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Die heilenden Hände der HLV-Physios


Norbert Müller (Foto:Heel)

Ohne sie geht nichts - ohne die Physiotherapeuten des Hessischen Leichtathletik-Verbandes, kurz HLV-Physios genannt. An der Spitze steht Norbert Müller, Leiter und Geschäftsführer des PhysioZentrums in Erbach/Odenwald. Müller, dem bundesweit der Ruf eines „Gurus“ mit heilenden Händen vorauseilt, bildet gemeinsam mit dem Leitenden Verbandsarzt Andrew Lichtenthal (St. Vinzenz-Krankenhaus Hanau) auch die Doppelspitze der Medizinischen Abteilung im HLV. Zu Müller kommen sie alle, Hobbysportler, Freizeitsportler, aber auch die ganz Ambitionierten. Und natürlich Spitzenathleten wie die Olympiafünfte im Hammerwerfen, Kathrin Klaas, die deutsche Marathon-Hoffnung Katharina Heinig und Gesa Krause, Olympiaachte über 3.000 Meter Hindernis. „Qualität ist mir wichtig“, hat Müller einmal gesagt. Diesem Leitmotiv hat er seine Arbeit untergeordnet. Insgesamt arbeiten sieben Physiotherapeuten für den HLV: Im Norden ist Kai-Olav Thöne (Kassel) tätig, Müller betreut wie Frank Leutz (Beerfelden) den äußersten Süden, Steffi Nasz wohnt in Tübingen, Pia Schellhass arbeitet in Mörfelden-Walldorf. Den Olympiastützpunkt (OSP) Frankfurt am Main decken Johanna Weber und Rainer Schubert ab.

12.000 Euro hatte HLV-Schatzmeisterin Corinna Thibol im vergangenen Jahr in den Etat eingestellt, unterteilt in 8.000 Euro für die Arbeit am OSP Frankfurt sowie 4.000 Euro für D-Kader-Maßnahmen. Doch längst sind die HLV-Physiotherapeuten auch national und international gefragt. Müller gehört fest zum medizinischen Stab des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, er war im vergangenen Jahr unter anderem bei den Großereignissen EM (Helsinki) und Olympische Spiele (London) vor Ort, betreute zudem das vorolympische Trainingslager in Kienbaum. Wie auch Schubert, der eine Hochsprung-Bestleistung von 2,10 Meter (2002) und eine persönlichen Zehnkampfrekord von 7.132 Punkten ( 2003) aufzuweisen hat. Vor vier Jahren beendete er seine aktive Karriere - nachdem er sich mit der LG Eintracht Frankfurt den deutschen Zehnkampf-Mannschaftstitel gesichert hatte.

Mittlerweile betreibt er gemeinsam mit einem Kollegen eine Physiotherapie-Praxis in Frankfurt-Bockenheim. Bei der Hallen-EM in Göteborg feierte der Unterfranke seine Premiere als Betreuer der A-Nationalmannschaft auf breiter internationaler Bühne. Doch die HLV-Physiotherapeuten müssen nicht nur ihren Job beherrschen, das sowieso, sie müssen auch schweigen können. Denn was Athletinnen und Athleten während der Behandlung so plaudern, sind natürlich Betriebsgeheimnisse. Denn nur eine nachhaltige Vertrauensbasis ermöglicht lange und letztlich erfolgreiche Zusammenarbeit.

Gefragt sind die hessischen Physiotherapeuten auch in den Trainingslagern der Spitzenathleten. Je nach Ausgangslage wird hier eine Mischfinanzierung von HLV, DLV und dem Olympiastützpunkt gestemmt, um die Betreuung der Athleten/der Athletinnen außerhalb der gewohnten Umgebung zu gewährleisten. Dabei können bisweilen nicht alle Wünsche erfüllt. So kam die Anfrage von Ariane Friedrich an Schubert, ob er mit ins Oster-Trainingslager nach Valencia (Spanien) fliegen könne, schlichtweg zu kurzfristig. Die deutsche Rekordhalterin musste sich vor Ort umschauen.

Uwe Martin

 


29.03.2013