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Dennis Hutterer Deutscher Hallenmehrkampfmeister in der U18


Strahlender Titelträger: Dennis Hutterer (Fotos: Heller)

Dennis Hutterer hat bei den Deutschen Hallenmehrkampf-Meisterschaften in Frankfurt-Kalbach für einen echten Paukenschlag gesorgt. Das Nachwuchstalent vom ASC Darmstadt holte sich am Sonntag den Deutschen Meistertitel – mit ganz starken 5.403 Punkten. „Besser hätte es wirklich nicht laufen können, es war alles perfekt“, freute sich Dennis hinterher. Knapp zwei Jahre lang hatte er wegen diverser Verletzungen keinen Mehrkampf mehr zu Ende gemacht.

Der Wettkampf in der Kalbacher Halle begann, wie sich der 16-Jährige das erträumt hatte. Mit 7,02 Sekunden über 60 Meter legte er eine neue persönliche Bestleistung hin. Im Weitsprung setzte er mit 6,42 Metern noch eine weitere Bestmarke drauf. „Ich habe in den letzten Wochen sehr viel an meiner Schnelligkeit gearbeitet. Deshalb wusste ich, dass ich weit springen kann“, analysiert Dennis Hutterer. Dennoch: Weitsprung hatte er in diesem Winter noch nicht trainiert. Dass es dann mit Anlauf und Absprung perfekt geklappt hat, hat den Griesheimer natürlich besonders gefreut. Im Kugelstoßen – seiner Zitterdisziplin – erzielte Hutterer mit 15,66 Metern die dritte Bestleistung. Nach 4,10 Metern im Stabhochsprung und sehr schnellen 8,20 Sekunden über 60 Meter Hürden folgte das eigentliche Highlight: Dennis überquerte 2,08 Meter im Hochsprung. „Das war der Wahnsinn“, so der 16-Jährige. Mit 200 Punkten Vorsprung auf den Zweiten ging Dennis Hutterer dann in die abschließenden 1.000 Meter. Mit 3:03,91 Minuten ließ der Mehrkämpfer vom ASC Darmstadt nichts mehr anbrennen.


Freut sich über Silber: Fabian Christ

In der männlichen Jugend U20 hat sich Fabian Christ (LG Eintracht Frankfurt) mit einem tollen Siebenkampf Silber erkämpft. Seine Punktzahl: 5.447. „Das sind über 140 Punkte mehr als ich mir vorgenommen hatte. Das ist Bombe“, freute sich Christ über seine erste Medaille bei Deutschen Meisterschaften. Vor allem mit seiner Weitsprungleistung nah an die 7-Meter-Marke ran (6,92m) konnte er überzeugen. „Im Hochsprung wäre noch eine Höhe mehr drin gewesen. So blieb es bei 1,90 Meter. Aber dafür freue ich mich über mein Stabhochsprung-Ergebnis. 4,50 Meter waren echt mehr als ok dafür, dass ich im Training in der letzten Zeit nicht so gut klar kam was den Anlauf angeht“.

Zweiter Hesse in der U20 war Hendrik Nungeß. Der Mehrkämpfer von der LG Neu-Isenburg/Heusenstamm landete unter den Top10, holte 4.934 Punkte – Hallenbestleistung. Und das, obwohl Hendriks starke Wurfdisziplinen, zum Beispiel der Speerwurf, ja in der Halle wegfielen. Mit 7,62 Sekunden lief der zweifache Deutsche Jugendmeister von 2011 Bestleistung über die Hürden. Mit 4,30 Meter stellte er zudem seine Bestmarke im Stabhochsprung ein.

Für eine echte Überraschung sorgte auch Selina Bernhardt. Die U20-Athletin vom TV Dillenburg hat aus hessischer Sicht die zweite Silbermedaille geholt. Die Athletin erreichte in den fünf Disziplinen 3.727 Punkte – nur vier Zähler weniger als die neue Deutsche Hallenmeisterin Ester Oefner. „Ich hätte vorher nie gedacht, dass ich hier überhaupt eine Medaille gewinne“, sagte Selina nach ihrem Silberwettkampf. „Von daher freue ich mich total – aber nur vier Punkte Rückstand am Ende sind natürlich auch ärgerlich“.
Julia Smakal vom Alsfelder Sportclub landete mit insgesamt 3.260 Punkten auf Rang sechs.

Nach der verletzungsbedingten Absage von Olympiastarter Jan Felix Knobel sollte es Steffen Klink bei den Männern richten. Der Athlet vom TSV Kirberg musste am zweiten Tag aber aufgeben, bevor der Wettkampf angefangen hatte. Eine Fußverletzung hinderte ihn am 60 Meter Hürden-Start. Die Probleme hatten bereits vor gut einer Woche begonnen. Im Weit- und Hochsprung konnte Klink nicht schmerzfrei seine Leistung abrufen, sprang 6,78 Meter bzw. 1,91 Meter. Im Kugelstoßen hatte er am ersten Tag 13,71 Meter erzielt, war 7,29 Sekunden über die 60 Meter gesprintet. „Das ist natürlich sehr schade, dass ich hier aufgeben musste“, sagt Klink, „aber von den Leistungen her habe ich schon am Samstag gemerkt, dass nicht so viel geht“.

Noch schmerzvoller endete der Hallensiebenkampf für Max Wannemacher. Der Mehrkämpfer der LG Eintracht Frankfurt verletzte sich beim Weitsprung. Diagnose: Muskelfaserriss. Wannemacher wäre mit seinen Vorleistungen ein vielversprechender Kandidat für die vorderen Plätze gewesen. Über 60 Meter war er mit 7,10 Sekunden der Schnellste aller Mehrkämpfer.

Marcel Breitkopf vom LAZ landete in der Gesamtwertung unter den Top10, holte 4.958 Punkte. Eine seiner großen Stärken: der Stabhochsprung. Hier lieferte Breitkopf saubere Sprünge ab, überquerte 4,70 Meter. An der nächsten Höhe scheiterte er jeweils nur knapp. Mehrkampfkollege Sven Medenbach (LSG Goldener Grund Selters) erzielte insgesamt 4.778 Punkte – Rang 13. Besonders herauszuheben: seine Leistung über 60 Meter Hürden. Hier rangierte Sven mit 8,50 Sekunden im vorderen Bereich des Teilnehmerfeldes.

Einzige hessische Teilnehmerin in der weiblichen U18: Hanna Gambetta. Das Talent von der TSG Schlitz erlebte in ihrem Fünfkampf Höhen und Tiefen, erzielte insgesamt 3.582 Punkte – Rang acht. Ihre Leistungen im Einzelnen: 9,35 Sekunden über 60m Hürden, 1,64 Meter im Hochsprung, 11,15 Meter im Kugelstoßen, 5,63 Meter im Weitsprung und 2:36,12 Minuten über die abschließenden 800 Meter.


Julia Nestle

 


27.01.2013