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Betty Heidler im Frankfurter Römer empfangen


Von links: Eintracht-Präsident Peter Fischer, Betty Heidler, Michael Deyhle, Stadtrat Markus Frankfurt (Foto: Stadt Frankfurt)

Es war nicht einfach irgendeine Bestmarke, die Hammerwerferin Betty Heidler mit ihrem Wurf in Halle an der Saale knackte. Es war ihre persönliche Bestleistung, deutscher Rekord - vor allem aber: Weltrekord. So richtig fassen konnte die Wahl-Frankfurterin diesen Erfolg auch am Dienstagmittag, als Sportdezernent Markus Frank sie im Römer empfing, noch immer nicht. "Ich habe alles so gemacht wie sonst auch", verriet die Sportlerin. Dass der Hammer dann aber 79,42 Meter weit flog, damit hatte auch Trainer Michael Deyhle nicht gerechnet: "Wir wussten schon seit letztem Jahr, dass ein Weltrekord möglich ist. Dass er so früh kommt, war dann aber doch eine Überraschung." Überrascht war auch Betty Heidler selbst. "Als ich die Weite hörte, war ich schon ein bisschen geschockt" sagte Heidler und strahlte - die Goldmedaille fest in den Händen - über das ganze Gesicht. Zwar hat das öffentliche Interesse rund um die sympathische Sportlerin seit ihrem großen Wurf deutlich zugenommen, der Empfang im Römer war für Heidler dennoch etwas ganz Besonderes.

"Es zeigt, wie viel Wertschätzung dieser Leistung, aber auch unserem Sport inzwischen entgegengebracht wird", freute sich die Weltrekordhalterin. Sportdezernent Markus Frank rechnet währenddessen schon mit dem nächsten Weltrekord. "Für solch einen Erfolg wäre die Stadt Frankfurt natürlich gewappnet", versprach Frank. Er betonte aber auch, dass der sportliche Nachwuchs in Betty Heidler ein Vorbild sieht: "Mit ihrem Erfolg können wir Kinder für den Sport begeistern."
Und auch Eintracht-Präsident Peter Fischer ist auf "seine Betty", wie er die 27-Jährige nennt, mächtig stolz und regte an, die Bilder, die die Wände des ehrwürdigen Kaisersaals zieren, um ein Motiv zu erweitern. "Die Kaiserin der Leichtathletik könnte ich mir hier gut vorstellen. Das würde auch dem Zeitgeist der Stadt gerecht", erklärte Fischer schmunzelnd.

Noch einen Tag zuvor hatte Betty Heidler beim Meeting in Ostrava (Tschechische Republik) mit 77,22 Meter einen weiteren Saisonsieg gefeiert. Auf Rang zwei mit persönlicher Bestleistung von 75,48 Meter kam ihre Vereinskollegin Kathrin Klaas, die damit ihre Weltklasse erneut unter Beweis stellte. Auf Rang drei in Ostrava positionierte sich die Chinesin Wenxiu Zhang (73,95 Meter). In der aktuellen Weltjahresbestenliste werden die beiden Hessinnen auf den Plätzen eins und zwei geführt, Kathrin Klaas hatte bereits am 9. Februar in Potschefstroom (Südafrika) mit 75,30 Meter einen Hausrekord aufgestellt. „Ich freue mich, dass ich meine Weite, die ich in Südafrika geworfen habe, bei einem solchen Wettkampf bestätigen konnte. Das gibt mir Rückenwind“, sagte Kathrin Klaas.

Etwa für die Deutschen Meisterschaften am Wochenende 23./24. Juli im Kasseler Auestadion. Dort wird das Hammerwurf-Finale der Frauen mit Betty Heidler und Kathrin Klaas einer der Veranstaltungshöhepunkte werden. Beginn ist am Samstag um 15.35 Uhr. Der Ring ist für große Weiten jedenfalls schon aufbereitet worden. Mitte Mai waren Pit Falter (Meeting-Direktor in Fränkisch-Crumbach) und Lothar Hirschberg vor Ort in Kassel und haben bei beiden Wurfringen die Oberflächen mit einem Diamantschleifer drehfähiger gemacht. Wie schon im Jahr 2010 im Braunschweiger DM-Stadion.

Quelle: Presseinformationsamt Stadt Frankfurt / Bearbeitung: Uwe Martin

 


31.05.2011