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Betty Heidler wieder Sportlerin des Jahres


Betty Heidler mit dem hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier (r.) und lsb h-Präsident Rolf Müller (Foto: lsb h)

Der Hessische Leichtathletik-Verband (HLV) hatte bei der 10. Olympischen Ballnacht des Landessportbundes Hessen (lsb h) im Wiesbadener Kurhaus und der damit verbundenen Präsentation der „Sportler des Jahres“ einen großen Auftritt. Über die Ehrung freuten sich nämlich Hammerwurf-Weltrekordhalterin Betty Heidler (Sportlerin des Jahres), Hindernisläuferin Gesa Krause (Newcomerin des Jahres) sowie Michael Deyhle in der Kategorie Trainer des Jahres. Sie alle sind erfolgreiche sportliche Leistungsträger, für viele zugleich Vorbilder in Sachen Fair Play, Durchhaltevermögen, Einsatzbereitschaft und Teamgeist. Gewählt worden waren die Sportlerinnen und Sportler des Jahres von einer Jury, der Verlagsleiter und Chefredakteure hessischer Medien angehörten. Das Preisgeld in Höhe von insgesamt 5.500 Euro (jeweils 1.000 Euro für die Sportler, Mannschaft und Trainer des Jahres, sowie 500 Euro für den Newcomer) wurde vom Casino Wiesbaden zur Verfügung gestellt - Geschäftsführer Thomas von Stenglin moderierte die Preisverleihung.


Gesa Krause mit Thomas von Stenglin (l.) und Rolf Müller (Foto: lsb h)

Die Auszeichnung „Newcomer des Jahres“ ging 2011 an eine junge Sportlerin, für die das Jahr nicht nur aus sportlicher Sicht ein besonderes bleiben wird. Ihre Erfolge würdigte im Friedrich-von-Thiersch-Saal der hessische Innen- und Sportminister Boris Rhein. Und Rhein zeigte sich beeindruckt, kann die 1992 in Ehringshausen geborene Gesa Krause doch schon jetzt auf eine beeindruckende Titelsammlung verweisen. So gewann die junge Athletin, die für die LG Eintracht Frankfurt startet, bereits 2009 ihre ersten nationalen Titel über 1.500 Meter und 1.500 Meter Hindernis. Nach einem siebten Platz bei der U18-Europameisterschaft im gleichen Jahr wurde Krause 2010 bei der U20-WM Vierte. In diesem Jahr schaffte die Hessin schließlich den Sprung nach ganz oben. Über 3.000 Meter Hindernis sicherte sie sich den Titel bei der U20-Europameisterschaft. Der Höhepunkt in ihrer jungen Karriere sollte aber noch folgen. Nachdem sie beim Diamond League Meeting in London den sechsten Platz mit deutschem Jugendrekord belegte, wurde sie vom Deutschen Leichtathletik-Verband für die Weltmeisterschaften in Deagu nominiert. Als jüngste deutsche Teilnehmerin gelang ihr - dieses Mal in europäischer Jugendrekordzeit - im Finale als beste Europäerin ein herausragender neunter Platz.


Michael Deyhle (r.) mit Hans-Georg Sundermann (l.) und Rolf Müller (Foto: lsb h)

Über mangelndes Medieninteresse konnte sich auch Hessens alte und neue Sportlerin des Jahres, Betty Heidler, nicht beklagen. Passend zum Motto der Ballnacht („Very British“) habe sie ihre Ziele für 2012 klar formuliert, unterstrich der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier als Laudator. „Die olympische Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in London und der erste 80-Meter-Wurf einer Frau!“ Ambitionierte Ziele, die mit Blick auf die bisherigen Erfolge absolut realistisch erscheinen. Hält Betty Heidler doch seit dem 21. Mai 2011 mit einer Weite von 79,42 Meter den Weltrekord. Seit ihrem ersten „Siebziger“ im Jahr 2003 gehöre die für die LG Eintracht Frankfurt startende Athletin zur absoluten Weltspitze, so der Ministerpräsident. Beleg dafür seien der Weltmeistertitel 2007 und der Europameistertitel 2010. Darüber hinaus habe die sympathische Sportlerin sowohl 2009 als auch 2011 jeweils die WM-Silbermedaille errungen. Und dies in einer Sportart, die noch vor Jahren eine reine Männerdomäne gewesen sei. „Aber auch die starken Frauen beeindrucken durch technisch ausgereifte Bewegungsabläufe. Und sie machen, wie unsere Preisträgerin beweist, nicht nur im Ring eine gute Figur“, so Bouffier.

Der Preis „Trainer des Jahres“ ging bei der Olympischen Ballnacht an einen Mann, der nach Ansicht von Laudator Hans-Georg Sundermann seine Trainertätigkeit nicht als Beruf, sondern als Berufung versteht. „Dabei kann der stets bescheiden im Hintergrund auftretende gebürtige Frankfurter, der als aktiver Sportler von 1969 bis 1971 selbst in der höchsten Spielklasse dem Rugby-Ei nachjagte, auf eine ganze Liste herausragender Erfolge verweisen“, so der Geschäftsführer von Lotto Hessen. So habe Deyhle als ehemaliger HLV-Landestrainer und heutiger Bundestrainer Athletinnen wie Betty Heidler, Kathrin Klaas und Andrea Bunjes entscheidend geprägt. „Seine von ihm geformten und geförderten Spieler gehören zu den Besten der Welt und haben zahlreiche Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften gesammelt“, zollte Sundermann dem neuen Trainer des Jahres seine Anerkennung. „Er ist ein Mann der Praxis, der seinen Weg konsequent beschreitet und zielgerichtet arbeitet. Der Erfolg gibt ihm Recht.“

Quelle: Pressemitteilung lsb h

 


25.09.2011