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HLV mit fünf Teilnehmern zur WM nach Daegu


Gesa Krause (Foto: Iris Hensel)


Nachdem der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) sein endgültiges Aufgebot für die WM im südkoreanischen Daegu (27. August bis 4. August) bekanntgegeben hat, steht fest: Der HLV ist bei den Titelkämpfen mit fünf Teilnehmern vertreten. Bereits in der ersten Nominierungsrunde nach den deutschen Meisterschaften in Kassel waren Hammerwurf-Weltrekordhalterin Betty Heidler (LG Eintracht Frankfurt), ihre Disziplin- und Vereinskollegin Kathrin Klaas sowie die Frankfurter Zehnkämpfer Jan Felix Knobel und Pascal Behrenbruch nominiert worden. Nun ist noch die 19-jährige Gesa Felicitas Krause hinzugekommen. Und das natürlich aus guten Gründen. Mit ihrem Sieg bei der U20-EM und dem nachfolgenden nationalen Jugendrekord über 3.000 Meter Hindernis (9:35,97 Minuten) hatte sich die Läuferin von der LG Eintracht Frankfurt überragend in Szene gesetzt. Und mit ihrem Rekordlauf beim Diamond-League-Meeting in London auch die A-Norm des DLV (9:43,00) deutlich unterboten. Gesa Krause ist damit die jüngste von insgesamt 74 deutschen WM-Teilnehmer/innen.

„Wir haben mit hohem Anspruch und perspektivischem Weitblick nominiert. Die Ergebnisse der vergangenen Wochen haben gezeigt, dass wir eine leistungsstarke Nationalmannschaft zur WM nach Daegu senden“, sagt DLV-Sportdirektor Thomas Kurschilgen. Alle Athletinnen und Athleten seien sich der besonderen sportlichen Herausforderung bewusst. Auch mit Blick auf die Olympischen Spiele 2012 in London.

Ein nicht gering einzuschätzender Erfolg ist die nunmehr endgültige Nominierung auch für die LG Eintracht Frankfurt. Und welche Chancen die hessischen Starter bei der WM in Daegu haben, verdeutlicht der Blick in die Jahresweltbestenlisten. Bei der Goldfavoritin Betty Heidler (79,42 Meter/1.) und der Podestplatzkandidatin Kathrin Klaas (75,48/4.) muss nicht lange debattiert werden, um die sportlichen Möglichkeiten einzuschätzen. Komplizierter ist es da schon bei Gesa Krause, die derzeit den 18. Platz einnimmt. Bereinigt man die Statistik - vor der Hessin sind unter anderen jeweils fünf kenianische und äthiopische Läuferinnen sowie vier Russinnen notiert -, ergibt sich laut dem Leitenden Hessischen Landestrainer Manfred Kehm durchaus eine „kleine Endlaufchance“. Eine Einschätzung, die auch Krauses Heimtrainer Wolfgang Heinig teilen dürfte.

Die hessischen Zehnkämpfer Knobel (8.288 Punkte) und Behrenbruch sind (8.232) sind auf den Rängen 10 und 13 platziert. Doch hinter dem US-amerikanischen Aufsteiger Ashton Eaton (8.729 Punkte) sowie Weltmeister Trey Hardee (8.649/USA) klafft eine recht große Lücke, so dass vieles möglich erscheint.

Uwe Martin

 


16.08.2011