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Weite Würfe aus Hessen bei
den Halleschen Werfertagen


Rang 1 und 3 in Halle: Betty Heidler und Kathrin Klaas. (Foto: Iris Hensel)

Bei den Halleschen Werfertagen haben die hessischen Athleten trotz schwieriger Wetterbedingungen erstklassige Leistungen erzielt. Allen voran der WM-Fünfte Sergej Litvinov von der LG Eintracht Frankfurt mit persönlicher Bestleistung im Hammerwerfen von 78,47 Meter. Damit beendete der Sportsoldat den Wettkampf als Zweiter hinter seinem deutschen Konkurrenten Markus Esser von Bayer Leverkusen (78,87). Einen Erfolg über Weltmeisterin Anita Wlodarczyk feierte die WM-Zweite Betty Heidler von der LG Eintracht Frankfurt. Mit 75,24 Meter lag sie deutlich vor der Polin (74,00). Die EM-Norm (69,50) abgehakt hat auch die WM-Vierte Kathrin Klaas (LG Eintracht Frankfurt) mit 72,52 Meter. „In Halle wurden durchweg vernünftige Ergebnisse hingelegt“, sagt Bundes- und Heimtrainer Michael Deyhle. Was nur mit Einschränkungen auf Andrea Bunjes zutrifft - die 70-Meter-Werferin kam als Zehnte lediglich auf 64,83 Meter. „Andrea fehlen nach ihrer Knieoperation fast drei Monate Training. Sie ist noch nicht soweit.“

In Bestform mit persönlichem Rekord präsentierte sich in Halle aber die Juniorin Mareike Nannen (LG Eintracht Frankfurt) mit ihren ersten Hammerwürfen über 60 Meter (60,02 und 60,06). Weit ging es zudem im Kugelstoßen der Frauen für Meike Naumann (TSV Frankenberg) mit persönlichem Rekord (16,14 Meter/6.).Gleichfalls Rang sechs erreichte Mario Labisch (LG Eintracht Frankfurt) im Kugelstoßen der Junioren mit 16,72 Meter. Der A-Jugendliche Maximilian Becker (LG Eintracht Frankfurt) verbesserte seinen „Hausrekord“ als Hammerwurf-Zweitplatzierter auf 66,09 Meter.


Maxilimian Becker, LG Eintracht Frankfurt. (Foto: Iris Hensel)


Ganz im Zeichen der Hammerwerfer/innen stehen auch die nächsten Tage. Beim Meeting in Daegu (Südkorea), der WM-Stadt von 2011, steigen am Mittwoch Betty Heidler, Kathrin Klaas und Andrea Bunjes in den Ring. Erst am vergangenen Dienstag war die Gruppe um Deyhle aus dem Trainingslager in San Diego (USA) zurückgekehrt, dann kam Halle, nun kommt Daegu - und bereits am Pfingstsonntag geht die Wettkampfreise weiter ins hessische Hammerwurf-Mekka nach Fränkisch-Crumbach im Odenwald. Aufgrund der Reisestrapazen werde dieser Wettkampf „ein Lotteriespiel“ für Heidler & Co., sagt Deyhle. Und auch von Litvinow dürfe man trotz der jüngsten Steigerung keine Wunderdinge erwarten. „Ziel in dieser Saison sind stabile Leistungen zwischen 78 und 89 Meter. Und wenn weitere Würfe herausrutschen, umso besser.“ Derzeit hätten die Serien von Litvinov noch zu viel „Ausschuss“.

Uwe Martin

 


17.05.2010