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Hessen überzeugen beim Werfercup in Wiesbaden


Tobias Kretzschmar, Rebecca Müller und Marc Krause beim Werfercup (Foto: Müller)

Unter dem Eindruck der Weltklasseleistungen von Olympiasieger Robert Harting, der den Diskus zum Saisonauftakt auf 68,31 Meter warf, oder Julia Fischer bei den Frauen (66,04m; beide SCC Berlin), konnten auch die hessischen Athleten beim Werfercup in Wiesbaden überzeugen. Das Traditionsmeeting lockte wieder zahlreiche deutsche und internationale Spitzenathleten in die Landeshauptstadt. Bei den Frauen mit dabei: Sabine Rumpf und Julia Bremser von der LSG Goldener Grund. Beide zeigten in Wiesbaden eine sehr gute Leistung.

Sabine Rumpf wurde mit 58,28 Metern Sechste. „Ich bin echt zufrieden“, sagte die 30-Jährige hinterher. „Eigentlich hatte ich mir diese Weite gar nicht zugetraut. Im Trainingslager lief es nicht so optimal und ich fühle mich noch nicht richtig fit, habe irgendwie saft- und kraftlos geworfen. Dass es dafür dann zu über 58 Metern gereicht hat, hat mich überrascht und gefreut.“ Teamkollegin Julia Bremser konnte auch mehr als zufrieden sein mit ihrem Wurf auf 56,38 Meter. Gleich vier Ungültige hatte Bremser am Ende auf ihrem Konto – insgesamt Rang sieben. Im B-Wettkampf der Frauen erzielte Marie-Christin Lehm vom ASC Darmstadt mit 55,35 Metern eine neue persönliche Bestleistung.

Niederrodenbacher stark

In der weiblichen U20 hat Rebecca Müller von der TGS Niederrodenbach nur hauchdünn die geforderte Norm von 50,00 Metern für die U20-Europameisterschaften in Rieti/Italien verpasst. Mit 49,68 Metern blieb Rebecca knapp unter der Marke. „Der Wurf hat sich richtig gut angefühlt. Ich hatte ja die ersten beiden Versuche ungültig. Da musste ich zittern und alles in den Dritten reinlegen“, erzählt Rebecca Müller. Jetzt will sie die U20-EM-Norm nächste Woche in Halle angreifen. Und dass das Nachwuchstalent Würfe über 50 Meter drauf hat, konnte Rebecca bereits in der Halle unter Beweis stellen (50,13m).

Teamkollege Marc Krause wollte in seiner Altersklasse die Norm für die U18-WM (56,00 m) in Angriff nehmen. Mit 54,96 Metern wurde der TGS-Werfer Vierter, verpasste knapp seine persönliche Bestleistung. Die Konkurrenz in der U18 ist stark, schon vier deutsche Athleten haben die WM-Norm geknackt. Im Kugelstoßen landete Marc Krause auf Rang drei (16,85m). Der dritte Niederrodenbacher im Bunde, Tobias Kretzschmar, gewann das Kugelstoßen der U20 mit starken 17,86 Metern.

Nungeß und Jokeit mit Bestleistungen

Zum ersten Mal in seiner Karriere hat Hendrik Nungeß (LG Neu-Isenburg/Heusenstamm) mit dem Diskus über die 50-Meter-Marke geworfen. Dafür reichte ihm ein einziger gültiger Versuch. Mit 50,12 Metern wurde er Gesamt-Siebter in der U20. Eine Altersklasse höher konnte Marius Rosbach (TV Elz) mit seinem Auftritt zufrieden sein. Er schleuderte die Scheibe auf 51,04 Meter – Rang sieben. „Zum Saisoneinstieg war das völlig ok“, analysierte Trainer Martin Rumpf. „Wir wussten nicht, ob er die 50 Meter heute überhaupt drauf hat, von daher kann er jetzt in Halle nächste Woche seine Bestleistung (53,22m) angreifen.“ Der Neu-Frankfurter Sebastian Dietl wurde mit 50,28 Metern Achter.

Eine richtig tolle Vorstellung hat Laura Jokeit beim Werfercup abgeliefert. Die Athletin vom TSV Frankenberg siegte im Kugelstoßen der U20 mit 15,06 Metern und verbesserte darüber hinaus noch ihre persönliche Bestleistung im Diskuswurf auf starke 45,86 Meter. Aus der Hallensaison hatte Jokeit 41,61 Meter stehen. Lisa Schmitt (LG Eintracht Frankfurt) warf den Diskus in der U18 auf 38,90 Meter – Rang drei.

(jn)

 


19.05.2013