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HLV mit großer Delegation in Dresden


Die HLV-Delegierten in Dresden. Es fehlt Ingeborg Trechsler. (Foto: HLV)

20 Delegierte, an der Spitze Anja Wolf-Blanke, haben die hessische Leichtathletik beim 46. DLV-Verbandstag vertreten. Die HLV-Präsidentin war in Dresden auch in ihrer Funktion als Vertreterin der Landesverbände im DLV-Präsidium vor Ort. Im Mittelpunkt des Verbandstages standen die Wahlen. Dabei wurde Clemens Prokop mit 94,5 Prozent der Stimmen erneut zum Präsidenten des Deutschen Leichtathletik-Verbands gewählt. Prokop hat den Verband bereits in den vergangenen zwölf Jahren erfolgreich geführt. „Die Erfolge fallen uns aber nicht in den Schoss“, sagte der 56-jährige Jurist aus Regensburg. „Aber wir haben die Potenziale und die Perspektive, diese glanzvollen Zeiten fortzusetzen.“

Für den weiteren Weg hat sich Prokop ambitionierte Ziele gesteckt. Mit einem Neun-Punkte-Programm will er sich nicht auf den Erfolgen der Vergangenheit ausruhen, sondern den Verband fit machen für die weiteren Aufgaben. Prokop: „Es warten zahlreiche Herausforderungen auf uns.“ Neben der Stärkung der Basis strebt er Kooperationen mit Ganztagsschulen an, um Talente zu sichten und für die Leichtathletik zu gewinnen. Weiterhin sieht er seine Aufgabe darin, den Kampf gegen Doping und das Meeting-Sterben voran zu treiben.

Auch in die internationale Sportpolitik will sich der DLV unter Prokops Führung künftig noch stärker einbringen. Prokop sieht viel Potenzial in der Steigerung der Attraktivität der Sportart Leichtathletik. „Hier sollten wir auch den Mut zu grundlegenden Reformen haben“, sagte er in seiner Bewerbungsrede und nannte als Beispiele auch Eingriffe in das Regelwerk. „Mein Traum ist es weiterhin, dass am Ende eines Siebenkampfes alle Zuschauer direkt am Zieleinlauf des 800-Meter-Laufes sehen, wer den gesamten Wettkampf gewonnen hat.“

Prokop geht mit einem leicht veränderten Präsidium in seine vierte Amtszeit. Als neuer Vizepräsident Leistungssport wurde Professor Hartmut Grothkopp gewählt, nachdem der bisherige Amtsinhaber Günther Lohre aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stand. Grothkopp tritt als Präsident des Landesverbandes Sachsens zurück, da die beschlossenen Änderungen ein Doppelmandat ausschließen.

Neu im Präsidium ist auch Ernst Burgbacher. Der FDP-Politiker ist derzeit Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium von Philipp Rösler und übernimmt im DLV ab sofort als Nachfolger von Franz-Josef Prost den Schatzmeisterposten. Burgbacher scheidet nach Bildung einer neuen Bundesregierung aus der Politik aus.

Aus hessischer Sicht ist erfreulich, dass Wolf-Blanke als Vizepräsidentin Landesverbände im Präsidium des DLV verbleibt, nachdem sie auf der vorab durchgeführten Sitzung der Landesverbandspräsidenten als Vertreterin der Landesverbände bestätigt wurde. Zudem wurden aus Hessen gewählt: Robert Ingenbleek als Vorsitzender des Rechtsausschusses sowie Ulrike Wollschläger als Kassenprüferin.

Stefan Wellenhöfer

 


20.11.2013