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Müller, Dombrowski und Hütter beenden Karriere


Nils Müller (Foto: Iris Hensel)

Unmittelbar vor den hessischen Meisterschaften an diesem Wochenende in Bad Homburg haben drei (ehemalige) Spitzenathleten ihren Rücktritt erklärt. Sprinter Nils Müller zog dabei ebenso die Konsequenz aus jahrelangen Verletzungssorgen wie 400-Meter-Hürdenläufer Marc-John Dombrowski. Beide sind im Trikot der LG Eintracht Frankfurt an den Start gegangen und gehörten zur Trainingsgruppe von Volker Beck, dem 1980er Olympiasieger über 400 Meter Hürden. Nicht mehr aktiv ist auch die ehemalige Studenten-Weltmeisterin im Stabhochsprung, Julia Hütter. Bei der 29 Jahre alten Polizeikommissarin hatte sich im Trainingslager in Südafrika eine Verletzung am Sitzbein wieder bemerkbar gemacht, was die 4,60-Meter-Springerin als ultimatives Zeichen interpretierte und ihre Karriere beendete. Dombrowski gehörte mit 19 Jahren zu den größten deutschen Hoffnungen über die Langhürdendistanz, 2009 lief er bei den U20-Europameisterschaften auf den zweiten Platz und verbesserte sich auf 50,89 Sekunden.

Immer wieder von Verletzungen gebeutelt wurde auch Müller. Der Bankkaufmann hatte vor drei Jahren seine stärkste Sommersaison, seine Bestzeiten über 100 Meter (10,47 Sekunden) und 200 Meter (20,83 Sekunden) resultieren aus dieser Zeit. Der deutsche Juniorenmeister über 200 Meter (2005), Fünfte der deutschen Meisterschaften über dieselbe Strecke (2010) sowie Teilnehmer der U20-WM (2006) und U23-EM (2007) zieht die Spikes im Alter von 25 Jahren aus. 400-Meter-Läufer Niklas Zender (LG Eintracht Frankfurt) wird laut Beck nur im WM-Sommer 2013 nicht in Erscheinung treten, der Medizinstudent mit einer Bestzeit von 46,18 Sekunden (2008) absolviert sein Physikum und will anschließend seine Karriere fortsetzen. (tin.)

 


01.06.2013