Sponsoren HLV Logo

Samstag, 3 Uhr - Bühne frei für die WM!


Pascal Behrenbruch als WM-Sechster 2009 (Foto: Iris Hensel)

Jetzt geht es endlich los, am Samstag beginnt die Leichtathletik-WM im südkoreanischen Daegu. Und fünf Topathleten aus Hessen sind mittendrin: Hammerwurf-Weltrekordhalterin Betty Heidler und ihre Disziplinkollegin Kathrin Klaas, die 3000-Meter-Hindernisläuferin Gesa Felicitas Krause sowie die Zehnkämpfer Pascal Behrenbruch und Jan Felix Knobel. Alle fünf starten für die LG Eintracht Frankfurt, und alle fünf sind wohlbehalten, gesund und fit angekommen. Über die sportlichen Chancen des HLV-Quintetts haben wir uns an dieser Stelle bereits in einem Beitrag am 16. August ausgelassen - nun wird es ernst. hlv.de hat nämlich einen kurzen Blick in die Medien-Landschaft geworfen und dabei durchaus Erstaunliches entdeckt. Zunächst aber das Wichtigste: die Einsatzzeiten unserer fünf hessischen Teilnehmer. Den Anfang machen Behrenbruch und Knobel am Samstag, 27. August, ab 3 Uhr (MESZ) mit dem 100-Meter-Lauf, Gesa Krause absolviert ihren Vorlauf um 3.35 Uhr.

Live übertragen werden in dieser Nacht das ZDF (1.55 bis 6.30 Uhr) sowie Eurosport (2.00 bis 8.30 Uhr). Und hlv.de wird die wichtigsten Ergebnisse zeitnah im Ticker auf der Startseite vermelden. Weiter geht’s im Zehnkampf am Sonntag ab 2.05 Uhr mit den 110 Meter Hürden im Rahmen des Zehnkampfs, übertragen wird der zweite Tag von der ARD (1.50 bis 5.25 Uhr) sowie von Eurosport (2.00 bis 8.30 Uhr). Spannend wird es dann wieder am Dienstag, 30. August, sofern Gesa Krause, wie erhofft, das Hindernisfinale erreicht. Und zwar ab 14.20 Uhr, live zu sehen in der ARD und bei Eurosport. Danach kehrt aus hessischer Sicht wieder etwas Ruhe ein.

Betty Heidler und Kathrin Klaas sind nämlich erst am Freitag, 2. September, in der Hammerwurf-Qualifikation gefordert. Die Gruppe A wirft um 3 Uhr, Gruppe B beginnt um 4.35 Uhr. Live zu sehen im ZDF (2.55 bis 5.30 Uhr) sowie bei Eurosport (3.00 bis 5.30 Uhr). Den Angriff auf ihren zweiten WM-Titel startet die Weltrekordhalterin und Europameisterin Betty Heidler dann am Schlusstag, 4. September, ab 11.15 Uhr. Dann werden das ZDF und Eurosport live auf Sendung sein.


Jan Felix Knobel und sein Hürdensturz bei der U23-EM in Ostrava (Foto: Iris Hensel)

In die Schlagzeilen aufgerückt ist die Wahl-Frankfurterin aber schon am vergangenen Donnerstag. Mit ihrer vorzeitigen Abreise aus dem DLV-Camp auf der Insel Jeju, vier Tage früher als geplant, war für das Boulevard-Portal bild.de der erste WM-Zoff bereits perfekt. Die Verhältnisse im Kraftraum und auf der Trainingsanlage in Jeju sind nicht optimal gewesen, früher als geplant abgereist nach Daegu sind natürlich auch Kathrin Klaas sowie Heim- und Bundestrainer Michael Deyhle. „Die Entscheidung für den früheren Umzug haben wir im Einvernehmen getroffen. In Daegu können sie sich in der Tat besser vorbereiten“, sagte DLV-Sportdirektor Thomas Kurschilgen.

Knobel, Behrenbruch und Rico Freimuth aus Halle, der dritte deutsche WM-Zehnkämpfer, präsentierten sich derweil auf einer Pressekonferenz in guter Stimmung. Nach Lage der Dinge und diversen prominenten Absagen, zuletzt musste der Amerikaner Bryan Clay verletzt verzichten, ist der aktuelle WM-Sechste Behrenbruch als personifizierte Wundertüte für einen Platz zwischen drei und zehn gut. „Mein Ziel ist es immer, eine Medaille zu holen. Es kann alles passieren“, sagte Behrenbruch.

Knobel hat sich ebenfalls zu seinen Ambitionen geäußert, er möchte lernen bei seinem ersten Auftritt auf der ganz großen internationalen Bühne. Der erste Besuch im - noch menschenleeren - Stadion von Daegu hat den Hessen aber bereits nachhaltig beeindruckt. „Es ist eine wahnsinnige Kulisse.“ Erfahren haben wir im Vorfeld dank bild.de auch, dass der 22-jährige Knobel sich jeden Morgen vor dem Spiegel neu entscheidet, welche Frisur er sich zulegt, wobei stets jede Menge Gel verwendet wird. Und der Architekturstudent outete sich als Auto-Freak, was Insider aber schon länger wussten. Dass Knobel einen Schuh-Tick hat - in seinem Besitz befinden sich etwa 40 Paar Straßenschuhe und genauso viele Sportschuhe - war hingegen eine neue Information. Was wir daraus lernen, ebenso wie aus dem Statement von Gesa Krause, wonach ihr Trainer Wolfgang Heinig im direkten WM-Vorfeld High-Heels-Verbot ausgesprochen hat? Es muss endlich losgehen, damit über Wettkämpfe und sportliche Leistungen diskutiert wird.

Bühne frei!

Uwe Martin

 


26.08.2011