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Tesfave und Klopsch siegen in Regensburg


Neue Bestzeit für Christiane Klopsch (Foto: IRIS)

Homiyu Tesfave war am Wochenende auch beim Meeting in Regensburg eine Klasse für sich. Der gebürtige Äthiopier im Trikot der LG Eintracht Frankfurt lief über 1.500 Meter selbst den Kenianern auf und davon. In 3:38,44 Minuten hatte er am Ende über vier Sekunden Vorsprung auf den zweitplatzierten Cornelius Ndiwa (Kenia), überzeugte vor allem mit seinem Schlussspurt auf den letzten 200 Metern. An seine Bestmarke von 3:36,90 Minuten vom vergangenen Wochenende kam Tesfave nicht ganz heran. Wenn es mit der Einbürgerung in den kommenden Tagen wie geplant klappt, kann Homiyu Tesfave bei den U23-Europameisterschaften an den Start gehen – die Normen über 800, 1.500 und 5.000 Meter hat er bereits locker abgehakt.
Teamkollege Nico Sonnenberg lieferte in Regensburg einen ebenso starken Auftritt ab. Sonnenberg, der sich bereits für die U23-Europameisterschaften über 5.000 Meter qualifiziert hat, finishte als Sechster in 3:46,92 Minuten – neue Saisonbestmarke.

Klopsch läuft Bestzeit und fährt zur Team-EM

Auch für Christiane Klopsch lief es bei der Gala richtig gut. Die 22-Jährige gewann die 400 Meter Hürden Konkurrenz klar und deutlich, lief in 56,83 Sekunden neue persönliche Bestzeit. Damit wird die Athletin der LG Ovag Friedberg-Fauerbach über diese Strecke nun auch für Deutschland bei der Team-EM in Gateshead in zwei Wochen starten. Nicht wie erhofft lief es dagegen für den bislang besten deutschen Hochspringer in diesem Jahr, Martin Günther (LG Eintracht Frankfurt; SB: 2,24m). Er kam in Regensburg nicht über 2,15 Meter hinaus – Rang drei.

Auch über 100 Meter Hürden war der HLV vertreten. Antonia Werner, Hessenrekordhalterin vom TV Flieden, sprintete die Hürdendistanz im B-Finale in 13,72 Sekunden. Ann-Christin Strack vom LAZ Gießen – die jüngste Teilnehmerin im Frauenfeld – lief im Vorlauf gute 14,02 Sekunden, verzichtete wegen Beugerproblemen dann aber auf das B-Finale. Vor allem die Sprinter und Hürdensprinter hatten in ihren Läufen mit viel Gegenwind zu kämpfen, so gesehen ordentliche Ergebnisse für die beiden. Dasselbe gilt auch für Michael Pohl (LG Ovag Friedberg-Fauerbach) und Benjamin Brömme von der LG Eintracht Frankfurt. Pohl wurde über 100 Meter im B-Finale bei Gegenwind Dritter in 10,84 Sekunden, Brömme landete eine Hundertstel dahinter auf Rang vier. Lisa Hübner von der LG Eintracht Frankfurt war über 1.500 Meter gut unterwegs, verbesserte ihre Bestzeit in diesem Jahr auf 4:22,96 Minuten und wurde Achte.

Eileen Demes verpasst U18-WM-Norm knapp

In ganz starker Verfassung präsentiert sich derzeit Eileen Demes von der TG Obertshausen. Die deutsche Schülermeisterin im Block Lauf 2012 konnte ihre persönliche Bestleistung über 400 Meter Hürden auf 60,89 Sekunden steigern – Platz zwei der aktuellen deutschen Bestenliste. Bisher hatte sie 61,48 Sekunden stehen, gelaufen letzte Woche in Bad Homburg. Nun also die erneute Steigerung – und damit schrammte Eileen Demes nur haarscharf an der Norm für die U18-Weltmeisterschaften in Donetsk/Ukraine vorbei. Hierfür müsste sie unter 60,50 Sekunden laufen.

Eine Norm für Donetsk bereits unterboten hat Simon Schütz vom Wiesbadener LV. Über 100 Meter hat er die Quali bereits gelaufen, in Regensburg wollte der zweifache deutsche U18-Meister auch über die doppelte Distanz angreifen. Doch auf der Zielgeraden verspürte der 17-Jährige ein Ziehen hinten im Oberschenkel, er musste abreißen und austrudeln lassen. Eine Untersuchung am Montag muss nun über die Schwere der Verletzung Aufschluss geben, „wir hoffen, dass es nichts Schlimmeres ist“, sagt WLV-Trainer Georg Schmidt.

Grund zum Jubeln hatte hingegen Constantin Schmidt. Der Athlet der TG Obertshausen sprintete über 400 Meter in 48,08 Sekunden zu einer neuen persönlichen Bestleistung - und unterbot die Norm für die U18-Weltmeisterschaften klar. Gefordert hatte der DLV hier 48,50 Sekunden. Damit liegt Constantin Schmidt als Zweiter der Deutschen Jugendbestenliste klar auf WM-Kurs.

Im Weitsprung aus Hessen am Start: Carlos Castro-Schauer von der LG Eintracht Frankfurt. Mit 7,37 Metern wurde er am Ende Zweiter, war hinter dem österreichischen Zehnkämpfer Dominik Diestelberger (7,46m) bester Deutscher. Richtig rund lief der Wettkampf aber noch nicht: lediglich drei der sechs Versuche brachte Castro-Schauer gültig auf’s Brett – das zeigt das Potential, das der Athlet im Hinblick auf die U20-EM-Norm von 7,55 Metern noch hat.
(jn)

 


09.06.2013