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Tolles Debüt von Steffi Wiesmair im Nationaltrikot


Stefanie Wiesmair, Britta Müller und Lea Bäuscher (Foto: Wilfried Raatz)

Doppelte Freude bei Stefanie Wiesmair, der Dauerbrennerin im Trikot von Grün-Weiß Kassel. Zuerst heiratete sie ihren langjährigen Lebensgefährten Benjamin Rexhäuser, dann lief die mehrmalige Rennsteig-Siegerin und deutsche 10-Kilometer- und Halbmarathon-Mannschaftsmeisterin bei der Berglauf-Langstrecken-WM im Rahmen des Jungfrau-Marathons mit dem deutschen Team auf Platz vier. In der Einzelwertung war Wiesmair als 15. zweitbeste Deutsche beim vielleicht schönsten Marathon der Welt, der von Interlaken (Schweiz) über 1.832 Höhenmeter auf die Kleine Scheidegg am Fuß von Eiger, Mönch und Jungfrau führt. Für die 42 Kilometer benötigte sie 3:48:40 Stunden. Ein toller Erfolg für die zuverlässige Läuferin im grün-weißen Trikot, die in Pfungstadt wohnt und von Wilfried Raatz trainiert wird. Den WM-Titel holten sich die Amerikanerinnen (11:00:50), die deutsche Mannschaft mit Wiesmaier, Britta Müller (3:54:33) und der 30-jährigen Lea Bäuscher (LG Ovag Friedberg-Fauerbach/3:55:59) benötigte 11:39:13 Stunden.

„Die Organisation und das Wetter waren perfekt“, sagt Wiesmaier. Losgegangen war es morgens um 9 Uhr, und die Spitzengruppe ging die ersten 10 Kilometer bei 38:31 Minuten durch. Wiesmair musste ihre Geschwindigkeit von einem 3:50er-Schnitt auf 4 Minuten drosseln. „Bei Kilometer vier hatte ich dann das Tempo drin und es lief echt locker“, so die 32-Jährige. Dann folgte ein welliger Abschnitt bis Kilometer 25 und anschließend die 1.800 Höhenmeter. Bis Wengen ging es relativ steil hoch, ab dem steilen Anstieg konnte Wiesmaier dann Platz um Platz gut machen. Die zweite Gruppe der Schweizerinnen überholte sie in Wengen, die Russen vor dem letzten steilen Anstieg. Sie musste zwar noch eine Britin ziehen lassen, ließ aber renommierte Athletinnen wie die Weltmeisterin von 2010, Brandy Erholtz, hinter sich. „Mit der Zeit bin ich sehr zufrieden und vor allen Dingen mit dem Schlussteil. Die Zwischenzeiten auf den letzten Abschnitten waren jeweils unter den Top 10 bis 14. Leider haben wir Bronze um drei Minuten verpasst.“

Doch letztlich stand die Freude im Vordergrund. „Ich bin super zufrieden mit meinem Einstand im Nationalteam - wir hatten einen Platz in den Top 20 bis 25 veranschlagt. Für mich war es ein schöner Abschluss des Jahres und das absolute Highlight meiner Laufkarriere.“

Quelle: Pressemitteilung Kassel-Marathon/Bearbeitung: Uwe Martin

 


14.09.2012