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Sternstunden beim DJM-Vorbereitungscamp


Gute Stimmung bei der HLV-Trainingsgruppe in Jena (Foto: HLV)

Dass die ersten Schritte oft die schwersten sind, zeigt sich turnusmäßig anlässlich der Deutschen Jugendmeisterschaften. Speziell die „Erststarter“ der B-Jugend lassen sich von den neuen Eindrücken und speziellen Anforderungen dieses Wettkampfes nicht selten fast bis zur Schockstarre beeinflussen. Anlass genug für den HLV, für genau diesen Athletenkreis einen Lehrgang anzubieten, der Ängste ab- und Gelassenheit aufbaut. Und wo lassen sich Ziele besser umsetzen als am Ort des Geschehens? Vom 12. bis 15. Juli zog es deshalb 13 Athleten zum zweiten DJM-Vorbereitungscamp nach Jena, wo unter Leitung des Trainerteams Jörg Schulte (Landestrainer Wurf), Philipp Schlesinger (Landestrainer Sprung/Mehrkampf), Regine Isele (Disziplintrainerin Hammerwurf) und Manfred Kehm (Leitender Landestrainer) eine detaillierte Lehrgangsplanung optimal umgesetzt wurde. Auch dank der hervorragenden Kooperation mit den örtlichen Institutionen sowie der Unterstützung des Olympiastützpunkts Hessen sowie der Fraport AG, die ihre Fahrzeuge kostenfrei zur Verfügung gestellt hatten.

Im Fokus des Lehrgangs stand die Imitation des Wettkampftages, vom Aufstehen (teilweise um 6 Uhr morgens) bis zum Zieleinlauf bzw. dem Nachbereiten nach dem „Vorlauf“. So wurden Disqualifikationen wegen Fehlstarts, Bahnübertretens und zu langer Spikedornen ausgesprochen; beinahe vergessene bzw. zu spät abgegebene Stellplatzkarten waren ebenfalls Thema. Und als ein großes „DQ“ auf dem Ergebnisaushang festgestellt wurde, ist nach Rücksprache mit der „Wettkampfleitung“ rechtzeitig Protest eingelegt worden. Kein Leichtes ist es auch gewesen, die lange Zeit zwischen dem Aufruf zum Callroom - hier wurden die exakten Zeiten der DJM eingehalten - und dem Wettkampfbeginn zu gestalten, beispielsweise im Stabhochsprung mit langen 90 Minuten. Noch am selben Abend wurde die „Meisterschaft“ im großen Kreis analysiert und mit entsprechenden Hinweisen zu einer ggf. besseren Umsetzung von Trainern u n d Athleten kommentiert.


Stabhochturnweitsprintkrafttrainingslauf (Foto: HLV)

Selbstverständlich kamen auch die individuellen Trainingseinheiten gemäß der Planung der Heimtrainer nicht zu kurz. Hierbei wurden neben dem Ernst-Abbe-Sportfeld auch der Kraftraum und die Gerätturnhalle des angeschlossenen Sportinternats sowie die separate Wurfanlage zu Schauplätzen hessischer Bewegungskünste. Dass die Einheiten bei fast durchweg gutem Wetter stattfanden, spricht für sich. Hörte man doch von zeitweise sintflutartigen Regenfällen in der Heimat. Besonders zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang der Umstand, dass trotz eines Gastauftritts des FC Bayern München im Freundschaftsspiel gegen das heimische Drittligateam bis zum Nachmittag im Stadion trainiert werden konnte. Leistungssportliches Verständnis vom Feinsten!

In weiteren „Sessions“ ging es um die Sensibilisierung für leistungssportliches Verhalten, wie beispielsweise das Bewerten unterschiedlicher Lebensmittel in Hinblick auf die direkte Vor-Wettkampfphase (immer wieder gerne eingepackt, aber völlig unbrauchbar: die leckeren Buttercroissants!) sowie die Vertrauensbildung durch verschiedene gemeinschaftliche Bewegungsformen wie „Stabhochturnweitsprintkrafttrainingslauf“. Dass sich Wissenschaft und Sport nicht ausschließen, bewies der Besuch im Carl-Zeiss-Planetarium, wo sich die möglichen Stars von morgen eindrucksvoll den Sternenhimmel erklären ließen. Vielleicht war dies Zusatzmotivation genug, um irgendwann selbst einmal nach denselben zu greifen...

Text: HLV

 


20.07.2011