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Betty Heidler zum neunten Mal Deutsche Meisterin


Erfolgreiches Hammerwurf-Trio (Foto: IRIS)

Fünf Wochen vor den Weltmeisterschaften in Moskau hat Hammerwerferin Betty Heidler ihre Medaillenansprüche untermauert. Bei den nationalen Titelkämpfen im Ulmer Donaustadion sicherte sich die Weltrekordlerin der LG Eintracht Frankfurt ihren neunten Deutschen Meistertitel. „Das ist eine Sache, auf die ich stolz sein kann und auf die ich stolz bin“, sagte Betty Heidler hinterher. Doch mit ihrer Siegesweite – 73, 93 Meter – war sie nicht zufrieden. „Ich bin konstant, aber noch zu wenig konstant, was die Weite angeht.“

Wie erwartet räumte die LG Eintracht Frankfurt im Hammerwurf einen ganzen Medaillensatz ab. Die Olympia-Fünfte von London, Kathrin Klaas, sicherte sich die Vizemeisterschaft, war mit ihrer Weite von 69,98 Metern aber natürlich alles andere als glücklich. Rang drei ging mit persönlicher Bestleistung an Carolin Paesler (66,86m).

Günther und Tesfaye holen Silber


Silber für Martin Günther (Foto: Heller)

Überhaupt nicht zufrieden war Deutschlands bislang bester Hochspringer in 2013, Martin Günther. Der Frankfurter hatte sich den Titel und eine neue Saisonbestmarke fest vorgenommen, am Ende wurde es Silber mit 2,19 Metern. Und entsprechend wollte er über die Höhe hinterher dann auch kein Wort verlieren. „Das war einfach gar nichts“, sagte der Deutsche Hallenmeister von 2010 enttäuscht.

Einen großen Kampf lieferte sich der Frankfurter Homiyu Tesfaye über 800 Meter mit der Konkurrenz. Erst auf der Zielgeraden musste der für die U23-EM nominierte Tesfaye den Leverkusener Robin Schembera ziehen lassen, gewann in 1:47,29 Minuten wie schon in der Halle knapp geschlagen Silber.

Siebenkämpferinnen testen gegen Spezialistinnen

WM-Fahrerin Claudia Rath (LG Eintracht Frankfurt) war in Ulm Hessens „Vielstarterin“. Die 27-Jährige trat in ihren besten Siebenkampfdisziplinen, dem Weitsprung und über 100 Meter Hürden an, sowie mit der Frankfurter 4x100m Staffel. Über die Hürden schaffte es Claudia Rath gegen die Spezialistinnen ins Finale der schnellsten Acht, finishte dort nach 13,60 Sekunden im Vorlauf in 13,65 Sekunden und wurde Sechste. Dieselbe Platzierung gab’s auch im Weitsprung (6,17m). Zusammen mit Gianina Gartmann, Maryse Luzolo und Maureen Zimmer wurde sie zudem Siebte über 4x100m (46,13 sec.).

Disziplinkollegin Sara Gambetta – bereits für die U23-EM im Kugelstoßen nominiert – konnte sich gegen die Kugelstoßerinnen rund um die derzeit zweitbeste der Welt, Christina Schwanitz, gut behaupten. Mit zwei Stößen nah an die 16-Meter-Marke wurde sie am Ende Siebte. Der weiteste Versuch flog auf 15,76 Meter. Über die 16 Meter soll es für Gambetta dann wieder bei der U23-EM gehen.

Uya, Hübner, Müller und Uphoff mit Bestleistungen

Jeweils tolle Rennen lieferten Abdi Uya (LC Mengerskirchen) und Lisa Hübner (LG Eintracht Frankfurt) über 1500 Meter ab. Abdi Uya wurde mit neuer persönlicher Bestzeit von 3:45,01 Minuten Vierter. Fast wäre er auf der Zielgeraden sogar noch an Bronzemedaillengewinner Florian Orth herangekommen. Lisa Hübner machte ebenfalls das bisher schnellste Rennen ihrer Karriere. 4:21,65 Minuten bedeuteten im Ziel einen tollen fünften Platz.


Bestzeit für Niklas Müller (Mitte) über 400m (Foto: Heller)

Erfolgreich zurückgemeldet hat sich in Ulm Niklas Müller. Der Viertelmeiler der SG Johannesberg lief im Vorlauf mit 47,06 Sekunden persönliche Bestzeit und qualifizierte sich damit für das 400m-Finale am Sonntag. Dort war Müller dann mit 47,20 Sekunden minimal langsamer und wurde Achter.

Über den Finaleinzug konnte sich auch Janine Mackewitz freuen. Die Sprinterin der LG Reinhardswald lief sich mit 24,17 Sekunden ins Finale der schnellsten Acht über 200 Meter. Hier konnte sie sich mit 24,31 Sekunden zwar nicht mehr verbessern, wurde aber gute Siebte. Tinka Uphoff (Spiridon Frankfurt) vertrat Hessen über 5.000 Meter. Mit 17:02,68 Minuten lief sie bei den „Deutschen“ persönliche Bestzeit, konnte sich über Rang neun freuen.

Nicht so richtig in den Wettkampf fand hingegen Weitspringerin Maryse Luzolo. Die Athletin der LG Eintracht Frankfurt ist bereits für die U20-Europameisterschaften in Rieti qualifiziert, wollte in Ulm wie auch die übrige U20-Konkurrenz ihre Form testen. Mit 6,10 Metern war sie am Ende nicht zufrieden, wurde Achte. Auch mehr erhofft hatten sich die beiden Diskuswerferinnen der LSG Goldener Grund, Sabine Rumpf und Julia Bremser. Sabine Rumpf wurde mit 56,79 Metern im Finale Sechste, Julia Bremser mit 55,29 Metern Achte. Beide Athletinnen haben in dieser Saison schon deutlich weiter geworfen. Das Ziel „Finale“ hat Hürdensprinterin Antonia Werner (TV Flieden) in Ulm erreicht. Nach 13,97 Sekunden im Vorlauf qualifizierte sie sich für den Endlauf der schnellsten Acht. Dort konnte sie aber nicht den berühmten Turbo zünden, finishte in 14,02 Sekunden. Ebenfalls mit Platzierungen in den Top-Acht: Svenja Kern und Mareike Nannen. Die beiden Hammerwerferinnen der LG Eintracht Frankfurt sicherten sich die Plätze sechs (59,57m/Kern) bzw. sieben (59,23m/Nannen).

(jn)

 


07.07.2013