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Ariane Friedrich ist Tigerpatin


Tigerpatin Ariane Friedrich (Foto: Wiener)

Hochspringerin Ariane Friedrich (LG Eintracht Frankfurt) ist Patin eines Tigerbabys im Frankfurter Zoo. „Das ist eine große Ehre für mich“, sagte die 27-Jährige bei der offiziellen Vorstellung der Paten für die zwei Anfang Mai geborenen Sumatra-Tiger, die vom Aussterben bedroht sind.

Nach einem Namen für eine der zwei Raubkatzen sucht Ariane Friedrich in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Rundfunk noch. „Ihr“ Baby hat sie dabei schon ausgemacht, als beide mit Mutter Malea im Katzendschungel spielten. „Das ist der Hochspringer“, zeigte sie an, als das eine Tigerbaby über den langen Baumstamm hinauf zur Empore klettert.

Als im Frankfurter Zoo Anfang Mai zwei Tigerbabys geboren wurden, begab sich der Trainer und Manager von Ariane Friedrich, Günter Eisinger, umgehend an seinen Computer - Emails an den Zoo schicken und herausbekommen, wie man Pate von den jungen Tieren werden kann. Er wollte damit Ariane Friedrich überraschen.

Der Coup ist geglückt, und in dieser Woche erhielt Ariane Friedrich aus den Händen von Zoodirektor Manfred Niekisch offiziell die Urkunde zur Patenschaft, die zunächst bis Ende 2012 angelegt. Für Günter Eisinger hat die Patenschaft symbolische Bedeutung. „Der Tiger wächst bis zum nächsten Sommer, bis zu den Olympischen Spielen. Und Ariane will bis dahin auch wieder fit sein“, sagt der 61-Jährige, dessen chinesisches Horoskop der Tiger ist.

Entstanden ist bei Günter Eisinger die Idee durch die Verbindung von Ariane Friedrich zu Tigern. „Ich habe auf dem Rücken ein Tiger-Tattoo. Diese Tiere sind einfach faszinierend. Sie sind kraftvoll, anmutig, stark, angriffslustig. Das passt einfach“, erzählte Ariane Friedrich. Die deutsche Rekordhalterin trägt auch eine Jacke im Tigermuster und eine Tigerkette, das Tattoo ist freilich verdeckt.

„Ich habe damals mitbekommen, dass Stefan Effenberg Pate von einem Tigerbaby geworden ist. Das habe ich Günter erzählt. Und unter einem miesen Trick habe ich dann erfahren, dass es mit der Patenschaft geklappt hat“, erzählte Ariane Friedrich mit einem Lächeln. Unter einem Vorwand hatte Günter Eisinger seinen Schützling vor wenigen Wochen in den Zoo gelockt, Ariane Friedrich war bis dato ahnungslos.

Ariane Friedrich und Günter Eisinger verbindet die Leidenschaft zu großen wie auch kleinen Katzen. Die Hochspringerin besitzt selbst drei Katzen, und aus einem Wurf hat sie mal zwei an ihren Trainer abgegeben. Etwas größer - aber auch viel seltener - sind die Sumatra-Tiger. Die Raubkatzen aus Frankfurt sind zwei von nur 93 Sumatra-Tigern in europäischen Zoos, 400 leben noch in freier Wildbahn auf der namensgebenden indonesischen Insel.

Die Tigerbabys bescheren dem Zoo nach Angaben von Direktor Manfred Niekisch einen Besucherzuwachs von 30 bis 40 Prozent. Die Schwester der beiden kürzlich geborenen Kater, das Tigermädchen Daseep, war im vergangenen September das erste Tigerbaby in Frankfurt seit 26 Jahren. Sie wurde jedoch von der Mutter verstoßen, von Hand aufgezogen und lebt mittlerweile im Wuppertaler Zoo.

Michael Wiener

 


22.07.2011