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Katharina Heinig und Simret
Restle triumphieren in Köln


Katharina Heinig, hier beim Berliner Halbmarathon, feierte in Köln ein erfolgreiches Marathondebüt
Foto: Iris Hensel

Viel passiert derzeit ja nicht mehr in der Leichtathletiksaison 2010, das Jahr ist gelaufen. Mehr oder weniger. Doch längst nicht für alle, wie sich am Sonntag beim Köln-Marathon zeigte. Und aus hessischer Sicht war die Veranstaltung in der Karnevals-Hochburg am Rhein ein beachtlicher Erfolg. Denn mit Katharina Heinig (LG Eintracht Frankfurt) feierte eine Debütantin ihren ersten Marathonerfolg (2:46:05 Stunden), zudem lief Simret Restle (Grün-Weiß Kassel) als Halbmarathonsiegerin persönliche Bestleistung (1:12:56 Stunden). Für eine weitere Top-Platzierung des Hessischen Leichtathletik-Verbands sorgte Ulrich Steidl (SSC Hanau-Rodenbach) mit Platz zwei in der Männerwertung. Der 39-jährige lief hinter dem Kenianer Bowel Francis Kipkoech (2:14:15) nach 2:27:31 Stunden durchs Ziel.

Katharina Heinig, die deutsche Halbmarathon-Juniorenmeisterin, wurde gegen Ende des Rennens etwas ausgebremst. „Mir war es nicht zu warm, nur der Wind war sehr heftig“, sagte die 21-Jährige dem Internet-Fachportal leichtathletik.de. Zur Hälfte hatte sich die Hessin noch auf dem Weg zu einer Zeit unter 2:45 Stunden befunden. Einer der ersten Facebook-Gratulanten war der ehemalige 10.000-Meter-Europameister Jan Fitschen, der den Kölner Halbmarathon als Dritter nach 65:19 Minuten beendet hatte. „Super Einstieg. Klasse und Glückwunsch.“ Und Katharina Heinig war zufrieden: „Ich bin total glücklich. Mit dem Sieg hätte ich nie gerechnet. Das war ein perfektes Rennen für den ersten Marathon.“


„Total glücklich“ war auch Simret Restle. Doch das Rennen sei „schon sehr hart“ gewesen. Die deutsche Straßenlaufmeisterin hatte zwischenzeitlich mit Krämpfen in der Beinmuskulatur zu kämpfen, setzte sich letztlich aber deutlich vor der 18-jährigen Kenianerin Mary Xwaymay Naali (1:14:28) durch. Weniger prächtig lief der Köln-Marathon für Ulrich Steidl, der seit vielen Jahren in Seattle (USA) lebt. „Ich bin für die Umstände zu schnell angegangen und war schon nach 20 Kilometern platt“, sagte er. Eine Erkältung hatte die Vorbereitung des Hessen nachhaltig gestört, die zunächst avisierte Zielzeit von 2:18 Stunden erwies sich recht schnell als nicht realisierbar.


Uwe Martin

 


04.10.2010