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Marathon-Hessenmeisterin Silke Optekamp beste Deutsche in Frankfurt


Silke Optekamp (Foto: Thomas Zöller)

Mit zwei Siegen für den PSV Grün-Weiß Kassel endeten die Marathon-Hessenmeisterschaften, die im Rahmen des Commerzbank Frankfurt Marathon stattfanden. Bei den Männern setzte sich in neuer persönlicher Rekordzeit von 2:27:32 Stunden Marco Schwab durch, bei den Frauen stoppte Silke Optekamp nach 2:39:56 Stunden als neue Hessenmeisterin in der Frankfurter Festhalle. Titelverteidiger Hakim Ouahioune (Blau-Gelb Marburg) kam als Vierter in 2:32:53 Stunden ein. Ebenfalls entthront wurde Vera Martens bei den Frauen, sie kam dieses Mal auf Rang fünf (3:02:38). Beide Siegerzeiten waren besser als im vergangenen Jahr und nicht zuletzt schob sich die 32-jährige Silke Optekamp zum Abschluss der Marathonsaison in der DLV-Jahresbestenliste noch auf den hervorragenden vierten Rang vor.

Mitte Mai hatte sich die Läuferin aus Mönchengladbach beim Kassel-Marathon auf 2:45:09 Stunden verbessert - in Frankfurt setzte sie bei besten Bedingungen (Sonne, etwa 14 Grad Celsius, beinahe Windstille) noch einen drauf. Sehr zur Freude ihrer Trainer Winfried Aufenanger und Jürgen Austin-Kerl. Und während die Frankfurt-Bilanz der besten deutschen Männer - Falk Cierpinski erreichte von Seitenstichen geplagt nur 2:20:43 Stunden, Tobias Sauter (gleichfalls SG Spergau) stieg nach 20 Kilometern vorzeitig aus - ein rechtes Desaster war, konnten sich die Leistungen der Hessen durchweg sehen lassen. Denn hinter Schwab, der nach 38 Kilometern ungefährdet dem Titel entgegengelaufen war, erreichte Marcel Groß (LG Wettenberg) mit 2:28:52 Stunden auch eine persönliche Bestzeit. Stabil war zudem das Niveau auf den Plätzen drei bis sechs mit Jörn Harland (Kassel/2:32:19), Ouahioune, Stefan Eichheimer (LG VfL/SSG Bensheim, 2:34:37) sowie Marco Diehl von der LG Ovag Fiedberg-Fauerbach in 2:35:51 Stunden.


vlnr: Anja Wolf-Blanke, Teresa Ebert, Marcel Groß, Silke Optekamp, Marco Schwab, Ulrike Wagner, Jörn Harland und Hessentags-Paar Oberursel (Foto: Jochen Miersch)


Während sich bei den Männern ein spannendes Titelrennen mit einigen Führungswechseln ergab, lief Silke Optekamp von Beginn an einsam ihrer Meisterschaft entgegen. Ihre Splitzeiten waren beinahe identisch, 1:19:50 Stunden bei der Halbmarathonmarke folgte eine siebzehn Sekunden langsamere zweite Hälfte. Ihre Bestzeit verbesserte auch die Zweitplatzierte Teresa Ebert (2:53:39), Ulrike Wagner (beide Spiridon Frankfurt) blieb als Dritte in 2:58:51 Stunden ebenso unter der Drei-Stunden-Marke wie Franziska Schömbs (LG Eintracht Frankfurt/2:59:42) als Vierte. Es klingt ein wenig platt, aber Silke Optekamp machte sich an ihrem Geburtstag selbst das schönste Geschenk. Dementsprechend groß war die Freude bei der Zahnmedizin-Assistentin. Zudem erreichte die Rheinländerin in der Frauen-Gesamtwertung in einem Weltklassefeld einen ausgezeichneten zwölften Platz.


Marco Schwab (Foto: Thomas Zöller)


Die Hessenmeisterschaften in Frankfurt waren für alle aktiv Beteiligten ein Erfolg, von der großartigen Stimmung in der Festhalle ganz zu schweigen. Zu wünschen bleibt, dass auch heimische Läuferinnen wie etwa Katharina Heinig von der LG Eintracht Frankfurt diese Bühne vor eigenem Publikum im nächsten Jahr nutzen werden. Gemeldet waren in diesem Jahr 316 Läuferinnen und Läufer mit einem hessischen Trikot, das Ziel ereichten 207 Männer und 65 Frauen.

Die Siegerehrung wurde traditionsgemäß von HLV-Präsidentin Anja Wolf-Blanke vorgenommen. Ihr zur Seite stand das Hessentags-Paar aus Oberursel. Helmut Hof, mit 91 Jahren der letzte lebende Teilnehmer des ersten Frankfurter Nachkriegs-Marathons 1948, hatte leider absagen müssen. Der ansonsten rüstige Senior war bereits am Tag zuvor bei der Pasta Party zugegen - eine nochmalige Anreise nach Frankfurt wollte sich Hof nicht zumuten.

Weitere Informationen zu den hessischen Meisterschaften finden Sie hier: laufreport.de


Uwe Martin

 


03.11.2010