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Jugend-DM: Drei Titel für Tesfaye, zwei für Schütz


Ann-Christin Strack (Foto: Iris Hensel)

An den Tagen zwei und drei der deutschen Jugendmeisterschaften U18 und U20 in Mönchengladbach-Rheydt setzten sich die hessischen Athleten teilweise überragend in Szene. Nach seinem U20-Titelgewinn am Freitag über 5.000 Meter setzte Homiyu Tesfaye (LG Eintracht Frankfurt) noch zwei Meisterschaften obendrauf. Zunächst gewann er die 1.500 Meter in 3:54,51 Minuten (Clemens Kammer von der LG Reinheim/Roßdorf wurde Vierter in 3:56,00); etwa zweieinhalb Stunden später lag der gebürtige Äthiopier auch über 3.000 Meter vorne (8:25,02). Einen „Doppelschlag“ gab es auch vom 16-jährigen Simon Schütz (SV Hohenstein). In der U18 gewann er die 100 Meter in 10,68 Sekunden, im Vorlauf hatte der junge Mann aus Bad Schwalbach seine Bestzeit bereits auf 10,60 Sekunden gedrückt. Auch über 200 Meter setzte sich Schütz durch - er benötigte 21,58 Sekunden. Es waren die deutschen Jugendtitel zwei und drei für den Hessen, in der Halle hatte er sich in Abwesenheit des Top-Nachwuchssprinters Patrick Domogala (MTG Mannheim) über 200 Meter durchgesetzt. „Ich bin froh, dass ich dem Druck standgehalten habe“, sagte Schütz dem „Wiesbadener Kurier“.


Helena Gräfe zu Baringdorf (Foto: Iris Hensel)

Apropos Wiesbaden: Helena Gräfe zu Baringdorf (WLV) lief über 200 Meter auf den zweiten Platz der U20 in 24,77 Sekunden - neuer Bestleistung. Seine Erfolgsserie vom Freitag setzte der Nachwuchs vom LAZ Gießen am Samstag und Sonntag fort. Und feierte mit letztlich vier Medaillen das erfolgreichste Wochenende der Vereinsgeschichte, so Trainer Markus Czech. Mit 21,46 Sekunden als Zweiter des 200-Meter-Finales der U20 holte sich Costa Laurenz sein zweites Edelmetall, und wie über 100 Meter lag Domogala (21,28) auch in diesem Rennen vorne. Seine Bestleistung von 21,39 Sekunden verpasste der Mittelhesse nur knapp. Einen Rekord gab es für Ann-Christin Strack über 100 Meter Hürden. Und wie über 100 Meter war es Alexandra Burghardt (LAZ Inn), die das Finale gewann, dieses Mal in 13,45 Sekunden. Strack touchierte die letzte Hürde, kam ins Straucheln und stürzte nach 13,60 Sekunden (2.) ins Ziel. „Natürlich wäre die Zeit ohne Sturz noch ein Stück besser gewesen. Aber ich bin sehr zuversichtlich, dass ich dieses Jahr noch einmal schneller laufe“, sagte die Abiturientin. Eine weitere Medaille holte Lea Seyffert (LSG Goldener Grund/24,80/2.) über 200 Meter der U18 nach Hessen. Beim Saisonhöhepunkt in bester Form zeigte sich Constantin Schmidt (TG Obertshausen) über 400 Meter der U18. Der Schützling von Trainer Robert Schieferer qualifizierte sich souverän für das Finale und steigerte seine Bestzeit als Zweiter auf 48,70 Sekunden.


Homiyu Tesfaye (Foto: Helmut Schaake)

Gute Leistungen zeigte der hessische Nachwuchs auch hinter den Podestplätzen. So wurde Carlos Castro-Schauer (LG Eintracht Frankfurt) Vierter im U20-Weitsprung (7,20), Nathalie Buschung (TV Eschhofen) erreichte im Hochsprung der U18 ebenfalls den vierten Platz mit 1,74 Meter. Auch die Abteilung Wurf/Stoß präsentierte sich im Grenzlandstadion in Form. Marc Krause (TGS Niederrodenbach) wurde Vierter im Diskuswurf der U18 (52,74) und Siebter im Kugelstoßen (17,63), sein Vereinskollege Julian Wielitsch Neunter (17,15). Platz sechs erreichte Nils Kollmar vom TSV Frankenberg im Diskuswerfen der U20 (50,31), Tobias Kretzschmar (TGS Niederrodenbach) wurde Vierter im Kugelstoßen mit 17,52 Meter. Rebecca Müller (TGS Niederrodenbach/U20) schleuderte den Diskus 46,38 Meter weit und platzierte sich damit als Fünfte. Noch einen Rang besser machte es Laura Jokeit (TSV Frankenberg) im Kugelstoßen der U18 (15,25). Das U18-Speerwerfen beendete Nicole Gölz (TV Reisen) als Fünfte mit 44,32 Meter.

Für ein mutiges Temporennen wurde Ronja Böhrer (SSC Bad Sooden-Allendorf) im 1.500-Meter-Hindernislauf der U18 mit der Bronzemedaille belohnt. Nach dem Startschuss übernahm Böhrer die Führung des 18-köpfigen Feldes und schien sich kurzzeitig absetzen zu können. Doch Titelverteidigerin Tanja Spill (Bayer Leverkusen) sowie Antonia Hehr (Molbergen) schlossen die Lücke und zogen vorbei. Aber die Nordhessin kämpfte sich wieder an Hehr heran, zeitgleich überquerten beide in 4:53,94 Minuten die Ziellinie. Nach Auswertung des Zielfotos wurde Böhrer auf Platz drei gesetzt. Ihre Bestzeit hatte sie mit einer Steigerung um 8,5 Sekunden pulverisiert und damit auch den Hessenrekord von Gesa Krause (LG Eintracht Frankfurt/4:54,99/2009) unterboten.

Uwe Martin

 


23.07.2012