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Antje Krause beendet den Spartathlon über 247 Kilometer nach 30:07:15 Stunden


Antje Krause unterwegs (Foto: Heiko Krause)

Die 41-jährige Antje Krause hat den legendären Spartathlon in Griechenland über 247 Kilometer in der hervorragenden Zeit von 30:07:15 Stunden bewältigt. Für die Athletin des Ultra Sport Clubs Marburg bedeutete diese Leistung den zweiten Platz. „Viele schöne Eindrücke, interessante Begegnungen, natürlich auch Leiden, Emotionen pur, das ist der Spartathlon“, sagte die Hessin nach dem Rennen. Besonders schön sei die Unterstützung der Kinder gewesen, die die Athleten auf den letzten Metern einen nach dem anderen begleiteten, bevor alle nach einem Schluck Wasser mit einem Olivenkranz ausgezeichnet wurden. Die Strecke mit Start auf Meereshöhe ist sehr profiliert und Nächtens muss auf unbefestigten Wegen der berüchtigte Sangas-Pass in 1.200 Meter Höhe überquert werden. Zumeist erreicht deutlich weniger als die Hälfte der Läuferinnen und Läufer das Ziel - in diesem Jahr waren es letztlich 149 Finisher bei 321 Teilnehmern. Gestartet auf historischen Pfaden wurde bereits zum 31. Mal.

Im Jahr 490 v. Chr. soll der Bote Pheidippides die Distanz auf sich genommen haben, um spartanische Hilfe für die Schlacht der Athener bei Marathon gegen die Perser zu holen. Beim Geschichtsschreiber Herodot heißt es, er sei morgens losgelaufen und habe sein Ziel am zweiten Tag vor Sonnenuntergang, also nach etwa 36 Stunden, erreicht. Aus diesem Grund ist das Zeitlimit beim Spartathlon auf dieses Zeitfenster beschränkt. Start ist in Athen immer unterhalb der Akropolis, nach knapp 250 Kilometern wartet in Sparta die Statue von König Leonidas, dessen Fuß jeder Läufer am Ende berühren muss.

Auch für Antje Krause hieß es: In erster Linie ins Ziel kommen. Erst für die Schlussphase hatte sie sich vorgenommen, auf die Platzierung zu achten. Punkt sieben Uhr erfolgte der Start, und die Marburgerin ließ zahlreiche Frauen zunächst weglaufen, wohl wissend, dass sich viele zu Beginn übernehmen. Bei Temperaturen von mehr als 30 Grad, die auch am nächsten Tag erreicht wurden, achtete sie akribisch darauf, immer ausreichend zu trinken und den Körper mit Wasser zu kühlen.


Antje Krause kurz vor dem Ziel (Foto: Heiko Krause)

Bei Einbruch der Dunkelheit hatte sich Antje Krause bereits auf einen Podiumsplatz verbessert und vor dem Sangas-Pass lag sie auf Platz zwei hinter der enteilten späteren Siegerin Szilvia Lubics aus Ungarn, die das Ziel nach 28:03:04 Stunden erreichte. Antje Krause hatte zwischenzeitlich mit der Müdigkeit zu kämpfen, das wellige Profil wurde immer schwerer. Gegen Ende gab sie aber noch einmal alles und sicherte sich mit etwa einer Viertelstunde Vorsprung den zweiten Rang vor der zweiten Deutschen Heike Bergmann (TSV Zeulenroda).

Mit einem Podiumsplatz habe sie schon geliebäugelt, aber zugleich gewusst, wie unberechenbar der Spartathlon ist. Umso mehr freute sich Antje Krause über die gute Zeit und den Erfolg, den sie als einen der größten ihrer Karriere einstufte. Der Spartathlon sei etwas Besonderes und unglaublich hart. Nicht zu vergleichen mit einem flachen 24-Stunden-Rennen.

Heiko Krause

 


12.10.2013