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Claudia Rath tolle WM-Vierte, Gesa Krause überzeugt als Neunte


Claudia Rath strahlende Vierte (Fotos: IRIS)

“Bombe!“ So bezeichnete Claudia Rath ihr Ergebnis am vierten Tag der Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Moskau. Die Siebenkämpferin der LG Eintracht Frankfurt hat im bislang wichtigsten Wettkampf ihrer Karriere das Maximum rausgeholt und mit 6.462 Punkten so viele Zähler gesammelt wie nie zuvor. Die neue persönliche Bestleistung bedeutete am Ende Rang vier für Claudia Rath. Fast ist man geneigt zu sagen: „nur Rang vier“, so klasse war der Wettkampf der EM-Siebten von 2012. Vor dem abschließenden 800m-Lauf lag Rath auf Rang sechs – und sie wusste um ihre große Chance. „Ich habe über 800 Meter alles versucht“, sagte die Athletin, als sie nach starken 2:06,43 Minuten im Ziel war. „Nach 500 Metern wollte ich die anderen mit meinem Antritt schocken.“ Drei Sekunden Vorsprung hätte sie vor der Niederländerin Schippers ins Ziel retten müssen – am Ende fehlten winzige 15 Punkte zu Bronze. „Es hat nicht gelangt, schneller konnte ich nicht laufen. Wir haben gedacht, 2:08 würde reichen. Dass die Niederländerin sieben Sekunden unter Bestleistung läuft, hätten wir nicht gedacht“, so Rath.


Sensations-Satz auf 6,67m

Dass dieser mutige Lauf nicht mit Bronze belohnt wurde, konnte die Freude aber nicht trüben – von großer Enttäuschung war bei der Frankfurterin nichts zu sehen. „Der vierte Platz ist Bombe. Ich habe mit Platz zwölf geliebäugelt. Klar ist da ein weinendes Auge, weil es so knapp war, aber das passt schon“, strahlte sie im Fernsehinterview.

Schließlich hatte sie in Moskau den Wettkampf ihres Lebens abgeliefert. „Es hat alles gepasst, bis auf Kugel und Speer“, analysiert Claudia Rath. Dort hatte sie mit 12,88 Metern bzw. 39,04 Metern Punkte liegen gelassen. Doch insgesamt hat die 27-Jährige mehr als überzeugt. Vor allem im Weitsprung, wo sie mit 6,67 Meter Eine sensationelle neue Bestmarke aufstellte. Auch im Hochsprung leuchtete am Ende „PB“ auf. 1,83 Meter – so hoch sprang Rath noch nie. Mit 13,55 Sekunden über die Hürden und 24,27 über 200 Meter konnte sie ebenfalls sehr zufrieden sein.



Gesa Krause zufriedene WM-Neunte


Gesa Krause – hier im WM-Vorlauf

„Zufrieden sein“ – diese Aussage trifft auch auf die Frankfurter Vereinskollegin Gesa Krause zu. Bei ihrem zweiten Auftritt bei einer WM nach 2011 wurde Krause Neunte mit neuer Saisonbestzeit von 9:37,11 Minuten. Ein toller Erfolg für die erst 21-Jährige. Hinter der Ukrainerin Zhudina und Antje Möldner-Schmidt kam Gesa Krause als drittbeste Europäerin ins Ziel. Die ersten sechs Plätze gingen nach Kenia und Äthiopien. „Ich bin sehr zufrieden mit dem neunten Platz“, sagte die U23-Europameisterin gegenüber leichtathletik.de.

„Ich bin heute Morgen mit einem Strahlen im Gesicht aufgestanden und habe gedacht: Heute ist ein guter Tag. Ich war einfach mit Spaß dabei. Es war meine zweite WM und ich bin zum zweiten Mal Neunte geworden.“ Im Vorfeld hatte Gesa Krause mit einem Platz unter den Top-Acht geliebäugelt, „aber ich hatte ein schwieriges Jahr. Ich bin 21, ich habe noch ein paar Jahre vor mir“. Deshalb kann sie sich zu Recht über einen tollen neunten WM-Platz freuen.

Julia Nestle

 


13.08.2013