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Hessische U20-WM-Starter zurück in Deutschland


Wieder deutschen Boden unter den Füßen: die U20-WM-Teilnehmer des HLV nach der Landung in Frankfurt (Foto: Michael Siegel)

Frankfurt – Moncton – Frankfurt. Für die sieben hessischen Athleten, die bei den U20-Weltmeisterschaften in Kanada gestartet sind, ist die große Reise beendet. Die Nachwuchstalente haben wieder deutschen Boden unter den Füßen, und allen voran Sara Gambetta und Gesa Felicitas Krause hatten besonderen Grund zum Strahlen. Die eine, weil sie mit einer Silbermedaille im Siebenkampf nach Hause kam, und die andere, weil sie den Deutschen Jugendrekord über 3000 Meter Hindernis pulverisierte.

Sara Gambetta von der TSG Schlitz war als aktuelle Zweite der U20-Weltjahresbestenliste nach Moncton gereist, mit dem klaren Ziel, eine Medaille holen zu wollen.




Jubel über die Silbermedaille bei Sara Gambetta (Foto: Iris Hensel)

Nach dem ersten starken Wettkampftag, der teilweise in strömendem Regen stattfand, lag Sara schon aussichtsreich mit 3471 Zählern auf dem Silberrang. Die Medaille im Hinterkopf, gab die 17-Jährige am zweiten Tag weiter Gas, blieb fast überall nur hauchdünn über ihren Bestleistungen, wie zum Beispiel mit 6,32 Meter im Weitsprung (PB: 6,41m). Dass sie am Ende mit der Silbermedaille um den Hals auf dem Siegerpodest stehen konnte, war für Sara Gambetta die Krönung einer perfekten Saison. Gold ging an die überragende Niederländerin Dafne Schippers.




Vor dem Medaillengewinn von Sara hatte bereits Gesa Felicitas Krause (LG Eintracht Frankfurt) für einen wahren Paukenschlag gesorgt. Im Finale über 3000 Meter Hindernis pulverisierte Gesa nicht nur ihre eigene persönliche Bestleistung (stand bei 10:06,89 Minuten), sondern gleich auch noch den Deutschen Jugendrekord. Sechs Jahre lang hatte die alte Bestmarke Bestand. Unter zehn Minuten wollte Gesa Felicitas Krause im Finale gerne bleiben - am Ende sind es sensationelle 9:47,78 Minuten geworden. "Ich wollte unter zehn Minuten laufen. Aber mit so einer Zeit habe ich nun wirklich nicht gerechnet. Es lief einfach absolut super", sagte die strahlende Vierte nach dem Lauf. Als erste Anerkennung gab es bei der Ankunft am Frankfurter Flughafen dann auch Blumen von Trainer Wolfgang Heinig.




Konnte ihr Glück kaum fassen: Gesa Krause (Foto: Iris Hensel)

Die beiden deutschen 4x400m Staffeln liefen ebenfalls mit HLV-Besetzung. Bei den Jungs kamen Niklas Müller und Philipp Kleemann (beide SG Johannesberg) zum Einsatz. Als Vorlauf-Sieger qualifizierte sich das DLV-Quartett für das Finale. Dort rannte dann Philipp Kleemann mit drei Kollegen auf Rang sechs (3:09,08min). Eine kleine Enttäuschung blieb am Ende, hatte das Team doch ein bisschen auf die Bronzemedaille geschielt. Die Medaillen gingen an die USA, Nigeria und Großbritannien. Nicht ganz zufrieden waren auch die Mädels der 4x400m Staffel. „Wir sind schon etwas enttäuscht wegen der Zeit“, sagte Lena Menzel (LG Reinhardswald), „Der Platz war so eigentlich zu erwarten.“ Und Staffelpartnerin Julia Schaefers vom LAV Kassel pflichtete Lena bei: „Die Zeit von den Russinnen, die Sechste wurden, hätten wir schon schaffen können.“ Gold ging an die USA, das deutsche Quartett wurde mit 3:40,29 Minuten Siebte.




Julia Schaefers hatte es zuvor bereits ins Halbfinale im Einzel über 400 Meter geschafft, genauso wie Kollege Philipp Kleemann. Für beide ein toller Erfolg, auch wenn es mit dem Finale diesmal noch nicht klappen wollte. Eine herbe Enttäuschung musste Yannick Roggatz verkraften. Der Weitspringer des TV Heppenheim schoss sich mit drei ungültigen Versuchen in der Qualifikation selbst aus dem Kampf um die Medaillen. Im vergangenen Jahr hatte Roggatz noch WM-Bronze in der U18 gewonnen.




Julia Nestle

 


29.07.2010