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DM in Kassel knackt alle Vorverkaufsrekorde: Tageskasse schon am Freitag nachmittag offen


Tickets gibt es noch an der Tageskasse

Mit 18.558 Tickets lief der Vorverkauf für die Deutschen Meisterschaften in Kassel am kommenden Wochenende (23./24. Juli) so gut wie noch nie. Mit der Unterstützung der Zuschauer wollen die Athleten sich nicht nur im Kampf um den Titel zu Höchstleistungen treiben lassen. Für viele von ihnen geht es auch darum, die Qualifikation für die Weltmeisterschaften in Daegu (Südkorea; 27. August bis 4. September) klar zu machen.

28 Athleten des Deutschen Leichtathletik Verbandes (DLV) sind im Moment unter den besten zwölf der Welt, 14 von ihnen unter den Top sechs und neun unter den Top drei. Mit dieser kleinen Zwischenbilanz der laufenden Saison begann Thomas Kurschilgen, Sportdirektor des DLV, seinen Ausblick auf die Deutschen Meisterschaften. Damit steht der DLV ähnlich gut da, wie vor zwei Jahren vor der Heim-WM in Berlin, in der Spitze sogar etwas besser. „Das zeigt, dass die Nationalmannschaft ein hohes Leistungsniveau hat“, analysierte Thomas Kurschilgen.

Im Auestadion sind aber nicht nur deshalb Höchstleistungen zu erwarten. Im Kampf um den Titel stehen einige große Duelle an, bei denen sich zwei Athleten gegenseitig vielleicht sogar zu neuen Rekorden treiben können. „An vorderster Stelle ist der Stabhochsprung der Frauen zu nennen“, erklärte Thomas Kurschilgen. Mit einer überraschenden Steigerung hat sich Martina Strutz (Hagenower SV; 4,78 m) den Deutschen Rekord geholt und dazu mit konstanten Höhen von 4,70 Metern und mehr überzeugt. Silke Spiegelburg (TSV Bayer 04 Leverkusen) ist damit herausgefordert, ihre Vormachtstellung in Deutschland zu verteidigen. Nachdem sie in der Halle mit 4,76 Metern Deutschen Rekord gesprungen war, will die 25-Jährige auch die Bestmarke im Freien.

Im 5.000 Meter Gehen treffen mit Sabine Krantz (TV Wattenscheid 01) und Melanie Seeger (SC Potsdam) zwei Weltklasseathletinnen aufeinander. Über 100 Meter Hürden kämpfen die Dritte der U-23 EM Cindy Roleder (LAZ Leipzig) und der EM-Achten Nadine Hildebrand (LAZ Salamander Kornwestheim-Ludwigsburg) um den Titel und die Qualifikation für die WM.

Bei den Männern stehen die Duelle im Weitsprung zwischen Europameister Christian Reif (ABC Ludwigshafen) und Sebastian Bayer (Hamburger SV) und im Hochsprung zwischen dem WM-Dritten Raúl Spank (Dresdner SC 1898) und Eike Onnen (Hannover 96) im Mittelpunkt.

Im Kugelstoßen traut Thomas Kurschilgen Altmeister Ralf Bartels (SC Neubrandenburg) zu, dem aufstrebenden Youngster David Storl (LAC Erdags Chemnitz) Paroli zu bieten. „Im letzten Jahr ist es ihm gelungen, den jungen Star im letzten Versuch hinter sich zu lassen“, erinnerte sich der Sportdirektor, der hofft, dass ins Stabhochsprung-Duell zwischen Malte Mohr (LG Stadtwerke München) und Raphael Holzdeppe (LAZ Zweibrücken) auch noch Karsten Dilla (LAV Bayer Uerdingen/Dormagen) und Alexander Straub (LG Filstal) eingreifen können.

Im Speerwurf fällt der Zweikampf zwischen dem EM-Zweiten Matthias de Zordo (SV Schlau.com Saar 05 Saarbrücken) und dem frisch gebackenen U23-Europmeister Till Wöschler (LAZ Zweibrücken) aus. Till Wöschler hat sich eine leichte Zerrung im Arm zugezogen und muss auf einen Start verzichten. An seiner Stelle könnte Mark Frank (1. LAV Rostock) um den Sieg mitwerfen.

Die A-Norm für die Weltmeisterschaften in Daegu haben schon 40 DLV-Athleten geschafft, zwölf haben einmal die doppelt geforderte B-Norm erfüllt. „Ich gehe davon aus, dass sich noch viele Athleten endgültig für die WM qualifizieren werden“, sagte Thomas Kurschilgen voraus. Für dieses Vorhaben können die Athleten auf die Unterstützung der Zuschauer bauen.

„Die Hütte wird voll“, versprach Frank Kowalski, Direktor Veranstaltungsmanagement des Deutschen Leichtathletik Verbandes (DLV) und prophezeite eine tolle Kulisse im Kassler Auestadion. Er hofft auf ein ausverkauftes Haus. Die Voraussetzungen dafür sind gut: Im Vorverkauf wurden 18 558 Eintrittskarten verkauft. Das ist ein Rekord für Deutsche Meisterschaften, der bisher von den Meisterschafen im Jahr 2000 in Brauschweig gehalten wurde.

„Die Nachfrage ist so groß, dass wir schon am Freitag die Tageskasse öffnen“, erklärte Frank Kowalski. Offen sind die Kassen von 16 bis 20 Uhr. Um die Meisterschaften für die Zuschauer attraktiver zu machen, gibt es eine Aufteilung zwischen Vor- und Finalprogramm. Dazwischen gibt es ein moderiertes Programm mit Musik in Zusammenarbeit mit dem Radiosender „Hit Radio FFH“. Am Samstag werden außerdem hunderte Hobbyläufer eine Runde durchs Stadion drehen, die vorher auf verschiedenen Strecken zum Auestadion gelaufen sind.

„Momentan haben wir 800 Teilnehmer für den Sternlauf“, sagte Anja Wolf-Blanke, Präsidentin des Hessischen Leichtathletik-Verbandes. „Es gibt noch ein bisschen Luft nach oben.“ Die Teilnehmerzahl ist auf 1.000 begrenzt. Wer noch mitlaufen möchte, kann sich am Freitag an der Tageskasse anmelden.

Kassel als Ausrichter bekam viel Lob. Egal mit welchem Wunsch der DLV auf die Stadt zu kam, „alles wurde versucht, um es zu ermöglichen“, berichtete Anja Wolf-Blanke.


Quelle: Pressemitteilung/leichtathletik.de

 


21.07.2011