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U18-WM aktuell: Platz sieben für Lisa Mayer und Nathalie Buschung


Lisa Mayer wird Siebte über 200m (Foto: Heller)

Zum Abschluss der U18-Weltmeisterschaften im ukrainischen Donetsk haben sich die HLV-Athleten noch mal hervorragend präsentiert. Sprinttalent Lisa Mayer von der LG Langgöns-Oberkleen lief im Finale über 200 Meter auf Rang sieben. Ihre Zeit: 24,12 Sekunden. Im Vorlauf und im Halbfinale hatte sie ihre persönliche Bestzeit jeweils steigern können – auf starke 23,75 Sekunden, was ein neuer Hessenrekord in der U18 ist. Zu ihrem tollen Auftritt bei der U18-WM sagte Lisa Mayer hinterher bei leichtathletik.de: „Ich hätte nicht damit gerechnet, dass ich im Finale stehe. Ich finde es nur ein bisschen schade, dass ich nicht unter 24 Sekunden geblieben bin. Ich bin bei dieser WM zweimal Bestzeit gelaufen. Ich glaube, ich kann vollauf zufrieden sein. Mir bedeutet es sehr sehr viel, dass ich jetzt im Finale gestanden bin. Vor einem Jahr war das noch gar kein Thema. Wenn ich so weiter mache und ohne Verletzungen durchkomme, dann ist nächstes Jahr bei der U20 noch einiges drin.“



Nathalie Buschung springt mit Bestleistung zu Platz sieben

Einen klasse Abschluss ihres ersten internationalen Einsatzes konnte Nathalie Buschung am Sonntag feiern. Die Athletin der LSG Goldener Grund kam im Weitsprung-Finale in den Endkampf der besten Acht, steigerte sich nach 6,01 Meter und 6,02 Meter im dritten Versuch auf 6,09 Meter – persönliche Bestleistung und Platz sieben. „Ich kam als Siebzehnte hier her“, erzählt die 17-Jährige hinter. „Ich dachte nicht, dass ich ins Finale komme. Bei den ersten drei Sprüngen war ich noch fit. Dann hat die Kraft nachgelassen, weil gestern schon die Qualifikation war. Das bin ich nicht so gewohnt, zwei Tage hintereinander knallhart zu springen. Dazu kommt dann noch die Nervosität. Ich bin heute Morgen schon so früh aufgewacht, ich hatte nicht lang geschlafen.“ Dafür hat Nathalie Buschung ihre Sache in Donetsk sehr gut gemacht. Jetzt will sie bei den Deutschen Jugendmeisterschaften auf Titeljagd gehen und eine perfekte Saison krönen.


Eileen Demes mit Bestleistung auf Rang vier

Auf einen großartigen ersten Einsatz im Nationaltrikot kann Eileen Demes zurückblicken. Über 400m Hürden lief die Athletin der TG Obertshausen bis ins Finale, wurde dort mit neuer persönlicher Bestleistung von 58,92 Sekunden Vierte. Die erst 15-Jährige bliebt erstmals unter der 59-Sekunden-Marke. Da war sogar die Bronzemedaille im Bereich des Möglichen: Teamkollegin Lisa-Marie Jakoby wurde mit 59,75 Sekunden nur knapp vor Eileen Dritte. Die Obertshausenerin kann mehr als stolz auf ihre Leistung sein. Gegenüber leichtathletik.de sagte sie: „Ich kann es kaum glauben. Unter 59 Sekunden? Das ist mehr als eine halbe Sekunde unter meiner Bestzeit. Ich war das Küken in diesem Lauf. Die anderen waren alle eineinhalb Jahre älter. Da freue ich mich schon auf das nächste Jahr. Das wäre ein Hammer, wenn es dann noch einmal so klappen würde. Der vierte Platz ist für mich auf keinen Fall undankbar.“

Constantin Schmidt nur knapp am Finale vorbei

Eileens Teamkollege Constantin Schmidt lieferte bei seiner internationalen Premiere ebenfalls eine klasse Leistung ab. Der Obertshausener schaffte es über 400 Meter bis ins Halbfinale, schied dort mit neuer persönlicher Bestleistung von 48,05 Sekunden ganz knapp aus. „Ich kann mit einem Lächeln den Platz verlassen. So soll das sein", sagte Constantin Schmidt nach seinem Halbfinale. „Ich bin diesmal schneller losgelaufen als im Vorlauf, die Zielgerade ist immer gut bei mir. Ich muss aber an den ersten 200 Metern noch arbeiten."

Marc Reuther wie entfesselt Fünfter

Grund zum Jubeln hat auch Marc Reuther vom Wiesbadener LV. Er stellte am Samstag im 800m-Finale mit 1:50,05 Minuten eine neue persönliche Bestzeit auf – und freute sich über Rang fünf. In der Schlussphase des Rennens hatte Marc Reuther noch drei Konkurrenten überholen können. „Das war ein krasses Rennen“, sagte er hinterher zu leichtathletik.de. „Ich habe gesehen, wie sie angegangen sind. Aber ich wollte mich da dezent raushalten. Ich bin mit der fünften Position auf jeden Fall zufrieden. Ich wäre gerne unter 1:50 Minuten geblieben, aber darüber ärgere ich mich jetzt nicht. Das Beste ist, dass ich die Erfahrung vielleicht im nächsten Jahr zur U20-WM mitnehmen kann. Da möchte ich vielleicht noch mehr angreifen. Aber das war jetzt schon einmal ein gutes Ergebnis.“

Hutterer verletzt raus, Heiß scheitert knapp in der Quali

Nicht so gut wie erhofft lief die U18-WM hingegen für den Deutschen Mehrkampf-Hallenmeister in dieser Altersklasse, Dennis Hutterer. Der Athlet vom ASC Darmstadt musste im WM-Achtkampf schon nach der zweiten Disziplin verletzt aufgeben. Der Wettkampf hatte für ihn mit 11,57 Sekunden über 100 Meter und 6,70 Meter im Weitsprung begonnen. Im Kugelstoßen trat er dann aufgrund von Fußproblemen nicht mehr an.

Lehrgeld zahlen musste auch Stabhochspringerin Franziska Heiß (SSC Bad Sooden-Allendorf). Die Deutsche Jahresbeste in der U18 überquerte 3,85 Meter und schied als 13. denkbar unglücklich in der Quali aus. Alle Höhen bis 3,90 Meter hatte die Athletin im ersten Versuch gemeistert – doch an den 3,90 Metern versuchte sich Franziska Heiß am Ende leider vergeblich.

(jn)/leichtathletik.de

 


14.07.2013