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Harting und Müller gewinnen in Wiesbaden


Sabine Rumpf (Foto: Iris Hensel)

Auch der 16. Werfercup in Wiesbaden ist seinem Ruf als Weltklasse-Veranstaltung gerecht geworden. Im Helmut-Schön-Sportpark stellte der Berliner Robert Harting mit 66,92 Meter ein neue deutsche Jahresbestleistung im Diskuswerfen auf, die Weltjahresbestleistung von Olympiasieger Gerd Kanter aus Estland (67,49 Meter) verfehlte der 26 Jahre alte Weltmeister nur knapp. Auf der Wiesbadener Segelwiese wurden noch bessere Leistungen von Regenschauern und Rückenwind ausgebremst. „Die Weite ist für diese Bedingungen sehr gut. Ich habe heute vor allem mit meinem Rhythmus zu tun gehabt“, sagte Harting dem Internet-Fachportal leichtathletik.de. Die 65-Meter-Norm für die Weltmeisterschaften in Daegu (Südkorea/28. August bis 4. September) überbot beim Werfercup auch Martin Wierig vom SC Madeburg mit 65,15 Meter. Weiter geworfen hat Wierig in diesem Jahr allerdings bereits am 9. April in Schönbeck mit 65,79 Meter.

Einen ersten Richtwert für den Saisonhöhepunkt der Leichtathleten setzte auch die vorjährige Weltjahresbeste Nadine Müller (Hallesche LF). Zwölf Monate zuvor hatte die Fünfundzwanzigjährige in Wiesbaden mit 67,70 Meter für einen Paukenschlag gesorgt, ihr Auftakt in den WM-Sommer fiel mit 62,10 Meter vergleichsweise bescheiden aus. Von ihrem Ziel, einem Wurf jenseits von 64 Metern, war Nadine Müller weit entfernt. Ihr Fazit („Das war bescheiden“) fiel dementsprechend aus. Auch die EM-Siebte und DM-Zweite Sabine Rumpf (LSG Goldener Grund/Selters) kam bei schwierigen Bedingungen nicht richtig in Schwung. Die Hessin wurde Dritte mit 58,53 Meter - noch hinter der 21 Jahre alten Julia Fischer vom SCC Berlin. Die U20-EM-Zweite verbesserte sich auf 59,47 Meter und kann nun ebenso für die U23-EM in Ostrava (Tschechien/14. bis 17. Juli) planen wie Christoph Harting vom SCC Berlin (62,12 Meter) und Gordon Wolf (SC Potsdam/61,22 Meter).

tin

 


15.05.2011