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EM-Bronze für Ariane Friedrich

Ariane Friedrich hat bei den Europameisterschaften in Barcelona die erhoffte Medaille geholt. Wie schon bei der WM in Berlin 2009 gewann die Hochspringerin Bronze. Ariane Friedrich hielt dem großen Druck der letzten Wochen stand - und zeigte einen bärenstarken Wettkampf. Bis zu 1,99m meisterte die 26-Jährige jede Höhe locker und leicht im ersten Versuch. Erst bei 2,01m musste Friedrich kurz zittern, schaffte die Höhe erst im dritten Versuch. Bei 2,03m war dann Endstation, was Ariane Friedrich enttäuschte, denn "ich weiß, dass ich diese Höhe drauf gehabt hätte", sagte sie. Doch auf der Ehrenrunde mit Deutschland-Fahne und der Siegerehrung konnte sie schon wieder strahlen. Gold ging an Weltmeisterin Blanka Vlasic, Silber an die Schwedin Emma Green. Ariane Friedrich am Ende also mit der erhofften EM-Medaille, auch wenn sie für diesen starken Wettkampf in Barcelona mehr als Bronze verdient gehabt hätte.

Toll geschlagen hat sich Siebenkämpferin Claudia Rath bei ihrer internationalen Meisterschaftspremiere. Mit insgesamt 6197 Punkten wurde sie Elfte. Ihr Ziel, unter den Top-12 Europas zu landen, hat sich also erfüllt. Und dank Bronze für Teamkollegin Jennifer Oeser konnte Claudia dann direkt mitfeiern, zumal die Athletin der LG Eintracht Frankfurt ja auch ihre Bestleistung von 6036 auf 6197 Punkte steigern konnte. Claudia Rath konnte damit ihre Nominierung zur EM mehr als rechtfertigen und bestand ihre "Feuertaufe".

Bei allem Jubel zum Abschluss der EM gab es aus deutscher Sicht auch Pechvögel am letzten Wettkampftag: die deutsche 4x400m Staffel der Männer. Kamghe Gaba von der LG Eintracht Frankfurt schickte das deutsche Quartett als Startläufer auf den Weg und machte wie schon im Vorlauf ein richtig gutes Rennen. Seine Kollegen taten das gleiche und kämpften auf der Zielgeraden noch mit aller Macht um Bronze. Das wurde am Ende leider nicht belohnt, das DLV-Quartett wurde in 3:02,65 Minuten um winzige fünf Hundertstel geschlagen, musste sich mit dem äußerst undankbaren vierten Platz zufrieden geben. Gold ging an Russland vor Großbritannien und Belgien.

(jn)

 


02.08.2010