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Datenschutz im Sportverein: lsb h bietet Ausbildung

Datenmissbrauch und Datenklau – Schlagworte, die in letzter Zeit häufig die Öffentlichkeit beschäftigten, wenn der Datenschutz versagt hat. Der sensible Umgang mit Daten und deren Schutz ist aber nicht nur ein Thema für Banken, Versicherungen und große Firmen, sondern auch für Sportorganisationen.

Wie wichtig dies der Landessportbund Hessen (lsb h) nimmt, unterstrich das lsb h-Präsidium bereits Anfang des vergangenen Jahres mit der Berufung eines internen Datenschutzbeauftragten. Dieser koordiniert sowohl die lsb h-internen (Sicherheits)Fragen im Umgang mit den vom lsb h erhobenen Daten seiner Vereine, Verbände und Sportkreise, wie auch die Fragen der internen Fortbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu diesem heiklen Themenkomplex.
In Sachen Datenschutz arbeitet der Landessportbund dabei eng mit dem Regierungspräsidium (RP) in Darmstadt zusammen. Das ist die zuständige Aufsichtsbehörde.
Wie schmal der Grad ist, auf dem sich auch die Vereine bewegen, wird deutlich, wenn es beispielsweise um die Frage geht, welche Mitgliedsdaten erhoben und verarbeitet werden dürfen und von wem. „Vereine benötigen bereits einen Datenschutzbeauftragten, wenn mehr als neun Personen des Vereins ständig mit automatisierten Daten umgehen“, so der Datenschutzbeauftragte des Landessportbundes, Michael Silz.

Und diese Zahl ist schon bei mittelgroßen Sportvereinen schnell erreicht. „Besonders dann, wenn es sich um einen Mehrspartenverein handelt, dessen Abteilungen Daten zum Beispiel für die Durchführung von Abteilungsversammlungen erhalten“, unterstreicht Silz. Auch Übungsleiterinnen und Übungsleiter zählen zu diesem Personenkreis, wenn sie beispielsweise Teilnehmerlisten nutzen, auch wenn sie diese nicht selbst erfassen oder (weiter)verarbeiten.

Um Vereinsvorstände, sowie die Mitarbeiter in Sportkreisen und Sportverbänden für das heikle Thema „Datenschutz“ zu sensibilisieren, verschickt der lsb h nicht nur regelmäßige Informationen per Newsletter oder informiert über sein Verbandsorgan „Sport in Hessen“, sondern bietet in Zusammenarbeit mit dem Bildungswerk auch entsprechende Schulungen an. Diese schließen mit der Zertifizierung zum Datenschutzbeauftragten im Verein ab.

Die nächste Ausbildung findet am 19. Juni in Hanau statt. Dabei werden anhand von aktuellen Fallbeispielen Fragen zur Haftung von Vereinsvorständen bei Datenmissbrauch ebenso behandelt wie die Anforderungen, die an einen Datenschutzbeauftragten gestellt werden. Hierzu vermittelt das Seminar das notwendige rechtliche Wissen. Weitere Ausbildungen sind in diesem Jahr noch in Frankfurt (23. Oktober) und in Grünberg (06. November) geplant.

Anmelden können sich Interessierte sowohl im Internet www.bildungsportal-sport.de (Button „Vereinsmanagement“) wie auch direkt beim Bildungswerk des Landessportbundes Hessen, 60528 Frankfurt, Otto-Fleck-Schneise 4, Telefon 069/6789-220, E-Mail: info@sport-erlebnisse.de.

 


21.04.2010