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Heiner Henze 70 Jahre alt


Heiner Henze (Foto: Iris Hensel)

Als einen „getreuen Ekkehard des Sports“ beschrieb ihn die F.A.Z. vor zehn Jahren, als der damalige NOK-Generalsekretär Heiner Henze seinen 60. Geburtstag feierte, da er zu den seltener werdenden Zeitgenossen gehöre, „die ohne viel Aufhebens dienen und lästige Kärrnerarbeit auf sich nehmen.“ Diese Charakterisierung traf auch für die dann folgenden Lebensjahre Henzes zu, bis sich der gebürtige Breslauer im Oktober 2009 von seinen sportlichen Haupt- und Ehrenämtern verabschiedete und in den Ruhestand zurückzog. Am vergangenen Samstag feierte der in Egelsbach wohnende Henze seinen 70. Geburtstag. Der Leichtathlet und Handballspieler sowie Trainer beim FSV Frankfurt und ASC Darmstadt engagierte sich bereits während seiner Frankfurter Studienzeit (Sport, Mathematik, Politik) als Vorstandsmitglied im Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband und später (1981 bis 1993) als Technischer Delegierter Leichtathletik im Internationalen Studentensportverband FISU. Nach dem Staatsexamen wirkte er zunächst einige Jahre als Assistent am Institut für Leibeserziehung der TU Darmstadt und anschließend von 1970 bis 1972 als stellvertretender NOK-Generalsekretär, bevor er 1973 zum Generalsekretär des Deutschen Leichtathletik-Verbandes berufen wurde.

In dieser Funktion stellte Heiner Henze immer wieder seine besonderen Stärken in der Organisation Gestaltung und Zuverlässigkeit unter Beweis, insbesondere bei der großartigen Europameisterschaft 1986 in Stuttgart. Über alle Jahre blieb die Verbindung zum NOK bestehen, das Heiner Henze 1989 zum Geschäftsführer und dann 1994 als Nachfolger des zum ehrenamtlichen Präsidenten gewählten Walther Tröger zum NOK-Generalsekretär berief. Bereits seit 1972 hatte Henze bis 2002 bei den Olympischen Spielen das deutsche Mannschaftsbüro geleitet. Von seinen Ehrenämtern ist vor allem die Mitgliedschaft im Council des Europäischen Leichtathletik-Verbandes EAA (1988 bis 1991) und die ehrenamtlichen Funktionen als EAA-Generalsekretär (1991 bis 1995), als Schatzmeister des DLV (2005 bis 2009) sowie die Mitgliedschaft in der Marketing-Kommission der IAAF. Bereits im Ruhestand befindlich wurde er 2005 Gründungs-Geschäftsführer des Organisationskomitees für die Leichtathletik-WM 2009 in Berlin und sprang auch 2008 nochmals als OK-Chef des Internationalen Deutschen Turnfestes 2009 in Frankfurt als Nothelfer ein, als der Amtsinhaber kurzfristig die Stelle wechselte.

Für seine Leistungen bei der Entwicklung des deutschen Sports wurde Heiner Henze u. a. mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande (1988) und erster Klasse (1997), mit der DLV-Ehrennadel in Gold (1985) und dem DLV-Ehrenring (2009) ausgezeichnet. Er ist Träger des Carl-Diem-Schildes, der Pierre de Coubertin-Medaille sowie des Hanns-Braun-Gedächtnispreises des DLV.
Im Ruhestand steht für „Opa“ Henze nun die Enkeltochter im Mittelpunkt, Entspannung bietet die umfangreiche Münzensammlung mit Sportmotiven, und aktive Erholung findet der Egelsbacher seit Jahrzehnten mit seiner Familie beim alpinen Skilauf im Engadin. Aber ganz ist auch das sportliche Engagement noch nicht vorbei: als Vorsitzender des Wirtschaftsbeirates der SG Egelsbach setzt sich Heiner Henze besonders für den Bau eines Sportzentrums in seiner Gemeinde ein.

Quelle: DOSB / Friedrich Mevert

 


28.03.2011