln:
Meine Wurzeln liegen im Badischen. Dort war ich von Klein auf beim TuS Lörrach-Stetten, erst im Gerätturnen, bevor ich mit 14 Jahren zur Leichtathletik gewechselt bin. Bei uns wurde viel Wert auf vielseitige Grundlagen gelegt, so dass ich neben dem obligatorischen Mehrkampf auch über die Mittelstrecke und im Wurf eingesetzt wurde, wo ich unter der Anleitung meiner ersten Trainer Norbert Dorn und Manfred Jung bis zur A-Jugend Teil einer großen Mädchenmannschaft war, die im badischen Bereich als einzige der übermächtigen MTG Mannheim Paroli bieten konnte. Schon früh lernte ich Verantwortung zu übernehmen, und so passierte es wie selbstverständlich, dass ich neben meiner eigenen sportlichen Leistung über 800 Meter, 400 Meter Hürden und im Stabhochsprung auch das Training der weiblichen Jugend übernahm, die C- und B-Trainerlizenz erwarb und bis zu meinem studienbedingten Weggang auch Landestrainerin Süd im Stabhochsprung war.

... Beruf und Hobby
Nach einer Ausbildung zur Direktionsassistentin und mehrjähriger Tätigkeit in diesem Beruf bei einem größeren Konzern in der Schweiz beschloss ich dann doch, mein Hobby zum Beruf zu machen. Ich wollte mit Sportlern arbeiten und ich wusste auch genau wo. So kam ich nach Darmstadt, um Diplomsport mit Schwerpunkt Informatik zu studieren. Dort schloss ich mich dem ASC Darmstadt an, wo ich auch bald wieder eine Trainingsgruppe übernahm. Der klassische Weg über ein Praktikum und eine Assistentenstelle hat mich dahin gebracht, wo ich jetzt bin: als Trainingswissenschaftlerin am OSP Frankfurt/Rhein-Main, wo es mir vergönnt ist, in einem guten Team unter anderem mit den besten deutschen Hammerwerferinnen und -werfern bundesweit, aber natürlich schwerpunktmäßig in Frankfurt zu arbeiten.

... Motivation
Ich möchte meinen Teil beitragen, dass die Athleten die Ziele erreichen, die sie sich vorgenommen haben; sei es in technischer Hinsicht in meiner Funktion als Trainingswissenschaftlerin, im hessischen Verband als Landestrainerin neben Michael Deyhle oder im Verein als Heimtrainerin, wo die Ziele nicht unbedingt Medaille heißen, sondern eher darin bestehen, persönliche Bestleistungen aufzustellen oder einfach nur Spaß an der Leichtathletik zu haben. Für all dies ist es nötig, sich immer wieder selbst zu hinterfragen bzw. keine Gelegenheit verstreichen zu lassen, all das Wissen, das in Deutschland oder anderswo vorhanden ist, zu nutzen, um den Sportlern alle Möglichkeit zu geben, sich mit erlaubten Mitteln zu verbessern.

... Hammerwurftechnik
Dem Stabhochsprung an Komplexität nicht unähnlich, schätze ich am Hammerwurf den Widerspruch zwischen genau dieser Komplexität und der Leichtigkeit, mit der ein guter Wurf aus den Händen zu fliegen scheint. Damit es zu dieser Leichtigkeit kommt, muss vieles stimmen. Das Schönste am Hammerwurf ist aber, dass es selten den perfekten Wurf gibt, oder anders ausgedrückt, es gibt immer noch etwas zu verbessern.

... Krafttraining
Das Krafttraining geht mit der technischen und athletischen Ausbildung der Athleten einher und dient mit zunehmendem Maße im Spitzenbereich neben der ständigen Arbeit an technischen und konditionellen Voraussetzungen als entscheidender Faktor für die Trainingsgestaltung im Jahresverlauf.

... Ziele
Ich möchte dazu beitragen, dass der Leichtathletik die Talente erhalten bleiben bzw. diese so zu fördern, dass aus Talenten erfolgreiche Athleten werden.

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10.11.2009