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Maryse Luzolo wird Vierte bei U18-WM


WM-Vierte in Lille: Maryse Luzolo (Foto: IRIS)

Platz vier bei einer WM - klingt im ersten Moment eher nach Enttäuschung als nach großem Erfolg. Doch bei Maryse Luzolo von der LG Eintracht Frankfurt kann von Enttäuschung keine Rede sein. Bei der U18-WM hatte sie an diesem Wochenende ihren ersten internationalen Einsatz überhaupt - und die erst 16-Jährige zeigte beeindruckende Nervenstärke. Nach einer souveränen Qualifikation, als sie gleich im ersten Versuch die geforderte Weite von 6 Metern übertraf, folgte heute das Finale.
Durchgang eins - ein sehr weiter Versuch der Frankfurterin, aber leider ungültig. Nach 5,74 Metern im zweiten Versuch begann dann zunächst aber das große Zittern. Für Maryse Luzolo war klar: nur ein weiter Satz kann sie vor dem Aus im Vorkampf bewahren. Die 16-Jährige lief an - und brachte ihre Trainerin Melanie Zecha samt HLV-Landestrainer Markus Oerter zur Verzweiflung: "Sie ist beim Anlauf gestolpert. Wir dachten da schon, sie schafft es gar nicht bis zum Brett". Doch Maryse zeigte Nervenstärke und landete bei 5,95 Metern. Endkampf erreicht.
Im vierten Versuch erzielte sie dann 6,06 Meter. Weiter sollte es an diesem Sonntag in Lille nicht mehr gehen. Weitengleich lag sie mit der Russin Buchelnikova auf Rang vier, ehe die Konkurrentin sich im fünften Durchgang auf 6,11 Meter steigerte. Maryse kam auf 5,88 Meter und wollte im Letzten dann noch mal alles in die Waagschale legen. Doch ihr weiter Versuch wurde ungültig gegeben.
Im ersten Moment hörte man der 16-Jährigen, die in dieser Saison schon 6,23 Meter gesprungen war, die Enttäuschung schon etwas an. Allerdings war es nicht der vierte Platz und damit die verpasste Medaille. Vielmehr war es ihre eigene Leistung mit den nicht ganz geglückten und dazu zwei ungültigen Versuchen, die sie ärgerte. Dass sie nicht perfekt das umsetzen konnte, was sie sich vorgenommen hatte. Dann wäre eine Medaille locker drin gewesen.
Doch Maryse Luzolo kann mit sehr viel Stolz auf ihren ersten Einsatz im Nationaltrikot zurückschauen. Souverän hat sie sich gegen die starke internationale Konkurrenz behauptet - was alles andere als selbstverständlich ist. "Und eigentlich ist der vierte Platz bei einer WM ja wirklich cool. Da bin ich zufrieden", konnte Maryse sich dann am Ende doch noch freuen.

Julia Nestle

 


10.07.2011