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Schmitt und Schwab sind Marathon-Hessenmeister


Marco Schwab (Foto: Helmut Schaake)

Bei den Marathon-Hessenmeisterschaften, die im Rahmen des BMW Frankfurt Marathon stattfanden, setzten sich Natascha Schmitt (LG Eintracht Frankfurt/2:52:50) und Marco Schwab (Grün-Weiß Kassel/2:25:49) durch. Der 38-jährige Schwab verteidigte damit seinen Titel und verbesserte seine Bestzeit um 1:12 Minuten. Auch für Schmitt bedeutete die Zeit beim ältesten deutschen Stadtmarathon neuen persönlichen Rekord. Mit Julia Galuschka (LG Wettenberg/Solms) kam eine Marathondebütantin auf den zweiten Rang in 2:56:07 Stunden, Karin Schenk (Spiridon Frankfurt/2:56:56) wurde Dritte. Benedikt Heil (LG Ovag Friedberg-Fauerbach/2:26:27) und Christian Frank (Spiridon Frankfurt/2:29:45) erreichten bei den Männern die Ränge zwei und drei. Die Mannschaftswertungen sicherte sich der Laufklub Spiridon Frankfurt bei den Männern (Frank, Dennis Gutenstein, Thorsten Behnke) und bei den Frauen (Schenk, Viera Böhler, Annette Sattler). Insgesamt hatte für die Traditionsveranstaltung in Frankfurt die Rekordzahl von 15.000 Teilnehmer/innen gemeldet. Geehrt in der Festhalle wurden die schnellsten Hessen von HLV-Wettkampfsportwart Klaus Schuder.

Das Geheimnis des starken Auftritts von Schwab war die Entschlossenheit. „Ich habe meinen Stiefel durchgezogen und mich von der Gruppe um Mocki gelöst“, sagte er. Von Kilometer 15 bis zur Halbmarathonmarke war Schwab im Läuferpool um Topläuferin Sabrina Mockenhaupt unterwegs gewesen. „Doch da ging es sehr durcheinander zu und es wurde sehr unregelmäßig gelaufen. Dann habe ich beschlossen, nach vorne zu gehen und das hat sich bezahlt gemacht.“ Mit 1:12:39 und 1:13:10 Stunden lief er zwei ähnliche Splits in den beiden Rennhälften. Der Weg zur Hessenmeisterschaft war aber nicht einfach, denn Heil war letztlich nur 38 Sekunden hinter ihm. „Am Ende haben meine Beine gebrannt wie Feuer“, sagte Schwab. Gelohnt hat sein Einsatz doppelt, denn neben dem Hessenmeistertitel gewann er auch die Sonderwertung Marathon Manager.

Zufrieden war auch Schmitt. „Die Halbmarathonmarke erreichten wir nach 1:22:22 Stunden. Ein gutes Tempo dachte ich...doch knapp vier Kilometer später begann der Mann mit dem Hammer sich anzukündigen. Schmerzen in den Oberschenkeln machten sich breit. Jeder Schritt wurde schwerer und gequälter. Ab Kilometer 30 konnten wir die vier Minutengrenze pro Kilometer nicht mehr halten. Das Laufen wurde zur Qual. Kein Lächeln mehr, kein Blick auf die Uhr...nur noch der Kampf mit den schmerzenden Beine. Am Ende wusste ich nicht mehr, ob ich das Ziel noch laufend erreichen würde“, schreibt sie auf ihrer Homepage über das Rennen, das sie an der Seite ihres Tempomachers absolviert hatte.

Uwe Martin

 


01.11.2011