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Kiffe und Klink knacken Norm für U20-EM


Die U20-EM fest im Blick: Steffen Klink (Foto: IRIS)

Erfolgreicher Start in die Mehrkampfsaison für die Hessischen Athleten. Beim Meeting in Büdelsdorf (Schleswig-Holstein) konnten sich Christina Kiffe vom ASC Darmstadt und Steffen Klink (TSV Kirberg) direkt im ersten Anlauf für die U20-Europameisterschaften 2011 qualifizieren. „Die beiden haben klar die Norm überboten. Das war wirklich sehr deutlich“, freute sich der Leitende Landestrainer des HLV, Manfred Kehm. „Christina kann sich jetzt schon voll auf die EM konzentrieren, das ist sicher. Steffen wird die zweite Quali in Bernhausen auf jeden Fall noch mal machen“.
Klink war in Büdelsdorf Zweiter hinter Matthias Brugger. Und: in diesem Jahr fahren drei deutsche Athleten zur EM. Es müsste also schon sehr viel passieren, dass Steffen Klink nicht einer von ihnen ist.

In Büdelsdorf zeigte der Athlet vom TSV Kirberg eine durchweg gute Leistung. Besonders stark: seine zwei Meter im Hochsprung – im Dauerregen. Obwohl Klink „nur“ eine neue Bestleistung aufstellte, erzielte er mit 7.475 Zählern eine sehr starke Punktzahl. „Er ist überall auf einem sehr hohen Niveau. Aber Steffen hat noch Reserven, vor allem in den Würfen“, bilanziert Manfred Kehm. Fest steht: wenn Klink seine Form hält, kann er bei der U20-EM auf jeden Fall um eine Medaille mitkämpfen.

Dasselbe gilt für Christina Kiffe. Die 19-Jährige hat seit ihrem Deutschen Hallenmeistertitel im Januar endgültig den Durchbruch nach oben geschafft. Mit 5.710 Punkten übertraf sie die geforderten 5.400 Zähler mehr als deutlich. Sehr zufrieden konnte Christina Kiffe vor allem mit ihrer Leistung im Hochsprung (1,79 m) und im Speerwurf (46,75 m) sein. Eine sichtbare Entwicklung hat sie zudem in ihren „Wackeldisziplinen“, 200 Meter und 800 Meter, gemacht.

Ein bisschen Pech hatte Carolin Schäfer bei ihrem Siebenkampf-Comeback nach langer Verletzungspause. Mit 5.780 Punkten verfehlte sie die geforderte Norm für die U23-EM um winzige 20 Zähler. Mit 14,12 Sekunden startete die Athletin der LG Eintracht Frankfurt sehr stark in den Wettkampf, dann folgte mit 1,79 Meter eine neue Bestleistung im Hochsprung. Am zweiten Tag ließ Schäfer dann aber einige Punkte liegen. Dennoch: „ Das war ein ganz toller Wettkampf“, sagt Manfred Kehm, „sie ist in Deutschland in der U23 die Nummer eins, das hat sie gezeigt. Caro wird auf jeden Fall in Bernhausen versuchen, die Norm noch zu knacken“.

Carolin Schäfer konnte in Büdelsdorf aber noch einen anderen Erfolg erzielen. Gemeinsam mit Eintracht-Vereinskollege Jan-Felix Knobel belegte sie im sogenannten Team-Cup der deutschen Mehrkämpfer Rang zwei. Hier wurden von beiden Athleten jeweils vier Disziplinen gewertet – und die vier von Jan-Felix Knobel konnten sich dabei wahrlich sehen lassen. Der Junioren-Weltmeister von 2008 überzeugte mit einer neuen Bestleistung von 14,78 Sekunden über 110 Meter Hürden, sowie mit 1,95 Meter im Hochsprung und 47,94 Meter im Diskuswurf.


Gut in Form: Pascal Behrenbruch (Foto: IRIS)

Auch Pascal Behrenbruch konnte in Büdelsdorf zeigen, dass er auf einem guten Weg hin zur WM-Quali für Daegu ist. Der Frankfurter WM-Sechste von 2009 warf mit 49,80 Metern am weitesten Diskus. Dazu kamen gute 1,98 Meter im Hochsprung und 14,35 Sekunden zum Auftakt über die 110 Meter Hürden. „Die beiden sind auf dem Weg Richtung Götzis sehr gut unterwegs. Das lässt hoffen, dass sie da richtig was zeigen können“, bilanzierte der Leitende HLV-Landestrainer Kehm. In Götzis müssen Behrenbruch und Knobel in zwei Wochen nun unter Beweis stellen, dass sie reif für die WM-Norm sind.

Julia Nestle

 


15.05.2011