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Hessische Meisterschaften in Kassel - Tag 2


Nils Müller (rechts) und Felix Göltl beim 200m Start (Foto: Benjamin Heller)

Am zweiten Tag der Hessischen Meisterschaften konnte Julia Hütter (LG Eintracht Frankfurt) nicht für das erhoffte Highlight sorgen. Der Stabhochsprung der Frauen war im wahrsten Sinne des Wortes vom Winde verweht. Die 27-Jährige wählte 4,20 Meter als Anfangshöhe - und landete in Kassel einen „Salto Nullo“. „Beim Einspringen war es noch ganz okay vom Wind her. Aber im Wettkampf ging gar nichts“, sagte die frühere Deutsche Hallenmeisterin nach ihrem Wettkampf.

Beim ersten Versuch über 4,20 Meter lief sie drei Mal an, brach die Sprünge ab. Der zweite Versuch sah ganz vielversprechend aus, doch über die Latte kam Julia Hütter nicht. Den dritten Sprung brach die Athletin der LG Eintracht Frankfurt dann ganz ab. „Schon beim Anlauf hat es mir den Stab immer weggerissen, so böig kam der Wind“, sagte sie - und war enttäuscht. „Klar, die letzten Wettkämpfe ging es immer weiter aufwärts. Da dachte ich schon, hier ist heute was möglich“.

Ihre bisherige Saisonbestleistung (4,30 m) erzielte Julia Hütter vor zehn Tagen beim Meeting im Kasseler Auestadion. „Die Anlaufbahn hier ist super, die liegt mir“, sagt sie. Doch der Wind hat einer erneuten Bestleistung in Richtung der WM-Norm (4,55 m) einen gehörigen Strich durch die Rechnung gemacht.

Der spannende Dreikampf über 100 Meter vom Samstag wiederholte sich am Sonntag über die doppelte Distanz nicht. Dafür sorgte unverhofft Till Helmke, mit einem Fehlstart im Finale. So war der Athlet der LG Ovag Friedberg-Fauerbach raus aus dem Titelrennen. Gold sicherte sich Nils Müller (LG Eintracht Frankfurt) in 21,37 Sekunden vor Felix Göltl vom TuS Kriftel in 21,63 Sekunden.

Im Hammerwurf der Frauen gewann Andrea Bunjes in Abwesenheit ihrer Trainingskolleginnen Betty Heidler und Kathrin Klaas die Goldmedaille. Dafür reichten ihr 65,49 Meter. Zweite wurde ihre Teamkollegin von der LG Eintracht Frankfurt, Gabi Wolfarth, mit 63,66 Metern. Gleich zwei Mal jubeln konnte Lisa Hübner (LG Eintracht Frankfurt). Sie siegte über 400 Meter (56,33 sec) und 800 Meter (2:11,05 min).

Die Landesmeisterschaften in Kassel nutzten auch die hessischen Top-Mehrkämpfer zum Testen. So sprintete Jan-Felix Knobel im Vorlauf zu einer neuen Bestleistung über 110 Meter Hürden: 14,65 Sekunden. Der Athlet der LG Eintracht Frankfurt, der bereits die WM-Norm im Zehnkampf in der Tasche hat, ging dann auch noch im Stabhochsprung an den Start. Nach zwei sauberen Sprüngen über 4,70 Meter und 4,90 Meter scheiterte er erst an 5,02 Metern - das wäre ebenfalls neue persönliche Bestleistung gewesen.

U20-Vize-Weltmeisterin Sara Gambetta (LG Eintracht Frankfurt) sicherte sich den Titel im Hochsprung. Mit 1,78 Metern setzte sich die A-Jugendliche gegen Siebenkampf-Kollegin Claudia Rath (LG Eintracht Frankfurt) und Bianca Schmid (SC Gelnhausen) durch. Schnell unterwegs waren die Mehrkämpferinnen auch über 100 Meter Hürden. Beim Sieg der Frankfurterin Anne Marchewski wurde Claudia Rath mit 14,19 Sekunden Zweite. Bronze ging mit neuer Saisonbestzeit an Sara Gambetta (14,72 sec).

(jn)

 


19.06.2011