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Nordhessen gewinnen D-Kadertest in Erfurt


Die Athleten beim Cooper-Test (Foto: HLV)

Nachdem das Wintertraining bereits voll im Gange ist und die ersten Kadermaßnahmen sowie Wettkämpfe absolviert wurden, führte der Hessische Leichtathletik-Verband (Disziplinkader Lauf/Nord) mit dem Thüringer Verband eine gemeinsame Leistungsdiagnostik in der Erfurter Leichtathletik-Halle durch. Zu dieser Veranstaltung wurden die Kaderathleten/innen und Perspektivkader sowie deren Heimtrainer/innen eingeladen. Zu Beginn absolvierten die Läufer/innen einen Schnelligkeitstest über 30 Meter fliegend - 800-Meter-Spezialist Tilman Garthe (LG Eder) war dabei am schnellsten, der Sechstplatzierte der deutschen B-Jugendmeisterschaften über 800 Meter benötigte 3,01 Sekunden. Dahinter folgten Jan Stöber (3,05) und Frederick Müller (3,07), die beide für den SSC Bad Sooden-Allendorf starten. Finnja Coldewe war die beste Läuferin. Die junge Athletin des SSC Bad Sooden-Allendorf (Jahrgang 1988) benötigte 3,75 Sekunden. Den 150-Meter-Schnelligkeitstest entschied ebenfalls Garthe in 16,9 Sekunden vor Stöber (17,4) für sich.

Für alle war der abschließende zwölfminütige Cooper-Test aber die Herausforderung. Die Läufer/innen versuchen in zwölf Minuten so viele Meter wie möglich hinter sich zu bringen. Der Rekord im männlichen Bereich liegt bei 3.998 Metern und ist bereits elf Jahre alt. „Jedes Jahr versuchen die Jungs den Rekord zu knacken, dafür müssen sie aber mindestens bei neun Minuten die 3000-Meter-Marke passieren“, lautete die Voreinschätzung des Thüringer Blocktrainers Enrico Aßmus. Am Ende reichte es erneut nicht. Bester Läufer mit 3.900 Metern war Sabbona Abdulkadir von der LG Eder, der sich vor Marcus Müller (VfB Schleiz/3.890 Meter) durchsetzte. Damit lag erstmals seit 1999 wieder ein Nordhesse im Cooper-Test vorne. Bei den Läuferinnen ging der erste Platz überraschend ebenfalls nach Nordhessen. Alessa Reuffurth (SSC Bad Sooden-Allendorf) führte das weibliche Starterfeld mit 3.240 Metern an. Abschließend wurden noch Trainingsempfehlungen für die mitgereisten Trainer/innen und Eltern unter der Moderation von Georg Lehrer diskutiert.

Bereits seit 1999 findet diese Leistungsdiagnostik unter der Leitung von Aßmus und Lehrer statt. Dabei intensivierte sich die Zusammenarbeit zwischen dem HLV und dem Thüringer Verband in den vergangenen Jahren. Die Leistungsdiagnostik soll fortgesetzt werden, weil die Ergebnisse helfen, wichtige Belastungsparameter zu bestimmen und daraus Konsequenzen für die Trainingssteuerung abzuleiten.

Georg Lehrer

 


17.12.2013