Sponsoren HLV Logo

Gesa Krause beschenkt sich mit Platz acht


Gesa Krause (Foto: Iris Hensel)

Gesa Krause von der LG Eintracht Frankfurt hat im olympischen Finale über 3.000 Meter Hindernis ihre persönliche Bestzeit als Achtplatzierte nochmals verbessert. Die 20-jährige Hessin lief am Montagabend 9:23,52 Minuten und damit etwas schneller als bei ihrem Vorlaufsieg (9:24,91). Dass sie damit erneut den hessischen Rekord verbesserte - keine Frage. „Ich bin überglücklich, dass ich hier im Finale war“, sagte Gesa Krause. „Ich habe noch viele Jahre vor mir. So kann es weitergehen.“ Olympisches Gold holte sich die russische Weltmeisterin Julija Saripowa (9:06,72), die Silbermedaille gewann die Tunesierin Habiba Ghribi, Dritte wurde Sofia Assefa aus Äthiopien (9:09,84). Für Gesa Krause waren die Olympischen Spiele ein weiterer Meilenstein in ihrer noch jungen Karriere. Innerhalb von etwas mehr als einem Jahr wurde sie U20-Europameisterin und WM-Neunte, lief Europarekord und bei der EM in Helsinki auf den vierten Platz. Nun folgte Rang acht bei Olympia. „Ich habe es allen gezeigt und werde mit jedem Rennen erwachsener. Es war ein Geschenk, hier im Finale gewesen zu sein.“


Irina Mikitenko (Foto: Iris Hensel)

Einen Tag zuvor war Irina Mikitenko (SC Gelnhausen) im olympischen Marathon auf den 14. Platz gelaufen. Die deutsche Rekordhalterin (2:19:19/2008) lief 2:26:44 Stunden und verpasste die Bronzemedaille um 3:37 Minuten. „Es war wirklich sehr anstrengend“, sagt die 39-Jährige nach dem Lauf über 42,195 Kilometer mit Start und Ziel auf der Prachtstraße „The Mall“. Das Regenrennen war eine harte Prüfung für alle 120 Teilnehmerinnen, am besten kam die neue Olympiasiegerin Tiki Gelana (Äthiopien/2:23:07) mit den Bedingungen zurecht. Dahinter erreichten die Kenianerin Priscah Jeptoo (2:23:12) und die Russin Tatjana Archipowa (2:23:19) das Ziel. Mikitenko hatte insgeheim von einer Medaille geträumt, vorbei war es damit, als nach 25 Kilometern die Afrikanerinnen aus Kenia und Äthiopien für eine Tempoverschärfung sorgten. „Da habe ich mir gesagt: Du bleibst dran, egal wie. Und wenn du ins Ziel krabbelst“, meinte Mikitenko. Die Siebte des London-Marathons 2012 fing noch einige Mitfavoritinnen ab, für einen einstelligen Platz reichte es jedoch nicht. „Auf der einen Seite ist das Ergebnis natürlich enttäuschend. Auf der anderen Seite habe ich alles gegeben.“ Mikitenko war nicht die einzige Enttäuschte. Auch die zweimalige Siegerin des London-Marathons und Afrika-Rekordhalterin Mary Keitany (Kenia) blieb als Vierte (2:23:56) deutlich unter ihren Ansprüchen.

Uwe Martin

 


06.08.2012