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Hinweise zur Veröffentlichung von Fotos und Bildern

Die meisten Vereine verfügen über eine eigene Internetpräsenz, und die Homepage bietet sich natürlich an, auch Bilder und Fotos zu veröffentlichen. Dabei sollte man wissen, dass jede Person vor der Veröffentlichung seines Fotos zum Schutz seiner Privatsphäre eine Genehmigung erteilen muss.

Es gibt allerdings Ausnahmen, die keiner Zustimmung bedürfen und gesetzlich verankert sind. So geht man beispielsweise bei einem Mannschaftsfoto von einer stillschweigenden Zustimmung aus, denn alle kennen den Zweck des Fotos. Wer eine derartige Veröffentlichung nicht möchte, hätte sich für das Foto nicht zur Verfügung stellen sollen.

Die Ausnahmen sind im §23 des KunstUrhG (Kunsturhebergesetz) geregelt, hierbei bedarf es keiner Genehmigung:

1. Wenn Personen nur nebenbei auf Bilder erscheinen (z.B. Landschaftsaufnahmen oder Versammlungen)

2. Berichterstattungen von Veranstaltungen (z.B. Sportfesten), wenn sich diese nicht gezielt auf eine Person bezieht

3. Personen des öffentlichen Lebens (z.B. Prominente oder Politiker)

4. Sportler und Akteure, die in der Berichterstattung erwähnt werden, diese gehören zur Veranstaltung und haben auch keinen Bildschutz

Bei Minderjährigen ist grundsätzlich die Zustimmung der gesetzlichen Vertreter (Eltern) einzuholen. Auch bei Werbebildern oder ähnlichem muss vor der Veröffentlichung eine Genehmigung der Rechteinhaber eingeholt werden.

Fehlverhalten wird meist mit einer Geldstrafe geahndet, in besonderen Fällen können Freiheitsstrafen ausgesprochen werden. Zur Absicherung wird den Vereinen eine Genehmigungsklausel in den Aufnahmeanträgen empfohlen. Dieser Hinweis muss allerdings jederzeit widerrufen werden können.

Quelle: lsb h-Vereinsmanagement/Vereinsförderung und -beratung

 


07.04.2011