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Hessische, Tag 2: Günther springt 2,19 Meter
Doppelsieg für A-Jugendliche Gesa Krause


Martin Günther startete mit 2,19 Meter in die neue Saison (Foto: Iris Hensel)

Die mit Spannung erwarteten Hochsprung-Wettkämpfe hielten annähernd das, was sich die Experten versprochen hatten. Bei den Männern gewann der deutsche Hallenmeister Martin Günther (LG Eintracht Frankfurt) mit 2,19 Meter, anschließend scheiterte der Hallen-WM-Achte nur recht knapp an der nationalen Jahresbestleistung von 2,23 Meter. „Bei 2,19 Meter war noch ein bisschen Platz“, sagte Günther. „Und meine Trainingsphase ist noch nicht ganz so weit weg.“ Die Form scheint zu stimmen bei dem 24-Jährigen Frankfurter, der mittlerweile von Philipp Schlesinger trainiert wird. Im vergangenen Winter hatte Günther die Hallensaison bei den Hessenmeisterschaften mit 2,22 Meter begonnen, war bei den Deutschen sensationell über 2,30 Meter gefloppt und hatte sich damit für die Hallen-WM qualifiziert. Zur Trainingsgruppe Schlesinger gehört auch Steffen Klink vom TSV Kirberg. Das Mehrkampftalent steigerte sich als Hochsprung-Dritter von 1,94 auf 2,05 Meter.

In Anwesenheit der verletzten deutschen Rekordhalterin Ariane Friedrich gewann im Sportzentrum Frankfurt-Kalbach die 23-jährige Neu-Frankfurterin Julia Wanner den Frauen-Hochsprung mit 1,84 Meter vor der starken Nachwuchs-Mehrkämpferin Christina Kiffe (ASC Darmstadt/1,81) und der enttäuschten Bianca Schmid (Sportclub Gelnhausen/1,78), die anschließend die Siegerehrung schwänzte. Friedrich/Wanner sind mittlerweile WG-Partnerinnen in einem etwa 16 Quadratmeter großen Zimmer des Sportinternats Frankfurt. „Die schwierige Situation für Ariane wird durch die Anwesenheit von Julia sehr erleichtert“, sagt der gemeinsame Trainer Günter Eisinger. Die WM- und EM-Dritte hat nach dem am 22. Dezember erlittenen Achillessehnenriss im Olympiastützpunkt Frankfurt/Rhein-Main mit ihrem Reha-Programm begonnen - Julia Wanner könnte zwischenzeitlich ihre Nachfolgerin als deutsche Nummer 1 werden. Die ersten Wettkampfsprünge seit März 2010 der ehemaligen Athletin vom LAC Berlin sahen jedenfalls sehr stabil aus und waren für eine Höhe mehr gut.

Nach ihrem Sieg über 3.000 Meter in 9:33,73 Minuten holte sich die A-Jugendliche Gesa Krause (LG Eintracht Frankfurt) 24 Stunden später am Sonntag auch den Titel über 800 Meter (2:10,61 Minuten). Zeitgleich in einem äußerst spannenden Rennen lief ihre Vereinskollegin Lisa Hübner über die Ziellinie. Den Sieg über 60 Meter Hürden der Männer sicherte sich der Afrikameister Lazib Othman Hadj vom TV Heppenheim in 8,06 Sekunden. Eine Nachtruhe nach ihrem Patzer im Stabhochsprung - drei ungültigen Versuchen über 4,20 Meter - holte sich die zweimalige deutsche Hallenmeisterin Julia Hütter doch noch einen Meisterwimpel. Dabei war die 4x200-Meter-Staffel der LG Eintracht Frankfurt in der Besetzung Xenia Atschkinadze, Nicola Herrlitz, Carina Haase und Julia Hütter in 1:41,35 Minuten eine Klasse für sich.

Eine ganz enge Entscheidung hingegen gab es im Männerrennen. Letztlich lag die LG Ovag Friedberg-Fauerbach (Christian Klein, Daniel Rabstein, Julius Schmidt, Bernd Lachmann) in 1:31,28 Minuten ganz knapp vor der SG Johannesberg (Julian Hartung, Niklas Müller, Maximilian Zapp, Philipp Kleemann/1:31,36) und der Startgemeinschaft Darmstadt/Allendorf (Daniel Otterbein, Tim Nürnberger, Mitja Balzer, Florian Daum/1:31,45).

Uwe Martin

 


17.01.2011