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Berlin-Marathon: Irina Mikitenko läuft auf Platz zwei


Irina Mikitenko (Foto: Victah Sailer)

Irina Mikitenko vom Sportclub Gelnhausen war beim 38. Berlin-Marathon herausragend in Form und lief bei bestem Wetter hinter der Tagessiegerin Florence Kiplagat (Kenia/2:19:44) in 2:22:18 Stunden auf den zweiten Platz. An der Spitze war das Rennen frühzeitig entschieden, der Kampf um die Ränge zwei und drei zwischen Mikitenko und der britischen Weltrekordhalterin Paula Radcliffe hingegen entwickelte sich zu einem Taktikkrimi. Im ersten Rennen nach ihrer Babypause lag Radcliffe lange Zeit zwischen Kiplagat und Mikitenko, bei Kilometer 39 aber zog die Deutsche vorbei und lief mit der drittbesten Zeit ihrer Karriere ins Ziel. „Ich habe gedacht: Lauf dein Tempo. Die Zeit ist in Ordnung. Damit kann ich mich auf Olympia freuen“, sagte die 39-jährige Berlin-Siegerin des Jahres 2008. Radcliffe erreichte bei ihrem ersten Start auf dem Weltrekordkurs und einigen Verletzungsproblemen im Vorfeld 2:23:46 Stunden.

Für Furore sorgte in der Bundeshauptstadt auch Silke Optekamp von Grün-Weiß Kassel. Die 32-Jährige krönte eine erfolgreiche Saison mit einer neuen Bestzeit von 2:37:17 Stunden. Damit wurde die hessische Marathonmeisterin zweitbeste Deutsche. „Das war der Megawahnsinn“, sagte Optekamp. „Jetzt bin ich müde, aber überglücklich. Und heute Abend gehe ich feiern, bis der Arzt kommt.“ Ihre persönliche Bestzeit aus dem Vorjahr beim Frankfurt-Marathon (2:39:56) verbesserte sie deutlich. Für die individuelle Tempoarbeit in Berlin hatte Optekamps Kasseler Klubkollege Fred Schmalz (2:38:44) gesorgt.

Abgesagt aufgrund einer Bronchitis hat die 27-jährige Simret Restle (Grün-Weiß Kassel) ihre Teilnahme beim Halbmarathon „Route de vin“ in Luxemburg. Ihr Marathondebüt soll aber wie geplant beim BMW Frankfurt Marathon am 30. Oktober stattfinden. In Frankfurt nicht am Start sein wird Katharina Heinig von der LG Eintracht Frankfurt, sie befindet sich nach einer längeren Verletzungspause im Frühsommer noch im Aufbautraining. Nach ausgeheiltem Ermüdungsbruch wird die 2:42-Läuferin aber in einer Marathonstaffel gemeinsam mit der WM-Neunten über 3.000 Meter Hindernis, Gesa Krause, und zwei weiteren hessischen Nachwuchsläufern dabei sein.

Uwe Martin

 


26.09.2011