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Darmstadt-Marathon 2013 abgesagt


Der Darmstadt-Marathon fällt im Jahr 2013 aus (Foto: wus-media)

Nach nur fünf Jahren kommt für den jüngsten Spross der Darmstädter Laufszene, den Darmstadt-Marathon, zumindest für 2013 das Aus. „Die finanziellen Risiken sind zu groß“, sagt Wilfried Raatz, Marathon-Organisationschef und Zweiter Vorsitzender des ASC Darmstadt. Mit der Ausrichtung der Deutschen Sparkassen-Meisterschaften war 2008 zugleich der Darmstadt-Marathon aus der Taufe gehoben worden - mit einer Beteiligung von rund 2.500 Läuferinnen und Läufern. „Das Sponsorenengagement hat uns leider von Beginn an unsere Grenzen aufgezeigt. Von Jahr zu Jahr wurden allerdings die Ausgaben für Verkehrslenkungen und Genehmigungsgebühren immer höher. Nach nunmehr fünf Jahren müssen wir allerdings sagen, dass wir diese Gratwanderung nicht mehr machen können, um nicht die anderen Laufveranstaltungen in Darmstadt unnötig zu gefährden“, sagt Raatz.

Wirtschaftlich sei eine Schieflage aufgetreten, die durch Meldegebühren nicht aufzufangen sei. Raatz: „Für 2013 konnten wir keine neuen Partner gewinnen, obwohl es im Raum Darmstadt genügend potente Sponsoren gibt. Alleine ein Aufschlag auf die Meldegebühren von vielleicht zehn Euro hätte hier geholfen. Das ist aber eine Milchmädchenrechnung, denn es ist nicht gesagt, ob angesichts dieses ‚Solidaritätszuschlags’ die Teilnehmerzahlen weiterhin so stabil gewesen wären. Obwohl der Darmstadt-Marathon den Namen Darmstadt quer durch die Republik weiter bekannt gemacht hat, konnten wir aus den städtischen Töpfen keinen Cent locker machen.“

So weist der Etatplan der zuständigen Organisationsagentur wus-media (Fischbachtal) für Genehmigungsgebühren und Verkehrslenkungsmaßnahmen einen Betrag von 30.000 Euro auf, der neben allen anderen anfallenden Kosten alleine durch Sponsorengelder und Meldegebühren zu begleichen gewesen wäre. Eine weitere Rechnung mit unbekannten Größen laut Raatz: „Offen ist dabei noch, mit welchen Steigerungen bei der Gebührenordnung und mit welchen Kosten für den Polizeieinsatz zu rechnen gewesen wäre.“ Derartige Verlautbarungen hatten ihn im Herbst 2012 aufgeschreckt, konkrete Zahlen konnte Sportdezernent Rafael Reisser bislang nicht nennen.

Die Zusage der Stadt Darmstadt, bei Verkehrslenkungsmaßnahmen Zuschüsse zu gewähren, sieht Raatz derzeit für den Darmstadt-Marathon nicht gegeben. „Bei einem Gesamtbetrag von 100.000 Eur0 kann ein Zuschuss für uns nicht in dem Maße greifen, wie es notwendig gewesen wäre. Außerdem gibt es zu viele Veranstaltungen, die auf diesen Topf zugreifen möchten“. Erschwerend käme hinzu, dass die Stadt Darmstadt Zuschüsse nur an gemeinnützige Vereine zahlt, aber nicht an Agenturen. „Aus finanztechnischen und vor allem steuerlichen Gründen musste der ASC Darmstadt alle Veranstaltungen auslagern und einer Organisationsagentur übertragen. „Die Gemeinnützigkeit wäre sonst in Gefahr gewesen“, so Raatz.

Quelle: Pressemitteilung/Ludwig Reiser



 


26.03.2013