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HLV-Kadereröffnung läutet neue Saison ein


Interessante Podiumsdiskussion: Daniel Jeske, Martin Günther, Arnulf Rücker und Jan-Felix Knobel (Foto: Benjamin Heller)

Am vergangenen Wochenende lud der Hessische Leichtathletik-Verband zu seiner traditionellen Kadereröffnung nach Frankfurt ein. Zum zweiten Mal in Folge fand die Veranstaltung in der Leichtathletik-Halle in Kalbach statt. Mehr als 120 Athletinnen und Athleten folgten der Einladung des HLV, und kamen mit ihren Eltern und Heimtrainer/innen in die Halle.
Nach der offiziellen Eröffnung durch HLV-Präsidentin Anja Wolf-Blanke, die die alten und neuen Kadermitglieder begrüßte und allen viel Erfolg für das kommende Jahr wünschte, ergriff Sportwart Michael Siegel das Wort. Er motivierte die Neuberufenen für die bevorstehende Saison. Grundsätzliche Aussagen zu den Kernpunkten der HLV-Leistungssportförderung beinhalteten durchaus auch kritische Aspekte, wie zum Beispiel die Einhaltung der Athletenvereinbarung oder die Zusammenhänge zwischen Trainingsqualität und Verletzungen. Hier bedarf es eines ständigen und ehrlichen Austausches von all denjenigen, die am Entwicklungsprozess beteiligt sind. Denn das Fernziel sei, möglichst vielen hessischen Athleten bei zukünftigen, internationalen Höhepunkten zur individuellen Höchstleistung zu verhelfen.

Im Anschluss stellte Michael Siegel die einzelnen Landeskader vor – mitsamt den Kadertrainern. Dabei konnten zwei neue Kadertrainer präsentiert werden: Philipp Schlesinger hat das Amt des Landestrainers Mehrkampf von Jörg Graf übernommen, und Daniel Limburger folgt Dominic Ullrich als Landestrainer Kurz- und Langsprint männlich.

Insgesamt wurden in diesem Jahr knapp 110 zwischen 15 und 22 Jahren für die disziplinspezifischen HLV-Kader nominiert. Dazu kommen noch mal knapp 45 Athleten, die das nächste halbe Jahr gesichtet, also „getestet“, werden und dann – wenn die Leistungen weiter stimmen – im März 2011 in den Kader berufen werden.


Die Kadertrainer des HLV (Foto: Benjamin Heller)

Um nicht zuletzt diesen Athleten eine Perspektive für eine lange Leichtathletikkarriere aufzuzeigen, die nicht zwangsläufig wegen des zeitlich immer ausgedehnteren Schulalltags oder spätestens nach dem Erwerb des Abiturs beendet werden muss, führte im Anschluss Arnulf Rücker, Laufbahnberater am Olympiastützpunkt Hessen, eine Podiumsdiskussion zum Thema „Duale Karriere“. Mit Gesa Krause (Eliteschule des Sports Carl-von-Weinberg-Schule Frankfurt; Deutsche Rekordhalterin und Vierte der U20-WM im Hindernislauf), Daniel Jeske (Sportinternat Bad Sooden-Allendorf; Deutscher Stabhochsprung-Vizemeister und Hessenrekordler), Jan-Felix Knobel (Hochschule RheinMain; Juniorenweltmeister im Zehnkampf 2008) und Martin Günther (Polizeisportfördergruppe Wiesbaden/Verwaltungsfachhochschule Wiesbaden, Achter der Hallen-WM im Hochsprung mit 2,30m) schilderten vier der erfolgreichsten HLV-Kaderathleten eindrucksvoll, wie gut sie Training und Wettkämpfe jeweils mit Schule, Ausbildung bzw. Beruf abstimmen und vereinbaren können. Viele, häufig unbekannte Hilfestellungen wurden detailliert erläutert, sodass einige Nachwuchsathleten nun deutlich mehr über die Wichtigkeit der Karriereplanung bescheid wissen.

Zum Abschluss stellten die jeweiligen Kadertrainer ihren Athleten und deren Vereinstrainern ihre Überlegungen zur Trainings- und Wettkampfplanung für eine erfolgreiche Saison 2010/2011 vor, für die die HLV-Kadereröffnung ein gelungener Auftakt war.

Julia Nestle

 


05.10.2010