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VGF und HLV verlängern Namensrecht am „Wurfhaus“ Hahnstraße


Das Wurfhaus an der Hahnstraße (Foto: HLV)

Die VerkehrsGesellschaft Frankfurt am Main (VGF) hat das Namensrecht für die leichtathletische Wurfanlage auf der Bezirkssportanlage Frankfurt (Hahnstraße) um weitere fünf Jahre verlängert. Darauf verständigten sich der Geschäftsführer des Hessischen Leichtathletik-Verbandes (HLV), Thomas Seybold, und Robert Jakob, Leiter Stabsstelle Kooperationen/Sponsoring der VGF. Der HLV kann damit deutlich optimistischer in die Zukunft blicken. „Schließlich müssen wir die Betriebskosten ausschließlich aus Eigenmitteln finanzieren. Zudem sind die Fördermittel aus Wettanteilen von Lotto Hessen rückläufig“, sagt Seybold. Im sogenannten Wurfhaus in der Hahnstraße trainieren unter anderen Hammerwurf-Weltrekordhalterin Betty Heidler (79,42 Meter) sowie Kathrin Klaas, die mit 75,48 Meter den vierten Platz in der Jahresweltbestenliste einnimmt. Neben Wurf- und Stoßring verfügt das Werferzentrum auch über eine wettkampfgerechte Anlaufbahn für Speerwerfer.

Ein Kraftraum, der Sportlern aller Disziplinen zur Verfügung steht, sowie ein Raum für Trainingsanalysen und physiotherapeutische Betreuung vervollständigen das Angebot des Bundes- und Landesstützpunkts. Die Spezial-Trainingsanlage auf der Bezirkssportanlage war im Juni 2006 vom damaligen hessischen Innen- und Sportminister Volker Bouffier eingeweiht worden. Bei der Planung des Wurfhauses war allerdings nicht alles reibungsfrei verlaufen, die Baukosten überstiegen letztlich deutlich die Planungen und beliefen sich letztlich auf 580.000 Euro. So reichten die Bundes- und Landesförderung nicht aus. Deshalb wurden Spenden gesammelt, zudem nahm der der HLV einen Kredit auf. In Eigeninitiative tätig wurde seinerzeit auch das Hammerwurf-Team um Betty Heidler und Michael Deyhle, die eigenhändig Lampen an die Wände anbrachten. Der mittlerweile verstorbene HLV-Ehrenvizepräsident Fritz Steinmetz brachte den Erlös eines Grundstücksverkaufs in die Finanzierung ein. „Sport ist für mich mehr als Fußball“, sagte die damalige Frankfurter Sportamtsleiterin Karin Fehres bei der Einweihung. Für den heutigen Ministerpräsidenten Bouffier war die offizielle Eröffnung „ein Tag der Freude für die Leichtathletik“.

Uwe Martin

 


11.10.2011