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Kathrin Klaas und Antonia Werner starten beim Länderkampf „DecaNation“


Antonia Werner (Foto: Iris Hensel)

Zwei Hessinnen sind für den Länderkampf „DecaNation“ an diesem Sonntag, 18. September, in Nizza (Frankreich) nominiert worden. Der Wettbewerb findet seit dem Jahr 2005 statt, neben Deutschland sind an der Cote d’Azur auch die USA, China, Großbritannien, Italien, Jamaika, Russland und Gastgeber Frankreich um Sprintstar Christoph Lemaitre am Start. Die USA haben diesen Länderkampf bereits viermal gewonnen, jeweils einmal waren Russland und Frankreich erfolgreich. Zu den deutschen Sieganwärtern gehören Kugelstoß-Weltmeister David Storl (Chemnitz), Weitsprung-Europameister Christian Reif (Ludwigshafen), der WM-Vierte im Hammerwerfen, Markus Esser (Leverkusen), und die 27-jährige Hammerwerferin Kathrin Klaas von der LG Eintracht Frankfurt. Die Nominierung der Vierten der Jahresweltbestenliste (75,48 Meter) ist alles andere als eine Überraschung gewesen; die Berufung von Antonia Werner (TV Flieden) über 100 Meter Hürden schon. Wobei die Hessin zum einen von der Verletzung der WM-Halbfinalistin Cindy Roleder profitierte, die Leipziger Vereinskollegin Anne-Kathrin Elbe ist wegen einer Bundesgrenzschutzübung unabkömmlich gewesen.

Nach diesen Absagen stellte sich für Bundestrainer Rüdiger Harksen (Mannheim) die Grundsatzfrage: Welche Top-Hürdensprinterin hat die Saison denn noch nicht beendet? Beispielsweise die deutsche Spitzenläufern Antonia Werner, die in diesem Sommer ziemlich vom Pech verfolgt war. Mit ihrer 2011er-Jahresbestzeit von 13,74 Sekunden hätte die Hessin im Normalfall keine Länderkampfchance gehabt, so aber gab Harksen nach Rücksprache mit Heimtrainer Robert Schieferer das Go. "Eine Saisonbestzeit ist in Nizza auf jeden Fall drin", sagt Schieferer. Und auch Harksen ist sicher: "Es gibt keinen Grund, warum Antonia nicht schneller als 13,74 Sekunden laufen sollte." Was einen versöhnlichen Abschluss für 2011 bedeuten würde. Den nach einem ohnehin durchwachsenen Saisonstart verletzte sich die Hürdensprinterin am 8. Juni beim Askina-Sportfest in Kassel: Fast acht Wochen dauerte das vollständige Ausheilen der großflächigen Muskelzerrung im hinteren Oberschenkel des rechten Schwungbeins, betroffen waren auch die Adduktoren. Am 31. Juli lief Antonia Werner dann ihre aktuelle Saisonbestzeit. „Wir hätten am Sonntag ohnehin in Flieden einen Wettkampf bestritten. Der Länderkampf in Nizza bietet Antonia nun die Möglichkeit, die Seuchensaison gut abzuschließen“, sagt Schieferer.
Uwe Martin

 


16.09.2011