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Grün-Weiß Kassel räumt bei Cross-DM ab,
Nico Bayer feiert Comeback in Wiesbaden

Bei den Deutschen Crossmeisterschaften in Stockach am Bodensee haben sich die jungen Läuferinnen des PSV Grün-Weiß Kassel bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und zwischenzeitlichem Schneefall in sehr guter Form präsentiert. So setzte sich das Frauenteam mit Anna Hahner (2.), Simret Restle (5.) und Lisa Hahner (12.) ebenso durch wie die Juniorinnen aus Kassel in der Besetzung Anna Hahner und Lisa Hahner sowie Dörte Nadler. Darüber hinaus war Anna Hahner über die 6,8 Kilometer lange Strecke auch in der Juniorinnen-Einzelwertung erfolgreich (22:47 Minuten), ihre Schwester Lisa wurde Vierte (23:44), Dörte Nadler Sechste (24:13). In der Frauenwertung kam Anna Hahner, die sich laut dem Internet-Fachportal leichtathletik.de im Vorfeld mit einem Video des 10.000-Meter-Europameisters Jan Fitschen (TV Wattenscheid) motiviert hatte und taktisch geschickt lief, auf den zweiten Platz hinter der überragenden Solistin Sabrina Mockenhaupt (Kölner Verein für Marathon/21:59). Für Sabrina Mockenhaupt war es der insgesamt 25. deutsche Titel. Im Vorderfeld vertreten war Grün-weiß Kassel auch bei männlichen Jugend A, Robel Mesgena kam nach 20:48 Minuten als Siebter ein.


Nico Bayer. Foto: Uwe Martin

Derweil feierte Dreispringer Nico Bayer (Wiesbadener Leichtathletik-Verein) nach zweijähriger Dopingsperre sein Comeback bei den Hallenmeisterschaften des Kreises Wiesbaden in der Sporthalle Wettiner Straße. Der 22-jährige gewann den Wettkampf mit 14,89 Meter, wobei fünf seiner sechs Versuche ungültig waren. „Das war schon ein komisches Gefühl. Aber jetzt habe ich den ganzen Quatsch endgültig hinter mir“, sagte Bayer. Der Auszubildende zum Bürokaufmann war bei den Hessischen Hallenmeisterschaften am 13. Januar 2008 nach seinem Titelgewinn mit 15,02 Meter positiv getestet worden, in seinem Urin fanden sich Spuren von Amphetaminen. Die Ex-Freundin von Bayer hatte seinerzeit die Zielkontrolle mit einem Hinweis an Verbandsfunktionäre in Gang gebracht. Später räumte der Dreispringer ein, monatelang von der Droge Speed abhängig gewesen zu sein. An seinem Comeback hatte der Elfte der Junioren-WM 2006 seit zehn Monaten gemeinsam mit Trainer Leo Gaab intensiv gearbeitet. „Ich bin im Training mit Sprüngen um die 16 Meter besser als früher, mir fehlt aber noch das Wettkampfgefühl“, sagte Bayer. Seine Bestleistung von 15,69 Meter datiert aus dem Jahr 2006. Bayer hatte beim Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) ein Gnadengesuch eingereicht, um Ende Februar bereits bei den nationalen Titelkämpfen in Karlsruhe starten zu können, die Verkürzung der Sperre wurde jedoch abgelehnt.

Uwe Martin

 


07.03.2010