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Ein Leben für die Leichtathletik:
Ehepaar Scheunemann ausgezeichnet


Von links: Wolfgang Scheunemann, Margret Lehnert, Karin Scheunemann, HLV-Präsidentin Anja Wolf-Blanke, Franz-Josef Kemper Foto: Rainer Schmidt

Bei der HLV-Gala in Kassel war ein Ehepaar besonders überrascht: Karin und Wolfgang Scheunemann vom LSC Bau Nauheim wurden nämlich für ihr jahrzehntelanges Engagement, für ihr Lebenswerk geehrt. Die Laudatio hielt HLV-Ehren-Vizepräsidentin Margret Lehnert, und dabei gab es natürlich einiges zu berichten. Denn Karin Scheunemann ist seit fast 50 Jahren im LSC Bad Nauheim aktiv, zunächst als Athletin mit Erfolgen auf Kreis- und Bezirksebene, später auch im Seniorenbereich. Schon während des Studiums galt ihre Aufmerksamkeit der Ausbildung von Kindern und Jugendlichen, sei es in der Schule oder im Verein. Dabei war Karin Scheunemann mit „ihren“ Kindern 20 Mal im hessischen Endkampf „Jugend trainiert für Olympia“ vertreten. Im LSC wurde sie Frauenwartin (1973), sechs Jahre später Sportwartin, in dieser Funktion ist sie weiterhin tätig.

Zwischenzeitlich kam sogar der Posten als Vereinsvorsitzende hinzu, das stimmungsvolle 50-Jahre-Jubiläum des Klubs ist Karin Scheunemann und ihrem Team zuzuschreiben. Nur eines war sie nie: eine Alibi-Frau. In all den Jahrzehnten ist einiges zusammengekommen: die Ausbildung zur Kampfrichterin (1967), Einsätze bei Meisterschaften im Kreis, im HLV, DLV und im Europapokal; auch als Schiedsrichterin und Starterin. Karin Scheunemann leitete zudem Fortbildungslehrgänge für Übungsleiter, Kampfrichter und Lehrer. 1989 wurde sie HLV-Schülerwartin. Im DLJA war sie seinerzeit gemeinsam mit Margret Lehnert das einzige „Frauen-Doppel“. An der Ausarbeitung des neuen Wettkampfprogramms waren beide maßgeblich beteiligt.


Ehemann Wolfgang Scheunemann begann zwei Jahre früher mit der Leichtathletik. Er sei in den Verein „eingetreten“ worden, sagt er gerne. Als Aktiver war er nicht ganz so erfolgreich, Wolfgang Scheunemann widmete sich damals aber intensiv dem Französisch- und Lateinstudium. Eher zufällig wurde er dann Trainer, förderte im Laufe seiner Karriere Wurf-Talente bis in die deutsche Spitze. Übungsleiter, Sportwart, Kampfrichter- und Pressewart, zweiter Vorsitzender - auch Wolfgang Scheunemann war vielfältig und umfangreich tätig im LSC Bad Nauheim.


Und er brachte das Kunststück fertig, 1980 mit der Augustiner-Schule den Bundesentscheid „Jugend trainiert für Olympia“ zu gewinnen. Zudem ist er viele Jahre als HLV-Kadertrainer Wurf tätig gewesen. Mehr als zehn Jahre kämpfte das Ehepaar zudem für eine Kunststoffanlage im Bad Nauheimer Waldstadion. 1990 war es dann soweit - zur Einweihung veranstaltete der Verein einen Stunden-Zehnkampf. Karin und Wolfgang Scheunemann, das war und ist ein Leben für die Leichtathletik, wie Franz-Josef Kemper, Vorsitzender des Leichtathletik-Fördervereins Hessen (LFH), in Kassel betonte.


Uwe Martin

 


25.11.2010