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Jugend-DM in Jena: HLV mit Titelchancen


Yannick Roggatz (Foto: Iris Hensel)

144 Teilnehmer aus 58 hessischen Vereinen sind für die deutschen Jugendmeisterschaften in Jena vom 5. bis 7. August gemeldet. Im Rahmen der DM (A- und B-Jugend) finden traditionell auch die deutschen Staffelmeisterschaften statt. An der Spitze der großen „HLV-Delegation“ hätte normalerweise die Titelverteidigerin über 2.000 Meter Hindernis und frisch gekürte U20-Europameisterin über 3.000 Meter Hindernis, Gesa Felicitas Krause von der LG Eintracht Frankfurt gestanden. Doch der Schützling von Landestrainer Wolfgang Heinig wird am Samstag beim Diamond-League-Meeting in London dabei sein. Krause nahm bis vergangenen Dienstag einen Nachrückerplatz ein, dann kam aus London die endgültige Zusage. Direkt nach den U20-Europameisterschaften in Tallin (Estland) hatte die Frankfuterin gesagt, dass ein weiteres Ziel in diesem Jahr sei, den deutschen Jugendrekord zu verbessern. „Ich will zeigen, was ich wirklich drauf habe.“ In London wird sie dies über 3.000 Meter Hindernis versuchen, den Rekord (9:47,78) hält Krause seit dem Vorjahr selbst. Über die 1.000 Meter kürzere Jugendstrecke hatte die Frankfurterin bereits am 25. Mai 2011 in Pfungstadt (6:22,45) eine neue nationale Rekordzeit aufgestellt.

Yannick Roggatz vom TV Heppenheim dürfte im Jenaer Ernst-Abbe-Sportfeld erst einmal damit beschäftigt sein, seinen recht blamablen Auftritt von der U20-EM vergessen zu machen. In Tallinn hatte Roggatz im Weitsprung drei ungültige Versuche hingelegt; wie bereits ein Jahr zuvor bei der U20-WM in Moncton (Kanada). Trifft der junge Südhesse das Brett mal wieder richtig, ist er angesichts seiner Bestleistung von 7,59 Meter als bester deutscher Jugendlicher ein Titelkandidat. Schwerer haben dürfte es da schon die vorjährige deutsche B-Jugendmeisterin im Hochsprung, Sara Gambetta von der LG Eintracht Frankfurt. Die Sensationszweite der U20-EM im Siebenkampf hat trotz ihrer überzeugenden Saisonbestleistung (1,81 Meter) derzeit vier bessere A-Jugendliche vor sich. Der weibliche deutsche Hochsprung-Nachwuchs ist im Gegensatz zu den Aktiven mächtig auf dem Sprung, womöglich entscheidet die Tagesform über einen Platz auf dem Podest.

Ebenfalls gemeldet ist der vorjährige Meister Martin Schwerdtfeger (2.000 Meter Hindernis/Wiesbadener LV) sowie die Jugend-DM-Zweiten von 2010, Dominic Johnson (Weitsprung/TV Gelnhausen) und Clemens Kammer (1.500 Meter/LG Reinheim/Roßdorf).

Vom Fachportal www.leichtathletik.de als „glasklarer Favorit“ gesetzt ist Steffen Trenk (LG Bad Soden/Sulzbach/Neuenhain) bei den B-Jugendlichen über 400 Meter. Der Silbermedaillengewinner des Europäischen Jugend-Olympiafestivals geht mit einer Vorleistung von 48,61 Sekunden ins Rennen. Hochinteressant dürfte der Weitsprung der weiblichen Jugend B werden, denn hier hat der HLV mit Julia Gerter (LAZ Gießen) und Maryse Luzolo (LG Eintracht Frankfurt) gleich zwei Titelkandidatinnen am Start. Die B-Jugendjahresbeste Malaika Mihambo (LG Kurpfalz) geht mit aktuellen 6,29 Meter in den Wettkampf, Luzolo mit 6,23 Meter, Gerter ist mit 6,14 Meter gelistet.

Richtig spannend wird auch der Titelkampf im Kugelstoßen der männlichen Jugend B. Tobias Kretzschmar (LAZ Gießen/17,68) und Julian Wielitsch (LSC Bad Nauheim/17,66) sind in der Jahresbestenliste auf den Plätzen zwei und drei notiert; vor dem hessischen Duo rangiert mit Patrick Müller (SC Neubrandenburg/17,83) ein Schüler des Jahrgangs 1996. "Da ist noch gar nicht sicher, ob er überhaupt startet", sagt Manfred Kehm, der Leitende Hesissche Landestrainer.

Uwe Martin

 


03.08.2011