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Hessische Hallenmeisterschaften - der erste Tag


Jan Felix Knobel (Foto: Heller)

Ein Mammutprogramm hatte sich Jan Felix Knobel für die Hessischen Titelkämpfe an diesem Wochenende in Hanau vorgenommen. Der WM-Achte im Zehnkampf wollte über 60 Meter Hürden, im Kugelstoßen, sowie im Hoch- und Stabhochsprung an den Start gehen. Den ersten Tag der Meisterschaften beendete Knobel mit zwei Titeln.
Doch über die Hürden und im Hochsprung morgen wird der Athlet der LG Eintracht Frankfurt fehlen. „Ich habe Probleme mit dem rechten Fuß“, erklärte Knobel. „Ich kann nicht richtig belasten, kann im Anlauf maximal 70 Prozent bringen auf der rechten Seite. Das fühlt sich einfach nicht rund an“. Und da der punktemäßig beste deutsche Mehrkämpfer des letzten Jahres sowieso keine „richtige“ Hallensaison geplant hat, lediglich aus dem Training heraus ein paar Wettkämpfe bestreiten will, verzichtet er vorsichtshalber auf den morgigen Wettkampftag.

Zwei Starts – zwei Titel

So lautet die Bilanz von Jan Felix Knobel in Hanau. Gleich um 10 Uhr morgens sicherte er sich den Titel im Kugelstoßen. Mit 15,75 Metern. „Nicht ganz so weit, wie beim Wettkampf letzte Woche, aber eigentlich ganz ok“, bilanzierte Knobel. Zu demselben Ergebnis kam er auch nach dem Stabhochsprung. Gold mit 4,70 Metern. „Das hätte gerne auch noch eine Höhe mehr sein können. Aber mit den Sprüngen aus verkürztem Anlauf kann ich ganz zufrieden sein“. Zwei gute Leistungen trotz Fußbeschwerden – Jan Felix Knobel hat bei den Hessischen Titelkämpfen klar gemacht, dass mit ihm in diesem Jahr erneut zu rechnen ist.

Felix Göltl holt hessische Sprinterkrone


Atschkinadze Sprintkönigin (Foto: Heller)

Bei den Männern ging wie erwartet kein Weg vorbei an Felix Göltl. Der schnelle Mann vom TuS Kriftel sprintete die 60 Meter in 6,79 Sekunden. Im Zwischenlauf war Göltl bereits exakt genauso schnell gelaufen. Ein guter Auftakt in die Hallensaison auf dem Weg zu einer Top-Platzierung bei den Deutschen Meisterschaften in Karlsruhe Ende Februar. Die schnellste hessische Sprinterin war in Hanau Ksenia Atschkinadze (Sportclub Gelnhausen). Nachdem sich Beatrice Marscheck vom LAZ Gießen mit einem Fehlstart selbst aus dem Titelrennen gebracht hatte, war der Weg frei für das Geburtstagskind des Tages. Die jetzt 23-Jährige gewann in guten 7,62 Sekunden.

Marscheck entscheidet Weitsprung-Duell

Zum Duell Atschkinadze/Marscheck kam es dann aber doch noch: im Weitsprung. Hier hatte die WM-Teilnehmerin von 2009 die Nase vorne. Marscheck sicherte sich mit 6,18 Metern den Titel – und hatte dabei lediglich zwei Zentimeter Vorsprung vor Ksenia Atschkinadze. Ebenfalls am Start war hier Siebenkämpferin Carolin Schäfer. Sie wurde Fünfte, mit 5,56 Metern.
Mehr erhofft hatte sich auch Weitspringer Yannick Roggatz. „Eigentlich wollte ich hier gleich mal die B-Norm für die Deutschen Meisterschaften in Angriff nehmen“, sagte er. Das wären 7,35 Meter gewesen. Am Ende standen für den Athleten vom TV Heppenheim 6,98 Meter zu Buche und Roggatz sah sich weit entfernt vom erhofften Ergebnis. „Das war gar nichts“, meinte er enttäuscht. Die nächste Chance bietet sich nun bei den Süddeutschen Meisterschaften in zwei Wochen.

Ein tolles Rennen lieferte Heyi Homiyu Tesfave von der LG Eintracht Frankfurt über 1500 Meter ab. Er siegte in 3:46,42 Minuten vor Teamkollege Nico Sonnenberg (3:54,96 min). In der männlichen Jugend U18 überzeugte über diese Distanz Abdi Uya Hundessa. Der Mann vom LC Mengerskirchen sicherte sich Gold in 3:56,85 Minuten.

(jn)

 


14.01.2012