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Heidler und Deyhle werben für Kassel-DM


Michael Deyhle und Betty Heidler (Foto: HLV)

Auf einer Pressekonferenz des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) in Frankfurt haben Hammerwurf-Weltrekordhalterin Betty Heidler, ihr Bundes- und Heimtrainer Michael Deyhle, Anja Wolf-Blanke, die Präsidentin des Hessischen Leichtathletik-Verbandes (HLV), sowie Frank Kowalski, DLV-Direktor Veranstaltungsmanagement, über den Stand der jeweiligen Vorbereitungen für die DM in Kassel informiert. Die Kernfrage nach den bisherigen Kartenvorverkäufen beantwortete Kowalski mit einem kurzen, aber prägnanten Satz: „Wir sind wirklich zufrieden.“ So ist die Haupttribüne West (Zielgerade) an beiden DM-Tagen (23./24. Juli) fast ausverkauft, Kontingente gibt es aber noch auf der Gegentribüne Ost, wo der Weit- und Dreisprung stattfinden. Und gerade diese Wettbewerbe könnten zu DM-Highlights werden. Zum einen wegen des Duells Sebastian Beyer gegen Christian Reif, zum anderen wird in Kassel natürlich die neue deutsche Dreisprung-Rekordhalterin Katja Demut präsent sein. Kowalski: „Das sind Filetstücke, die wir präsentieren.“

Die sportliche Auseinandersetzung zwischen dem Europameister (Reif) und dem Hallen-Europarekordhalter (Beyer) wird die hessischen Leichtathletik-Fans bei der ersten deutschen Meisterschaft in Kassel natürlich begeistern, ihr Hauptaugenmerk dürfte aber auf dem Hammerwurf-Wettkampf der Frauen mit Betty Heider liegen. Der findet am Samstag, 23. Juli, ab 15.35 Uhr statt. Zudem sind mit Kathrin Klaas, Andrea Bunjes und Gabi Wolfahrth (alle gleichfalls LG Eintracht Frankfurt) drei weitere heimische Athletinnen am Start, die realistischerweise auf den Plätzen zwei bis vier erwartet werden. Anja Wolf-Blanke hofft bei der WM-Nominierung am 26. Juli noch auf die eine oder andere Überraschung aus HLV-Sicht. Betty Heider, die übrigens eine Einladung zum perfekten Promi-Dinner beim Privatsender Vox zunächst einmal dankend abgelehnt hat, und Kathrin Klaas sind gesetzt; womöglich gelingt in Kassel auch Sabine Rumpf (Diskus), Julia Hütter (Stabhoch), Christiane Klopsch (400 Meter Hürden), Benjamin Jonas (400 Meter) und Andrea Bunjes der Sprung auf den WM-Zug. „Ich bin sehr zufrieden, wir haben einige Medaillenkandidaten“, sagte Anja Wolf-Blanke.

Auch abseits des hessischen Blickwinkels gibt es genügend Duelle und voraussichtliche Alleingänge, für die der Besuch des sanierten Kasseler Auestadions lohnt. Genannt seien nur Diskus-Weltmeister Robert Harting, 100-Meter-Europameisterin Verena Sailer, Hürdensprinterin Carolin Nytra sowie Langstreckenläuferin Sabrina Mockenhaupt. Und im Kugelstoßen der Männer (David Storl gegen Ralf Bartels) kommt es ebenso zum Duell Jungspund gegen Altmeister wie im Hochsprung (Raul Spank gegen Eike Onnen). „Darüber sind wir richtig happy“, sagte Kowalski.

Erwartet werden in Kassel etwa 1.200 Athletinnen und Athleten. Am Samstag überträgt die ARD von 17 bis 19 Uhr, am Sonntag zur gleichen Sendezeit das ZDF. „Vorsichtig optimistisch könnten wir in Kassel die besten deutschen Meisterschaften der letzten zehn Jahre erleben“, sagte Kowalski. Dass sich Kassel nach Rücksprache mit den anderen Landesverbänden anschließend ein weiteres Mal bewirbt, schloss Anja Wolf-Blanke zumindest nicht aus. „Vielleicht gehen wir in fünf Jahren wieder in eine DM-Bewerbung.“

Uwe Martin


Tageskarten zwischen 5 und 25 Euro und Dauerkarten von 9 bis 40 Euro gibt es im Vorverkauf bei der Ticketmaster-Hotline 01805 969 0000 (0,14 €/Min je Anruf aus dt. Festnetz / max. 0,42 E / Min je Anruf aus dt. Mobilfunknetz)

 


15.06.2011