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Fünf Top-Platzierungen für den HLV
in der Halle und im Winterwurf 2010


Sergej Litvinov, bester Hammerwerfer im Winter 2010. Foto: Iris Hensel

Mit der europäischen Winterwurf-Challenge in Arles wurde am vergangenen Wochenende die „kalte“ und „überdachte“ Jahreszeit auch für die hessischen Leichtathleten beendet. Wobei es bei den Wettkämpfen in Frankreich für die Teilnehmer aus Hessen einen Sieg, zwei fünfte und einen siebten Platz gab. Die deutsche Rekordhalterin Betty Heidler gewann das Hammerwerfen mit 72,48 Meter, Kathrin Klaas wurde Fünfte (68,04). Im Diskuswerfen erreichte Sabine Rumpf mit 55,57 Meter den siebten Platz. Auf Rang fünf platzierte sich Mario Labisch im Kugelstoßen der U23 mit 17,06 Meter.

Winterwurf und Hallensaison ade - das bedeutet auch, dass die Hallenbestenlisten 2010 abgeschlossen sind. Online einzusehen sind die Statistiken bekanntlich unter www.leichtathletik.de. Und mit fünf Platzierungen ganz oben sind die hessischen Topathleten hervorragend vertreten. Die Hochspringer Ariane Friedrich (2,02) und Martin Günther (2,30/beide LG Eintracht Frankfurt) führen die nationale Hallenbestenliste ebenso an wie die deutsche Fünfkampfmeisterin Claudia Rath (4274 Punkte/LG Eintracht Frankfurt). Beinahe erwartungsgemäß nicht zu toppen waren die Hammerwerfer Betty Heidler (75,27) und Sergej Litvinov (77,64/beide LG Eintracht Frankfurt).

Unter den Top 3 befinden sich Jan Felix Knobel im Siebenkampf (5778 Punkte/LG Eintracht Frankfurt), Nicole Best im 3000 Meter Gehen (13:28,17/TV Groß-Gerau), Kathrin Klaas (74,53/LG Eintracht Frankfurt) und Sabine Rumpf (57,78/LSG Goldener Grund). Überhaupt sind die hessischen Diskuswerferinnen mit zwei weiteren Platzierungen - Julia Bremser (55,72/3./LSG Goldener Grund) und Meike Naumann (48,70/10./TSV Frankenberg) - sehr gut vertreten. Meike Naumann schaffte zudem im Kugelstoßen (15,59) den Sprung in die Top 10. Wie natürlich auch Remigius Roskosch (TV Heppenheim) mit 7,59 Meter im Weitsprung (5.). Gerade eben noch aufgenommen wurde Nico Bayer vom Wiesbadener LV mit seinem Dreisprung-Comeback von Anfang März (14,89/10.) Und auch Julia Hütter (LAZ Bruchköbel/11.) ist im Stabhochsprung mit 4,25 Meter noch gelistet.


Claudia Rath. Foto: Iris Hensel


Der Mehrkämpferin Claudia Rath gelang in ihrer „Sahnedisziplin“ Weitsprung mit 6,41 Meter ebenfalls der Sprung in die Top 10. Was trotz seiner Enttäuschung bei den deutschen Meisterschaften mit der Disqualifikation im 200-Meter-Vorlauf selbstverständlich auch Till Helmke (LG Ovag Friedberg-Fauerbach) gelang. Der schnellste hessische Sprinter wird mit 21,08 Sekunden auf Rang fünf geführt, drei Ränge besser als Antonia Werner (TV Flieden) über 60 Meter Hürden (8,32). Und noch drei Einträge ins DLV-Hallenklassenbuch gibt es zu erwähnen. Die Männerstaffeln der LG Ovag Friedberg-Fauerbach - 4x200 und 4x400 Meter - finden sich jeweils auf Platz fünf. Die 3x1000-Meter-Staffel der LG Neu-Isenburg/Heusenstamm (7:22,28) ist Sechste.

Ein Name taucht in den Hallen-Bestenlisten überhaupt nicht auf. Jener von Beatrice Marschek (LAZ Gießen), der hessischen Weitsprung-Rekordhalterin (6,73) und WM-Teilnehmerin von Berlin 2009. „Sie hatte während der Hallensaison drei Grippen und eine Magen-Darm-Grippe“, sagt ihr Trainer Markus Czech. Was zur Folge hatte, dass die Studentin fast nur Krafttraining und kurze Läufe absolvieren konnte. Czech: „Lange Zeit war Beatrice auch überhaupt nicht belastbar.“ So blieb es bei einem Weitsprung-Ergebnis, 6,35 Meter aus kurzem Anlauf bei den Kreismeisterschaften; bei der Hallen-DM in Karlsruhe blieb die Hessin ohne gültigen Versuch. Stellte aber über 60 Meter mit 7,60 Sekunden ihre persönliche Bestleistung ein. „Sie ist unglaublich schnell und geht hoffentlich topfit in die Freiluftsaison“, sagt Czech. Ein erstes Trainingslager mit dem LAZ Gießen beginnt am Samstag und dauert zwei Wochen; nach 14 Tagen „Heimaturlaub“ geht es dann mit dem B-Kader des DLV für zwei Wochen nach Portugal.

Uwe Martin

 


24.03.2010