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Familientreffen der HLV-Kampfrichter im „Herzen der Natur“


HLV-Kampfrichterwart Rolf-Achim Dörr (rechts) dankte allen Kampfrichtern, hier Stefan Wellenhöfer. Foto: Jens Drösel


Was würde eigentlich aus der Leichtathletik, wenn es keine Kampfrichter mehr gäbe? „Über diese Frage habe ich mir auch erst nach Abschluss meiner aktiven Karriere Gedanken gemacht“, sagt HLV-Präsidentin Anja Wolf-Blanke. Es sei für sie selbstverständlich gewesen, dass Kampfrichter an der Anlage waren, ihre Leistungen maßen und protokollierten. Dass diese ihre Freizeit opferten und damit keinen Pfennig verdienten, sei ihr erst sehr viel später bewusst geworden.

Kampfrichter waren in den siebziger Jahren fast ausnahmslos Herren in mausgrauer Hose, dunkelblauem Sakko und weißem Hemd. „Die Distanz zu den Athleten zeigte sich bereits beim Outfit“, erinnert sie sich. Der Ton sei oftmals unfreundlich und bestimmend gewesen. „Auch regelsicher waren die Herren nicht immer, was zu vielen, teils lautstarken Diskussionen mit Betreuern führte. Mit einem Satz: Die Kampfrichter waren nicht unbedingt meine Freunde.“

Inzwischen hat sich sehr vieles - zum Guten - geändert. Die Kampfrichterinnen und Kampfrichter des HLV sind gut ausgebildet und sie pflegen einen freundlichen Umgangston. Und ihr Selbstverständnis ist ein anderes als früher: Sie vermitteln, dass sie für die Athleten im Einsatz sind und ihnen, soweit es die Regeln erlauben, entgegen kommen. Es ist ein freundschaftliches Miteinander. „Die Kampfrichterinnen und Kampfrichter des HLV sind ein positives Aushängeschild des Verbandes“, lobt die Präsidentin.


Prüfender Blick von Jens Dörr auf die neue HLV-Regenjacke. Foto: Jens Drösel



Davon konnte man sich auch beim alljährlichen HLV-Kampfrichterabend überzeugen. Zum achten Mal hatte der Landesverband seine engagiertesten Kampfrichter als kleines Dankeschön für ihr Engagement eingeladen. „Wir geben gerne für diesen Zweck den einen oder anderen Euro aus“, sagt Anja Wolf-Blanke. Im Jahr 2010 waren es Dank der großzügigen Unterstützung der Licher Brauerei, die in ihre Gaststätte in den Hardtberggärten geladen hatte, ein paar Euro weniger für den Landesverband. Hierfür dankte die Präsidentin in ihrer Begrüßungsansprache dem kaufmännischen Leiter der Brauerei, Martin Theimer, ebenso sehr herzlich wie HLV-Kampfrichterwart Rolf-Achim Dörr, der wie immer für eine perfekte Organisation gesorgt hatte.

Beim Genuss des Gerstensaftes in allen Varianten und einem reichhaltigen Büffet fanden die Kampfrichter aus den hessischen Regionen Gelegenheit zum privaten und fachlichen Meinungsaustausch. Es wurde ein gemütlicher und langer Abend. Erst gegen Mitternacht hatten die letzten Teilnehmer Lich verlassen, die Nordhessen wie üblich gemeinsam im Reisebus und anschließend mit dem Taxi. „So müssen wir uns keine Gedanken über den Alkoholkonsum machen“, erklärte ein Baunataler Kampfrichter. Im Gepäck hatten alle eine neue Regenjacke des Landesverbandes. „Wir hoffen zwar auf stets gutes Wetter, aber für den Fall der Fälle sind unsere Kampfrichter bestens ausgestattet und können auch bei Regen die gewohnt gute Stimmung verbreiten.“

Karina Kessler

 


23.03.2010